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Stadt landshut
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Naturschutz

Der Naturschutz blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. So prägte Alexander von Humboldt 1799 den bis heute gebräuchlichen Begriff „Naturdenkmal“. In der Gegenwart befasst sich Naturschutz im Wesentlichen mit dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, der heimischen Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräume. Ziel ist dabei eine hohe Biodiversität - also große Arten- und Lebensraumvielfalt - zu sichern oder herzustellen.

Die Ausweisung von Schutzgebieten oder einzelnen Schutzgegenständen ist seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis heute probates Mittel zur Sicherung der heimischen Naturgüter. In Landshut gibt es neben einem Naturschutzgebiet noch Landschaftsschutzgebiete, Landschaftsbestandteile und viele Naturdenkmäler. Dazu kommen europarechtlich geschützte so genannte FFH-Gebiete (FFH heißt „Fauna-Flora-Habitat“ oder „Tiere-Pflanzen-Lebensräume“). Auf gemeindlicher Ebene spielen auch noch Baumschutzverordnungen eine Rolle. Bei allen Maßnahmen, die einen Eingriff in den Naturhaushalt bedeuten, sind Naturschutzbehörden zu beteiligen, um die Eingriffe zu vermeiden, zu verringern oder einen Ausgleich zu schaffen. Zunehmend wird in unserer hochtechnisierten Welt gerade auf dem Gebiet „Naturschutz“ die Umweltbildung zur Aufgabe für den Naturschutz. Einzelne Arten, wie zum Beispiel der mittlerweile wieder flächendeckend vorkommende Biber, verursachen oftmals Konflikte mit Landnutzern. Hier bedarf es umfassender Aufklärung der Bevölkerung und eines gut organisierten Wildtiermanagements. Mit eigenen Projekten stärkt der Naturschutz seltene einheimische Arten und fördert die Biodiversität.

Naturschutzgebiet

"Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite"

ehemalige Panzerkette - der Bereich des Naturschutzgebietes, der im Isartal liegt.

 Der „Ehemalige Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite“ südlich des Stadtteils Auloh ist der größte und wertvollste Lebensraumkomplex auf dem Gebiet der Stadt Landshut. Am 26.10.2001 wurde er als Naturschutzgebiet zum Schutz der Natur und zur Erholung ausgewiesen. Das Areal ist mit einer Größe von 280 Hektar ein wichtiges Teilgebiet in der Biotopverbundachse Isartal und ein wichtiger Teil des bayerischen Biotopverbundes BayernNetzNatur. Flächeneigentümer sind die Stadt Landshut, die Heiliggeistspital-Stiftung Landshut und die DBU Naturerbe GmbH.

Das Naturschutzgebiet ist Heimat vieler seltener Tiere und Pflanzen und sein Artenreichtum besonders in der offenen Landschaft der Ochsenau und des Tertiären Hügellandes kann nur durch die dort seit Jahrzehnten praktizierte Beweidung mit Schafen erhalten werden. Im Jahr 1999 wurde ein Pflege- und Entwicklungsplan mit Beweidungskonzept für das Naturschutzgebiet erstellt. Ausgeführt wird es von einem Schäfer, der das Gebiet mit seiner ca. 500-köpfigen Schafherde während der Vegetationszeit beweidet. Die Beweidung wird in enger Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde und der Gebietsbetreuung ausgeführt.

Das Naturschutzgebiet ist durch seine reizvolle Landschaft auch ein einmaliges Erholungsgebiet vor den Toren der Stadt Landshut. Nachdem das Gebiet nach der militärischen Nutzung frei zugänglich geworden ist, hat der Nutzungsdruck durch die Erholungssuchenden (Spaziergänger, teilweise mit Hunden, Radfahrer und Mountainbiker sowie Reiter) stark zugenommen. Demgegenüber stehen sensible Lebensräume mit zum Teil störungsempfindlichen Tierarten, deren Erhalt und Schutz die Ausweisung als Naturschutzgebiet dient.

Zum Erhalt dieser wunderschönen Landschaft sind folgende "Spielregeln", die als Ge- und Verbote in der Naturschutzgebietsverordnung verankert sind, besonders zu beachten:

  • Zwischen 1. März und 31. August dürfen die Wege nicht verlassen werden.
  • Hunde sind ganzjährig anzuleinen
  • Das Befahren mit motorisierten Fahrzeugen ist nicht erlaubt.
  • Zelten und Grillen ist nicht gestattet, Picknicken und Rasten ist nur auf den ausgewiesenen Erholungsflächen erlaubt

 Naturschutzgebietsverordnung (PDF-Download)

Geschichte

 

"Kinder_pflanzen_Bäume"

