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Impfzentrum auf dem Messegelände wird wiedereröffnet

30.11.2021
Gesundheit

Ab 1. Dezember sind dort 1.500 Impfungen pro Tag möglich. Die Öffnungszeiten sind täglich durchgehend von 9 bis 22 Uhr. Impfungen in der Außenstelle im Dultwachgebäude auf der Ringelstecherwiese werden nur noch mit Terminvereinbarung vorgenommen.

Am morgigen Mittwoch, 1. Dezember, nimmt das Impfzentrum der Stadt Landshut wieder an seinem bewährten, großzügig dimensionierten Standort in einer Halle auf dem Messegelände an der Niedermayerstraße den Betrieb auf. Um allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen das Coronavirus SARS-Cov-2 immunisieren oder ihren Impfschutz auffrischen lassen möchten, möglichst kurzfristig ein Impfangebot unterbreiten zu können, werden zudem die Öffnungszeiten deutlich ausgeweitet. Am Standort Messegelände steht das Impfzentrum Interessierten künftig an sieben Tagen pro Woche jeweils durchgehend von 9 bis 22 Uhr zur Verfügung. Täglich dürften damit am Standort Messegelände mindestens 1.500 Impfungen möglich sein, sagt Thomas Schindler, der das Impfzentrum leitet. Dazu kommen die mobilen Teams und weitere 500 Impfungen, die in der Außenstelle im Dultwachgebäude auf der Ringelstecherwiese durchgeführt werden können. „Wir vervierfachen damit unsere Kapazitäten auf bis zu 15.000 Impfungen pro Woche und sind zuversichtlich, dass wir so der ungebrochen hohen Nachfrage gerecht werden können.“

Eine Anmeldung ist für den Standort Messe übrigens weiterhin nicht erforderlich. Stattdessen können Impfwillige einfach zu den üblichen Öffnungszeiten vorbeikommen, um sich ihren „Stich“ abzuholen. Über diese Regelung habe man intern lange diskutiert, räumt Schindler ein. „Natürlich haben beide Systeme ihre Vor- und Nachteile. Viele Leute loben den einfachen Zugang und die maximale Flexibilität, die wir anbieten. Aber es erreichen uns auch Anrufe, Briefe und E-Mails von Menschen, die einen festen Termin bevorzugen würden, weil sie sich davon kürzere Wartezeiten erhoffen.“ Letztlich habe man sich aber aus mehreren Gründen gegen eine verpflichtende Terminierung entschieden. „Einerseits wissen wir aus den Erfahrungen der ersten großen Impfwelle im Frühjahr, dass bis zu 20 Prozent der vereinbarten Termine ohne Angabe von Gründen einfach nicht wahrgenommen werden“, so Schindler. Dadurch seien regelmäßig größere Terminlücken und Leerlauf entstanden, in der Folge habe man die Kapazitäten des Impfzentrums nicht optimal nutzen können. Andererseits sei ein Terminierungssystem immer mit erheblichem bürokratischen Aufwand speziell für die Impfwilligen verbunden. „Man muss sich online registrieren oder telefonisch anmelden, bekommt dann nach einer oft längeren Wartefrist einen Termin zugewiesen, der häufig nicht den eigenen Wünschen entspricht – und hat bei der aktuell so starken Nachfrage zudem das Problem, dass freie Termine erst in mehreren Wochen verfügbar sind“, sagt Schindler. „Wir befürchten, dass sich viele davon abschrecken lassen und auf eine Impfung verzichten würden. Und das ist das Letzte, was wir wollen.“

Lange Warteschlangen hält Schindler – trotz des Verzichts auf Terminierungen – dennoch für vermeidbar. Allerdings sei dafür die Mithilfe der Bürgerschaft unverzichtbar. „Das Impfzentrum ist täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Wenn der gesamte Zeitraum von 13 Stunden genutzt wird, also auch die Mittags- und Abendstunden und nicht nur der frühe Vormittag und der späte Nachmittag, sollten sich die Besucherströme recht gut verteilen.“ Generell sei das Impfzentrum am Standort Messe aber auch auf einen „großen Ansturm“ gut vorbereitet, betont Schindler. „Wir haben die Wartebereiche in der geheizten Halle sehr großzügig bemessen und unter Wahrung der infektionsschutzrechtlich gebotenen Abstände 100 Sitzgelegenheiten eingerichtet. Es muss also niemand mehr frierend bei Schneeregen im Freien anstehen, um geimpft zu werden.“

Wer trotzdem einen festen Termin vereinbaren möchte, kann dies entweder und vordringlich bei seinem Hausarzt oder in der Außenstelle des Impfzentrums im Dultwachgebäude auf der Ringelstecherweise tun. Dort sind allerdings schon alle verfügbaren Termine für Erst- und Auffrischungsimpfungen bis zum 23. Dezember vergeben, sagt Schindler. Ausschließlich am Standort Ringelstecherwiese werden außerdem die Zweitimpfungen all jener Personen durchgeführt, die dort bereits ihren „ersten Stich“ erhalten haben.

Impfzentrum auf dem Messegelände
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