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Frauen fördern Frauen – auf den Weg in die Politik
"Frauen fördern Frauen" lautet das Motto des "Mentoring-Programms" der Frauen-Union Niederbayern. Es richtet sich an Frauen, die Interesse daran haben, sich politisch zu engagieren. Projektleiterin und Stadträtin Ingeborg Pongratz, begleitet von den Teilnehmerinnen – rund zehn "Mentees", besuchte am Freitag Oberbürgermeister Hans Rampf im Rathaus, um den Damen einen kurzen Einblick in die Arbeit eines Kommunalpolitikers zu geben. Auch Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein, nach 36 Jahren im Bezirkstag bayernweit der Dienstälteste, stand den Nachwuchspolitikerinnen Rede und Antwort.

Frauen – auf dem Weg in die Politik – erkundigen sich im Rahmen des FU-Mentoring-Programms, begleitet von Projektleiterin und Stadträtin Ingeborg Pongratz (rechts, sitzend), bei Oberbürgermeister Hans Rampf (Mitte) und Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein, zwei langjährigen politischen Entscheidungsträgern, über deren "politisches Tagesgeschäft".
Zum zweiten Mal initiiert die Frauen-Union Niederbayern ein Mentoring-Programm. Wie die Projektleiterin Ingeborg Pongratz sagte, solle es engagierten und motivierten Frauen, den Einstieg in die Politik ebnen. Die Teilnehmerinnen an diesem Programm, die sogenannten "Mentees", erhalten durch in der Politik erfahrene Frauen – ihren Mentorinnen – Tipps und Erfahrungen für eine erfolgreiche politische Arbeit, so Pongratz weiter.
Beim Besuch im Rathaus waren auch einige Mentorinnen mit dabei, darunter Landtagsabgeordnete Gertraud Goderbauer, zwei stellvertretende Bürgermeisterinnen und Stadt- sowie Gemeinderätinnen. Über einen Zeitraum von circa neun Monaten arbeiten Mentee und Mentorin gemeinsam an der persönlichen und politischen Qualifizierung des Mentee. Laut Pongratz nehmen in diesem Jahr jeweils 19 Mentees und Mentorinnen teil.
Auf die Frage von Oberbürgermeister Hans Rampf führte Pongratz kurz in den üblichen Programmablauf des "Mentoring-Zweier-Teams" ein: Die Mentee begleite die Mentorin zu ausgewählten politischen Aktivitäten, um so einen Einblick in das politische Tagesgeschäft zu erhalten, Strukturen und Abläufe kennen zu lernen sowie Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig werde die Mentee in die Gremienarbeit eingeführt; sie bekomme von der Mentorin Unterstützung bei der Entwicklung von konkreten persönlichen Projekten. Flankiert werde das Mentoring-Programm, ergänzte die Projektleiterin, von einem Rahmenprogramm, das unter anderem Seminare, politische Fahrten und Gespräche mit weiteren politischen Entscheidungsträgern beinhalte. Bei den Mentees als nächstes auf dem Programm steht der Besuch der zweiten Bürgermeisterin Dingolfings und selbst Mentorin, Christl Jodlbauer, sowie ein Gespräch mit Europaabgeordnetem Manfred Weber.
"Mehr Frauen in die Politik", diese Haltung unterstützt auch Oberbürgermeister Hans Rampf. Vergleichsweise mit anderen Stadtrats- beziehungsweise Gemeinde-Gremien oder, wie der Bezirkstagspräsident informierte, dem Bayerischen Städtetag mit 90 Prozent Männeranteil, nahm Rampf Bezug auf die hohe Frauenquote im Landshuter Stadtrat: Von insgesamt 44 Stadträten seien rund 40 Prozent Frauen. Unabhängig der Parteizugehörigkeit, betonte er, seien alle Stadträtinnen "überaus engagierte Frauen, die mit ihrem fundierten Wissen, ihrer Fachkompetenz und ihrem reichen Erfahrungsschatz unentbehrlich seien." Rampf lobte die Idee und die nochmalige Durchführung des Mentoring-Programms, zumal aus den Reihen des bereits vor vier Jahren gestarteten ersten Mentoring-Programms kompetente und erfolgreiche Politikerinnen hervorgegangen seien. Wie Pongratz stolz sagte, hätten von diesen Frauen fast alle den Zugang in Parteigremien geschafft.