Festakt zum zehnjährigen Jubiläum des Naturschutzgebietes am 11.11.2011

 

Die sogenannte Ochsenau im Isartal bei Auloh, östlich von Landshut wurde bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts als Viehweide genutzt. Seit 1815 war das 2. Schwere-Reiter-Regiment in Landshut stationiert. 1863 erfolgte mit dem  Bau der Max-II-Kaserne die Schaffung einer zweckmäßigen Unterkunft für die Reiter. So kam der Gedanke einen neuen Exerzierplatz speziell für die Kavallerie zu schaffen. 1879 wurden die Verhandlungen mit den Bauern abgeschlossen und so konnte ab 1880 in Auloh damit begonnen werden, den großen Exerzierplatz anzulegen.

Ab dem Jahr 1925 fanden auf dem Areal in unregelmäßigen Abständen Luftsportveranstaltungen statt. In den 1930er Jahren wurde ein Segelflugplatz angelegt.

Mit der Errichtung der Schochkaserne durch die Reichswehr fand nach Abschluss der Verhandlungen ab dem Jahr 1936 eine wesentliche Erweiterung des Übungsgeländes auf die südlich angrenzende Hochfläche statt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 übernahmen amerikanische Panzereinheiten den alten und den neuen Exerzierplatz. Ende 1953 gaben die Amerikaner den Flugplatz Auloh für sportliche Zwecke frei, so dass dieser ab 1954 vom Luftsportverein uneingeschränkt genutzt werden konnte. 1963 wurde der Flugbetrieb schließlich nach Ellermühle verlagert.

Bis 1968 wurde der ehemalige Flugplatz Auloh und das Areal westlich Stallwang von der Amerikanischen Armee und bis 1994 von der Bundeswehr hauptsächlich als Übungsgelände für Panzer unter der Bezeichnung „Standortübungsplatz“ genutzt.

Am 11. Januar 2002 feierten die Stadt Landshut, der Bund Naturschutz und Landshuter Kunstschaffende mit einem Festakt und einer Ausstellungseröffnung die Unterschutzstellung des ehemaligen Standortübungsplatzes und Teilen der Isarleite. Der Titel dieses Kunst-Natur-Projektes, das von Paul Riederer vom Bund Naturschutz initiiert wurde, trug den Namen „terra incognita“. Das militärische Gelände war für die Allgemeinheit gesperrt und somit für die meisten Landshuter ein „unbekanntes Land“. Zur Ausstellung ist auch ein Katalog mit zahlreichen Bildern und Texten erschienen. Im Vorwort vergleicht der damalige Oberbürgermeister der Stadt Landshut Josef Deimer die Ausweisung des ehemaligen Standortübungsplatzes als Naturschutzgebiet mit einem Gedicht von Christian Morgenstern und zitiert einen Auszug aus dem Gedicht mit den Worten „Das Werden des Glückes hat man erwarten können“.

Lebensräume

 

"Obstwiese_im_NSG"

Streuobstwiese

Das Naturschutzgebiet liegt in drei Landschaftsräumen. Die sogenannte „Ochsenau“ im weitläufigen Isartal wird von mageren Weideflächen und eingestreuten Kleingewässern geprägt. Im Süden wird die Ochsenau von den mit naturnahen Buchenwäldern bestockten Steilhängen der Isarleite eingerahmt. Am Hangfuß treten zahlreiche, zum Teil Kalktuff abscheidende Quellen aus.

Die malerische Landschaft im Tertiären Hügelland wird geprägt durch weite artenreiche Weideflächen, die zum Teil von totholzreichen Streuobstwiesen, besonnten Tümpeln und offenen Bodenstellen bereichert werden. Durch diese Vielzahl an Lebensräumen und Strukturen konnte sich ein außergewöhnlicher Artenreichtum entwickeln.

Tiere und Pflanzen

Durch die Vielfalt an Lebensräumen und Strukturen entstand ein außergewöhnlicher Artenreichtum. So konnten auf dem Gelände beispielsweise rund 430 Pflanzenarten, 85 Wildbienenarten, 50 Tagfalterarten, 30 Heuschreckenarten, über 25 Libellenarten und 12 Amphibienarten nachgewiesen werden.

 

Gebietsbetreuung Isartal und Naturschutzgebiet

Er ist Teil eines bayernweit agierenden Netzes aus 66 Gebietsbetreuern, die sich um besonders wertvolle Landschaften und Schutzgebiete kümmern. Seit 2020 ist Fabian Hertrich für den "Ehemaligen Standortübungsplatz" zuständig.

In 56 herausragenden bayerischen Gebieten fördert der Naturschutzfonds mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds Gebietsbetreuer.

