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Richtfest für den Neubau der Staatlichen Realschule

11.07.2022
Bauen/Entwicklung
Jugend/Bildung

Am Donnerstag hat das Richtfest für den Neubau der Staatlichen Realschule Landshut an der Fuggerstraße 2 stattgefunden. Zuvor fand ein Rundgang durch den beeindruckenden Rohbau der Schule statt.

Die Führung durch den Rohbau übernahm Architekt Sebastian Kittelberger vom Büro „dasch zürn + partner“. Zwei große Lichthöfe, viel Sichtbeton und Streckmetall im Inneren, eine von Glas und lasierter Fichte dominierte Fassade, geprägt durch umlaufende Balkone – so wird die neue Staatliche Realschule aussehen, wenn sie fertiggestellt ist. Die große Treppen- und Sitzanlage in der Pausenhalle wird ebenso aus Holz gearbeitet sein wie Türen, Wandverkleidungen und Schränke. Großzügig dimensionierte Flure, helle Klassenräume und Balkone. Neben Regel- und Fachklassenzimmern enthält das Gebäude zusätzliche Lernräume nach neuesten pädagogischen Ansätzen, wie Gruppenräume, Räume für Inklusion sowie einen Ganztagesbereich mit Mensa und Küche. Auf den breiten Fluren soll es offene Lernlandschaften geben und von den Klassenzimmern aus bietet sich ein toller Blick auf Flutmulde, Martinskirche und Burg Trausnitz. „Ein schönerer Schulstandort ist kaum zu finden“, so  Oberbürgermeister Alexander Putz beim Rundgang. Darauf ist der flügelförmige Bau auch ausgerichtet. In dieser Blickrichtung liegt die Dreifachturnhalle, deren Decke sich in einer gestaffelten Fichtenholzkonstruktion präsentiert. Die Halle verfügt über ein Galeriegeschoss, in dem Umkleiden und Waschräume untergebracht sind. Darunter sind Geräte-, Lehrer- und Nebenräume, alle jeweils den trennbaren Hallenbereichen zugeordnet.

Nach dem informativen Rundgang wurde das Richtfest schließlich gegen 15 Uhr von OB Putz offiziell eröffnet. Putz: "Bei der Planung und Umsetzung waren viele beteiligt, sie alle arbeiten Hand in Hand. Dafür möchte ich Ihnen allen herzlich danken. Alle haben einen Anteil daran, dass hier eine Schule gebaut wird, die nicht nur Platz für rund 1000 Schülerinnen und Schüler sowie für 100 Lehrkräfte hat, sondern die auch nach neuesten pädagogischen Maßstäben geplant wurde und über modernste technische Ausstattung verfügt. Ich freue mich sehr, dass das Bauvorhaben gut voranschreitet und wir in der Zeit liegen, trotz Corona und trotz Lieferproblemen infolge des Ukrainekrieges. Mögen die Arbeiten auch an den weiteren Bauabschnitten so reibungslos weitergehen."

Es folgten Grußworte von Ministerialdirigent Adolf Schicker, Leiter der Abteilung IV (Realschulen, Grundsatzfragen) im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, und von Leitendem Realschuldirektor Manfred Brodschelm, Ministerialbeauftragter für Realschulen in Niederbayern. Der offizielle Teil des Fests endete bei geselligem Beisammensein mit dem Richtspruch.

Bildergalerie zum Rundgang und Richtfest

Informationen zum Projekt:

Allgemein:

Die neue Staatliche Realschule Landshut mit sieben Zügen, einer Dreifach-Sporthalle sowie Außensportanlagen und Freiflächen entsteht derzeit im Stadtteil Münchnerau auf einer Grundstücksfläche von circa 28.000 Quadratmetern im Bereich des neu erschlossenen Gewerbegebiets „An der Fuggerstraße“. Die Schule wird langfristig bis zu 1.000 Schülerinnen und Schüler sowie mehr als 100 Lehrkräfte und weitere Angestellte beheimaten. Alle Gebäude und Außenbereiche sind barrierefrei.

Die Kosten für den Neubau belaufen sich laut genehmigter Kostenberechnung vom 22. Juli 2019 auf rund 50 Millionen Euro, im Haushalt der Stadt Landshut ist für das Bauvorhaben ein Budget von 52,5 Millionen Euro vorgesehen, wobei die Stadt mit staatlichen Fördermitteln in Höhe von 26,5 Millionen Euro rechnen kann.

