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Heiliggeist – Eine kurze Baugeschichte

Mit ihrem lichten Kirchenraum gehört die Landshuter Heiliggeistkirche zu den großartigsten Raumschöpfungen der Spätgotik in Altbayern.

Heiliggeist von Norden

1407, am Tag des hl. Sebastian (d.i. der 20. Januar) zu bauen begonnen, zogen sich die Arbeiten am Kirchenbau bis 1461 hin. Neben der Stadtpfarrkirche St. Martin in Landshut ist Heiliggeist die bedeutendste Schöpfung des Baumeisters Hans von Burghausen, der nachweislich seit 1406 bis zu seinem Tod 1432 in Landshut und weit darüber hinaus als Baumeister tätig war. Sein Epitaph an St. Martin gibt nicht nur eines der frühesten Baumeisterbildnisse in Deutschland, sondern darüber hinaus ein Werkverzeichnis seiner Bauten.

Inneres der Landshuter Heiliggeistkirche nach Osten

Heiliggeist stellt sich als dreischiffige Hallenkirche mit Umgangschor dar. Auf der Nordseite ist neben dem Turm als einzige Kapelle die 1411 geweihte Katharinenkapelle angebaut, auf der Südseite gegenüber dem Turm die zweigeschossige Sakristei. Zwei  schmucklose Seitenportale öffnen sich zur Nord- und Südseite, dem hohen, reich ausgezierten Westportal, das 1465 vollendet war, ist eine Vorhalle vorgelagert.

Blick aus dem nördlchen Seitenschiff in das Chorgewölbe von Heiliggeist

Nicht nur die Entscheidung für eine dreischiffige Hallenkirche mit Chorumgang bedeutete zur Zeit der Erbauung eine Neuerung, sondern auch die Ausführung mit einem Chormittelpfeiler darf als Besonderheit gelten, die sich beispielsweise in der Dingolfinger Johanneskirche und der Salzburger Franziskanerkirche wiederholt. In Landshut war der Chormittelpfeiler zur Aufnahme eines vergitterten Tabernakels bestimmt.

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