Gebietsbetreuer

Gebietsbetreuer Hertrich Fabian

Seit Mai 2008 gibt es auch für das Naturschutzgebiet „Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite“ und das FFH-Gebiet „Leiten der unteren Isar“ eine professionelle Gebietsbetreuung. Von 2008 bis 2010 betreute Viktoria Meysemeyer und von 2011 bis 2019 Philipp Herrmann das Gebiet, seit April 2020 ist Fabian Hertrich dafür zuständig.

Die Tätigkeit des Gebietsbetreuers umfasst folgende Schwerpunkte und Aufgabenbereiche:

  • Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz (Angebot von Regelführungen, Sonderführungen von Gruppen, Durchführung von Projekttagen für Schulklassen und Kindergartengruppen, Erarbeitung und Durchführung von Vorträgen, Berichte für Radio- und Fernsehsendungen, Erstellen von Zeitungsberichten
  • Aufklärung (Beratungsgespräche mit Flächennutzern, aktive Besucherlenkung durch Aufklärung der Erholungssuchenden im Gebiet)
  • Maßnahmenbezogene Gebietsaktivitäten (Initiierung von Landschaftspflegemaßnahmen und Nutzungskonzepten; maßnahmenbezogene Erfolgskontrollen; Konfliktmanagement)
  • Zusammenarbeit mit Schulen, Fachhochschulen und Universitäten, mit ehrenamtlichen Einrichtungen und sonstigen Interessensgruppen
  • Gebietsbezogene eigene Erhebungen (gezielte Arterfassung, Monitoring/Dauerbeobachtung)

 

 

Nationales Naturerbe

DBU_Erbe

Deutschland trägt für seine vielfältigen Landschaften mit ihren Tier- und Pflanzenarten, dem Nationalen Naturerbe, eine besondere Verantwortung. Um dieses Erbe auch für zukünftige Generationen zu bewahren, übergibt die Bundesregierung 125.000 Hektar national bedeutsame Flächen an die Länder, die gemeinnützige "DBU Naturerbe GmbH" und an Naturschutzverbände.DBU

Naturerbe Landshut

Seit Juli 2010 ist die "DBU Naturerbe GmbH", eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU),  Eigentümerin von fünf Naturerbe-Flächen in Bayern mit insgesamt rund 1300 Hektar. Die Liegenschaft Landshut mit rund 190 Hektar bietet mit mageren Weiderasen, Streuobstwiesen, Kleingewässern, Mischwald und alten Nadelbäumen eine außergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen und Strukturen.

DBU Naturerbe GmbH

Die "DBU Naturerbe GmbH" wird 33 großräumige Liegenschaften in neun Bundesländern langfristig für den Naturschutz sichern. Auf den insgesamt rund 46.000 Hektar sollen offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege bewahrt, naturnahe Wälder ohne menschlichen Eingriff zu Wildnis entwickelt, artenarme Forste in naturnahe Wälder überführt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden. Seit April 2009 ist die "DBU Naturerbe GmbH" bereits für die Naturschutzmaßnahmen vor Ort verantwortlich und führt diese in Zusammenarbeit mit den ortskundigen Mitarbeitern der Bundesforsten aus.

Landschaftsschutzgebiete

 

Geplante Landschaftsschutzgebiete

Landschaftsschutzgebiete (LSG) sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen nach § 26 Abs. 1 BNatSchG "ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft erforderlich ist.

  1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
  2. wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit oder der besonderen kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft oder
  3. wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung."

Landschaftsbestandteile

Geschützte Landschaftsbestandteile (GLB) sind gemäß § 29 Abs. 1 BNatSchG "rechtsverbindlich festgesetzte Teile von Natur und Landschaft, deren besonderer Schutz erforderlich ist

  1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts,
  2. zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- oder Landschaftsbildes,
  3. zur Abwehr schädlicher Einwirkungen oder
  4. wegen ihrer Bedeutung als Lebensstätten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten."

geplante Landschaftsbestandteile

Im Aufbau

Naturschutzwacht

Abzeichen_Naturschutzwacht

         Abzeichen

Naturschutzwächter

Die Naturschutzwächter unterstützen die Untere Naturschutzbehörde in ihrer aufklärenden und beratenden Tätigkeit. Sie kontrollieren das Befolgen der Naturschutzgesetzte sowie Rechtsvorschriften und vermitteln Freude und Wissen an und über die Natur, um das Verständnis über die Natur zu fördern. Auch beobachten sie Veränderungen in der Natur und melden diese weiter, um die Lebensgrundlage vieler Tiere und Pflanzen zu sichern und die Landschaft zu pflegen.           

