Stadt Landshut
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Das Einzelhandelsentwicklungskonzept der Stadt Landshut

Das Einzelhandelsentwicklungskonzept dient vor allem der Erarbeitung von Leitlinien für eine zielgerichtete und nachhaltige Einzelhandelssteuerung. Diese werden in Form eines Standort‐ und Sortimentskonzeptes konkretisiert. Das im Rahmen des Konzeptes erarbeitete Sortimentskonzept (sogenannte „Sortimentsliste“) stellt einen gutachterlichen Vorschlag zur künftigen Einstufung der Sortimente in Sortimente des Nahversorgungs‐, des Innenstadt‐ und den sonstigen Bedarfs dar. Mithilfe des Standortkonzeptes soll eine Funktionsteilung zwischen zentralen und dezentralen Einzelhandelslagen erfolgen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Abgrenzung zentraler Versorgungsbereiche, deren Lage, Ausdehnung und Funktion im Einzelhandelskonzept definiert wird. Die Grundlage des Standort‐ und Sortimentskonzeptes stellt die aktuelle Einzelhandelssituation in der Kommune dar, die im Rahmen der Konzepterarbeitung erhoben und ausgewertet wurde. Das Einzelhandelsentwicklungskonzept ermöglicht folglich die Steuerung des Einzelhandels auf gesamtstädtischer Ebene. Dabei stellt es zunächst eine informelle Planungsgrundlage ohne rechtliche Bindungswirkung gegenüber Dritten dar. Durch den Beschluss des Stadtratsplenums vom 18.10.2019 wurde diese informelle Planungsgrundlage zu einem Entwicklungskonzept gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB und ist damit im Rahmen der Bauleitplanung als Abwägungsgrundlage zu berücksichtigen. Als wesentlicher Aspekt bei der Einzelhandelssteuerung sind zunächst der Schutz und die Stärkung Zentraler Versorgungsbereiche zu nennen. Durch die Konzentration wichtiger Einzelhandelsbetriebe innerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches Innenstadt kann dieser nachhaltig gestärkt werden. Dies setzte jedoch die Ermittlung von Sortimenten des Nahversorgungs‐ und Innenstadtbedarfs voraus, die im Rahmen des Konzeptes festgelegt wurden. Ferner stellt auch die Sicherung des jeweiligen Baugebietscharakters eine legitime Zielsetzung der Einzelhandelssteuerung dar. Durch den generellen bzw. gezielten Ausschluss von Einzelhandel in Gewerbegebieten können diese für das produzierende und verarbeitende Gewerbe gesichert werden. Darüber hinaus waren im Rahmen des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes ebenfalls die Möglichkeiten und Perspektiven der Weiterentwicklung des Einzelhandels herauszuarbeiten und standorträumlich einzuordnen. Neben einer rein planerischen Komponente haben Einzelhandelsentwicklungskonzepte demnach immer auch eine zukunftsgerichtete Fortentwicklung von Standorten im Fokus.

 

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