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Landshuter Traditionsmärkte

Das Landshuter Markt- und Dultgeschehen und die geschichtliche Entwicklung der Stadt sind von Anbeginn unzertrennlich miteinander verbunden, machen doch Handel und Kaufleute und damit der Markt das Kennzeichen der Städte aus. In Landshut dürfte der älteste Markt um die Basilika St. Martin stattgefunden haben. Erst im Zuge der Vergrößerung der Stadt scheint er direkt in die Altstadt verlegt worden zu sein. So wurde die Landshuter Bartlmädult von Herzog Heinrich dem XIV anlässlich der Gründung des Stadtteils Freyung 1339 gestiftet. Die Landshuter
Frühjahrsdult, vormals Bruderkirchweihdult genannt, wird mit der Einweihung der Dominikanerkirche 1386 in Verbindung gebracht, ist aber wahrscheinlich noch älter. Genauso wie der Landshuter Freitags-Wochenmarkt, der zumindest, was seine urkundliche Erwähnung betrifft, genauso alt ist, wie die
Bartlmädult. Aus einer Polizei- u. Preisverordnung 1246 geht aber hervor, dass er noch viel älter ist. Sie beinhaltet bereits Vorschriften über die Preisangaben und über das Verbot von Wucher und Zwischenhandel. Als Folge der Arbeitsteilung gab es viele Spezialmärkte, wie z. B. einen Schmalzmarkt in der Neustadt, einen Milch- und Kräutermarkt in der Unteren Altstadt, den Taubenmarkt im Taubengässchen, den Holzmarkt am Bischof-Sailer-Platz, den Fischmarkt in der Unteren Altstadt und viele andere.
Erhalten haben sich neben den großen Dulten und Jahrmärkten noch der Schwaigermarkt, ein täglicher Frischgemüsemarkt in der Altstadt, der alljährliche
Flohmarkt, (der größte Niederbayerns), der
Haferlmarkt, (ein origineller Töpfermarkt) und der traditionelle
Christkindlmarkt, der ursprünglich aus einer Weihnachtsdult entstanden ist und natürlich der Freitags-Wochenmarkt.
Für das wirtschaftliche Leben der Stadt waren und bleiben die Wochenmärkte die Wichtigsten. Alle Wochenmärkte fanden bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges in der Landshuter Altstadt statt, bis auf den Kartoffel- u. Krautmarkt, der in der Neustadt zwischen Schirm- und Kirchgasse abgehalten wurde. 1945 wurde der Wochenmarkt in die Freyung, 1947 auf den ehemaligen Viehmarktplatz verlegt. Im Jahre 1950 erfolgte dann die Verlegung des Freitags-Wochenmarktes in den Hofraum der ehemaligen Höhnkaserne, ab 1969 auf den Schwerreiterplatz und seit August 2008 in die Untere Neustadt.
Die Struktur des Marktes ist darauf ausgelegt, dass er in erster Linie den Erzeugern vorbehalten bleibt. Hier gibt es frische Ware auf einem grünen Markt mit einem angegliederten Kleintiermarkt, der vor allen bei den Kleinkindern sehr beliebt ist. Als einer der größten seiner Art in ganz Niederbayern ist er ein liebenswerter Markt, ein Stück Idylle, ein Ort, an dem nicht nur geprüft, verglichen und gekauft wird, sondern auch Treffpunkt für Alt und Jung. Entdecken auch Sie die Vielfalt des Marktes mit Viktualien (Käse, Fleisch- u. Fleischerzeugnisse, Eier, Brot, Butter, Geflügel, Wurst), Gärtnern (Blumen, Gebinde, Gestecke), Schwaigern (eine Landshuter Besonderheit = Gemüsebauer: sie bringen Frischgemüse, Kartoffel, Kraut und Rüben auf den Markt), Obsthändlern (Obst) und Saisonverkäufern (Beeren, Spargel, Pilze und dergleichen) – es gibt wohl kaum etwas, was in der attraktiven Palette fehlt!
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Flyer Wochenmarkt
Öffnungszeiten
Wochenmarkt: Fr 7 - 12 Uhr
ist Freitag ein Feiertag, so findet der Wochenmarkt am Donnerstag statt
Schwaigermarkt: Mo-Do, Sa 7-13 Uhr