Die Naturschutzwächter dürfen zur Erfüllung ihrer Aufgaben:
• eine Person zur Feststellung ihrer Personalien anhalten
• die angehaltene Person zu einer Polizeidienststelle bringen, wenn die Feststellung ihrer Personalien an Ort und Stelle nicht vorgenommen werden kann oder wenn der Verdacht besteht, dass ihre Angaben unrichtig sind
• eine Person vorübergehend von einem Ort verweisen oder ihr vorübergehend das Betreten eines Orts verbieten (Platzverweis)
• unberechtigt entnommenes Gut und Gegenstände sicherstellen, die bei Zuwiderhandlungen nach Absatz 2 verwendet wurden oder verwendet werden sollen.

Das Stadtgebiet der Naturschutzwächter ist in vier Zonen aufgeteilt (Ost, Mitte und West). Im Osten ist zusätzlich noch ein Wächter für das Naturschutzgebiet im Einsatz. Zur Zeit befinden sich vier Wächter bei der Stadt Landshut im Dienst, welche mit Dienstkleidung, Dienstmarke, Dienstausweis, Kartenmaterial, Winkerkelle und Fotoapparat ausgestattet sind.

Faltblatt: Die Bayerische Naturschutzwacht

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

 

Baumschutzverordnung

Flatterulme

    Flatterulme

Seit dem 1. August 1987 ist die Baumschutzverordnung in Kraft, zuletzt geändert mit der Verordnung vom 1. Juni 1992. Mit ihrer Hilfe soll sichergestellt werden, dass im Stadtgebiet ein Minderbestand an Bäumen erhalten bleibt. Der Baumbestand in einer Stadt erfüllt viele sogenannte „Wohlfahrtsfunktionen“.

Bäume reinigen Luft, schützen vor Lärm und produzieren Sauerstoff. Zudem sind sie für alle Stadtbewohner ein grüner Blickfang im Häusermeer. Darüber hinaus sind die Bäume Lebensraum für zahlreiche Tiere.

Baumschutzverordnung der Stadt Landshut (Faltblatt)

Baumpatenschaften - Bäume in der Stadt (Antrag und Flyer)

Antrag auf Befreiung gem. § 4 BaumSchVO

Naturdenkmäler

Arten- und Biotopschutzprogramm

Biotop

Im Aufbau

Flora-, Fauna-, Habitat (FFH)

Im Aufbau

Naturschutzförderprogramme

Im Aufbau

Ausgleichsflächen

Ausgleichsfläche_Frauenberg

Ausgleichsfläche Frauenberg

Ausgleichsflächen der Stadt Landshut

Ausgleichsflächen sind für erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft erforderlich. Vereinfacht gesagt ist derjenige, der Natur überbaut oder sie beseitigt und damit ihren Wert mindert dazu verpflichtet, an anderer Stelle Natur aufzuwerten. Blühende Wiesen, heimische Gehölzgruppen und alte Obstbaumsorten werden hierzu dauerhaft angelegt bzw. gepflanzt und dauerhaft gepflegt.

 

Wissenswertes zu Ausgleichsflächen

Derzeit werden im Stadtgebiet von Landshut aus rund 100 Bebauungsplänen Ausgleichsflächen geltend gemacht, die sich auf etwa 60 Hektar über das gesamte Stadtgebiet verteilen. Die Ausgleichsflächen reichen dabei von wenigen hundert Quadratmetern bis zu mehreren Hektar Größe.

Die Ausgleichsflächen werden auf Grundlage des jeweils rechtskräftigen Bebauungsplans umgesetzt. Hier kann der Bauherr entweder die Fläche selbst unmittelbar auf dem Baugrundstück anlegen oder er besorgt sich in Eigenregie ein Grundstück auf dem die Umsetzung der zuvor berechneten Maßnahme stattfindet. Im Idealfall liegen die Flächen in unmittelbarer Nähe des Eingriffsortes, also jenen Ortes, an dem die Natur in Anspruch genommen wurde.

Neuansaat in der Münchnerau

Neuansaat in der Münchnerau

Alternativ legt die Stadt Landshut auf städtischen Flächen im Vorwege so genannte „Ökokontoflächen“ an, die gegen die Erstattung der entsprechenden Kosten dem Vorhabensträger zur Verfügung gestellt werden und durch die Stadt dauerhaft gepflegt werden.

Ziel bei der Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen ist es, möglichst hochwertige und damit zumeist seltene Natur zu etablieren. Dies kann die Anlage von wertvollen Magerrasen bis zu der Anlage von Gewässern bedeuten. Die Wahl fällt auf diejenigen Biotope, die der zerstörten Natur am ähnlichsten sind.

Weitere Informationen siehe Flyer:

Ausgleichsflächen (Download)

Biodiversität