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Neues aus Landshut

Mitten ins Herz – Heinrich von Kleist

Am Sonntag, 17. Februar, steht bei „Mitten ins Herz“ wieder einmal einer der großen deutschen Dichter auf dem Programm: Heinrich von Kleist. Die Matinee im Lesecafé der Stadtbücherei im Salzstadel beginnt wie üblich um 11 Uhr und dauert gut eine Stunde. Gemeinsam mit Musiker Martin Kubetz gestaltet Heinz Oliver Karbus die literarisch-musikalische Lesereihe. Der Schauspieler und Regisseur ist ein großer Verehrer der Klassiker, schon häufig hat er berühmte Dichter jener Epoche in den Mittelpunkt seiner Lesungen gestellt und seinen Zuhörern vermittelt, dass sie keinesfalls veraltet und angestaubt sind, sondern oft überraschend aktuell. Diesmal also Kleist.

Heinz Oliver Karbus (rechts) liest in der „Mitten ins Herz“-Matinee am Sonntag, 17. Dezember, Werke des Dichters Heinrich von Kleist. Musikalisch umrahmt wird die Lesung von Martin Kubetz.

 

Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder geboren. Er entstammte einem alten pommerschen Adelsgeschlecht. Nach dem Besuch des französischen Gymnasiums trat er der Familientradition folgend 1792 in das Potsdamer Garderegiment ein. 1799 beendete er seine militärische Laufbahn trotz familiärer Widerstände. Im Anschluss studierte er Philosophie, Physik, Mathematik und Staatswissenschaft. Das Studium brach er nach drei Semestern wieder ab. Es folgten unstete Jahre – er reiste viel, hatte ständig wechselnde Wohnsitze, führte ein Nomadenleben. Seine Unruhe nahm fast krankhafte Züge an und sein kleines Vermögen war bald aufgezehrt. Zwischen 1802 und 1803 lebte er als Sekretär in Weimar bei Christoph Martin Wieland. In jener Zeit knüpfte er auch Kontakte zu Goethe und Schiller. Seine prekären finanziellen Verhältnisse zwangen ihn schließlich, sich 1804 um eine Anstellung im preußischen Staatsdienst zu bewerben.
Kleists wichtigste Werke entstanden zwischen 1803 und 1811. Dazu zählen unter anderem die Dramen „Der zerbrochene Krug“, „Amphitryon“, „Penthesilea“ und „Das Käthchen von Heilbronn“ sowie die Erzählungen „Michael Kohlhaas“, „Die Marquise von O…“, „Das Erdbeben in Chili“ und seine Anekdoten.
Von seinen Zeitgenossen wurde ihm nicht die Anerkennung zuteil, die seinen Dichtungen später gezollt wurde. Er sehnte sich nach Ruhm, blieb aber ein Außenseiter im literarischen Leben seiner Epoche. War er seiner Zeit voraus, zu extrem, zu leidenschaftlich?
Nahezu mittellos, ohne literarischen Erfolg und an menschlichen Bindungen zweifelnd, wuchs in ihm eine unwiderstehliche Todessehnsucht. Am 21. November 1811 nahm sich der Dichter gemeinsam mit der unheilbar kranken Henriette Vogel am Wannsee das Leben. Im Abschiedsbrief an seine Schwester Ulrike begründete er seine Entscheidung für den Freitod so: „Die Wahrheit ist, dass mir auf Erden nicht zu helfen war.“
Heinrich von Kleist gilt als der „modernste Klassiker“ der deutschen Literatur. Sein Werk fasziniert durch seine Radikalität und Aktualität. Es trifft heute noch „mitten ins Herz“. Karten für 7 Euro sind ab sofort in der Stadtbücherei im Salzstadel erhältlich. Dort liegen auch die „Mitten ins Herz“-Programmhefte aus, denen man die weiteren Termine der Lesereihe entnehmen kann. Telefonische Reservierungen sind möglich unter Telefon 0871/ 22878.


08.02.2019

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