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Häusliche Gewalt

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Gewalt gegen Frauen

 Das Recht auf ein Leben frei von Gewalt ist ein Menschenrecht. Gewalt gegen Frauen ist häufig Ausdruck eines Machtungleichgewichtes zwischen den Geschlechtern. Gewalt muss nicht ertragen werden.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Erscheinungsformen. Es beginnt mit der „alltäglichen Anmache“ und Beschimpfungen und erstreckt sich über Belästigungen und Bedrohungen bis hin zur körperlichen Gewalt in Form von Schlägen, sexueller Nötigung oder Vergewaltigung.

Mit Gewalt konfrontierte Frauen kommen aus allen sozialen Schichten mit unterschiedlichsten Bildungsniveaus und kulturellen Hintergründen. Täter können Partner, Ex-Partner, Väter, Brüder oder Kollegen sein. Die meisten Übergriffe finden dort statt, wo sich Frauen eigentlich sicher fühlen sollten, zum Beispiel in der eigenen Wohnung oder in vertrauter Umgebung. Parks und dunkle Straßen sind statistisch gesehen eher seltener Tatorte.

Besonders gefährdet sind Frauen laut wissenschaftlicher Studien, die sich von ihrem Partner trennen möchten sowie Frauen, die in ihrer Kindheit Gewalt erlitten haben.

Hilfe erhalten betroffenen Frauen 24 Stunden täglich unter folgenden Telefonnummern:

Gewalt gegen Kinder

Kinder haben das ein Recht auf gewaltfreie Erziehung (§ 1631 Abs. 2 BGB). Gewalt gegen Kinder ist im familiären Umfeld jedoch nach wie vor zu finden und nimmt jährlich zu. Die Dunkelziffer ist hoch, da sich dies meist hinter verschlossenen Türen abspielt. Über 80% der Täter sind Männer oder männliche Jugendliche.

Am häufigsten treten Kindeswohlgefährdungen in den ersten fünf Lebensjahren auf. Besondere Aufmerksamkeit ist deshalb in der frühen Kindheitsphase angezeigt. Übergänge von vagen Hinweisen bis zur akuten Gefährdung sind hier oft besonders abrupt.(BayStMas, Ärzteleitfaden) Darüber hinaus nehmen Fälle von Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie zu.

Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder beschlossen.    

Welche konkreten Hilfsangebote gibt es?

Neben der „Nummer gegen Kummer“ und dem „Hilfetelefon sexueller Missbrauch“ bündelt die Internetseite „Kein-kind-alleine-lassen“ Informationen zu Beratungsangeboten. Zudem sind die örtlichen Jugendämter auch immer Ansprechpartner.

Gewalt gegen Männer

Hierbei handelt es sich um ein weitgehend unbeachtetes und tabuisiertes Thema. Mindestens eine Million Männer in Deutschland erleiden regelmäßig häusliche Gewalt durch ihre Partnerin. Die Gründe, warum sie sich das trotz meist körperlicher Überlegenheit gefallen lassen, sind vielschichtig. Vergleichsweise wird Betroffenen hier nur wenig Hilfe angeboten.

Der „Weiße Ring“ und das Männertelefon sind hier ebenso als Anlaufstellen zu nennen wie vor Ort die LIS oder das Regionale Männerbüro.

Allgemeine Männerberatung