Schulgebäude:

Das flügelförmige Schulgebäude verfügt über drei Geschosse (Höhe etwa 12,50 Meter) und umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 12.900 Quadratmetern. Neben den Regel- und Fachklassen sind auch zusätzliche Lernräume nach neusten pädagogischen Ansätzen vorgesehen, beispielsweise Gruppenräume, offene Lernbereiche, Räume für Inklusion sowie ein Ganztagsbereich mit Mensa und Küche. Dazu kommen Räumlichkeiten für die Schulverwaltung und die Dienststelle des Ministerialbeauftragten. Die neue Schule ist dabei nach dem Konzept der „Wanderklassen“ konzipiert: Das heißt, die Schülerinnen und Schüler haben keine festen Klassenzimmer mehr, sondern rotieren nach jeder Stunde durch das Gebäude in die jeweiligen Fachräume. Der Entwurf der offenen Schulhalle mit breiten Wegen bildet diese Bewegungsabläufe im Inneren ab und bietet durch offene und überdachte Innenhöfe spannende Blickbeziehungen. Dadurch sollen Lehrformen außerhalb der starren Raumabfolgen ermöglicht werden.

Die Pausenhalle, die sich über die großen Treppen-/Sitzanlagen bis in das erste Obergeschoss erstreckt, kann auch für schulische und außerschulische Veranstaltungen genutzt werden. Die umlaufend um das Schulgebäude geplanten Balkone und Treppen sind schließlich einerseits wesentlicher Bestandteil des Brandschutzkonzeptes, andererseits ein vorgelagerter effektiver Fassaden- und Sonnenschutz.

Sporthalle und -anlagen:

Die eingeschossige Dreifach-Sporthalle mit Galeriegeschoss ist 45 Meter lang, 37 Meter breit und neun Meter hoch. Sie liegt gegenüber dem Schulgebäude im Südosten des Grundstücks. Im Galeriegeschoss befinden sich die Umkleiden- und Waschräume, darunter die Geräte-, Lehrer- und Nebenräume. Diese sind jeweils den trennbaren Hallenbereichen zugeordnet. Die Sporthalle kann nach Süden um ein viertes Hallenfeld erweitert und auch von Vereinen genutzt werden.

Die Außensportanlagen werden ein 50 mal 90 Meter großes, um etwa einen Meter vertieftes Kunstrasenspielfeld, das direkt nördlich an die Sporthalle anschließt, umfassen. Dieses steht im Herbst und Winter Vereinen für Fußballtraining zur Verfügung. Dazu kommen ein Allwetterplatz unmittelbar an der westlichen Längsseite der Sporthalle sowie eine 130-Meter-Laufbahn in Kombination mit einer Weitsprunggrube im Osten, eine Kugelstoßanlage im Norden und einer temporären Beachvolleyballanlage im Süden der Halle.

Geplanter Bauablauf der Gebäude und Außenanlagen:

Die Maßnahme wird ein einem Zug in mehreren Zeitabschnittsstufen je Bauteil/Gebäude und Außenanlage durchgeführt. Die Errichtung des Schulgebäudes ist aufgeteilt in Bauteil A (Nordflügel) und etwas zeitversetzt Bauteil B (Südflügel), sowie wiederum zeitversetzt die Sporthalle.

Der Baubeginn erfolgte am 11. Januar 2021 mit dem Spezialtiefbau, von Februar bis Oktober 2021 schlossen sich die Erdarbeiten mit sukzessiver Auffüllung des gesamten Grundstücks (circa 48.000 Kubikmeter) an. Aufgrund der häufigen und starken Regenfälle im vergangenen Jahr dauerten diese Auffüllarbeiten länger als geplant. Von April 2021 bis Juni 2022 wurden die Rohbauarbeiten am Schulgebäude und an der Sporthalle vorgenommen. Seit Mai 2022 laufen die Gewerke zum Gebäudeverschluss („Gebäude dicht“). Im August/September 2022 beginnen die ersten Arbeiten zum Innenausbau im Bauteil A des Schulgebäudes. Die Inbetriebnahme der Schule ist zum Auftakt des Schuljahres 2024/25, also zum September 2024, geplant.

Technische Daten:

  • Grundstücksgröße circa 28.000 Quadratmeter
  • Geschossfläche Schulgebäude circa 12.900 Quadratmeter
  • Grundfläche Schulgebäude circa 4.520 Quadratmeter
  • Geschossfläche Sporthalle circa 2.320 Quadratmeter
  • Grundfläche Sporthalle circa 1.830 Quadratmeter
  • Kubatur Schulgebäude circa 55.000 Kubikmeter
  • Kubatur Sporthalle circa 15.200 Kubikmeter
  • Freiflächen mit Sportanlagen circa 21.650 Quadratmeter

Mehr Informationen des Architekturbüros

Außenansicht des Rohbaus der neuen Realschule
    • Öffnungszeiten
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Außenansicht des Rohbaus der neuen Realschule