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Röcklturm: eindrucksvolle Werke von Angelika Sobek-Kistner

19.08.2022
Kultur

"Licht" heißt die aktuelle Einzelausstellung im Röcklturm mit eindrucksvollen Werken der Landshuter Künstlerin Angelika Sobek-Kistner.

Das Licht spielt in der Malerei eine herausragende Rolle: „Meister des Lichts“ wird der englische Maler William Turner oft genannt. „Malerkolonien“ bildeten sich meist an Orten, die wegen der besonderen Lichtverhältnisse gewählt wurden. Und auch Vincent van Gogh, einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts, sagte einst: „Und dann beim Malen merkte ich erst, wie viel Licht auch noch in den Dunkelheiten war“. Jenes Zitat ist auch in der Ausstellungskarte der Landshuter Künstlerin Angelika Sobek-Kistner zu lesen, die sich ebenso dem „Licht“ verschrieben hat und deren circa 30 Kunstwerke aktuell in der gleichlautenden Einzelausstellung im Röcklturm an der Isarpromenade 2 zu sehen sind. „Eine rundum gelungene und sehenswerte Ausstellung“, sagte Oberbürgermeister Alexander Putz bei der Vernissage. „Das historische Ambiente des Röcklturms bietet den idealen Rahmen für die sehr eindrucksvollen Motive, die eine Symbiose aus Malerei und architektonischen Gebilden zeigen“, so Putz.

Die Themen variieren; vorrangig sind die Motive aus der Architektur genommen: geheimnisvolle Krypten, Ruinen, Treppen – Lichteinfälle von der Seite, von oben, Reflexionen; Treppen, die ins Helle führen; dann auch einmal rostiges Eisen, aber auch hier leuchtet dahinter Licht hervor. Oft erzeugt das Licht eine mystisch anmutende Atmosphäre. Die Künstlerin arbeitet nicht immer realistisch, manchmal minimalistisch, jedoch selten das Gegenständliche verlassend. Und wenn doch, dann versucht sie, dem Auge einen Ankerpunkt zu geben.
„Panta Rhei“ – alles fließt: Was die Technik betrifft, dominiert das Wässrige, nicht nur selbstredend in den vereinzelt gezeigten Aquarellen, sondern auch bei vielen Acrylbildern; das heißt, dass die Farbe verdünnt, lasierend, in mehreren Schichten aufgetragen wird.
Angelika Sobek-Kistner lebt und arbeitet in Landshut. Nach ihrer Lehrtätigkeit holte sie sich neue Impulse an namhaften Kunstakademien im süddeutschen und österreichischen Raum, darunter ein Meisterkurs bei Bernd Zimmer. Im „Offenen Atelier“ der Keramikschule Landshut arbeitete sie fünf Jahre lang auf der Basis akademischer Malerei. Mit diversen Einzel- und Gruppenausstellungen trat sie bereits an die Öffentlichkeit, in Landshut zuletzt in der Magdalenenkapelle.
Die „Deutsche Aquarell Gesellschaft“ wählte in diesem Jahr eines ihrer Bilder für das Dezemberblatt des Jubiläumskalenders. Auch die „Internationale Malerei Biennale Hamburg“ wird auf der Präsentation im Herbst eines ihrer Aquarelle zeigen.

Die Ausstellung kann bis Sonntag, 4. September, jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr besucht werden; die Künstlerin selbst ist vor Ort.

Das Foto zeigt bei der Vernissage (von rechts) Oberbürgermeister Alexander Putz gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Dr.phil. Sabine Rehm-Deutinger, die in die Ausstellung der Künstlerin Angelika Sobek-Kistner einführte, sowie Stadtrat Jürgen Wachter.
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„Licht“ lautet der Titel der Einzelausstellung im Röcklturm mit eindrucksvollen Werken von Künstlerin Angelika Sobek-Kistner. Das Foto zeigt bei der Vernissage (von rechts) Oberbürgermeister Alexander Putz gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Dr.phil. Sabine Rehm-Deutinger, die in die Ausstellung der Künstlerin Angelika Sobek-Kistner einführte, sowie Stadtrat Jürgen Wachter.