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Neues aus Landshut

101. Geburtstag: OB Putz gratuliert Amanda Bäumel

Exakt 365 Tage sind vergangen, seitdem Oberbürgermeister Alexander Putz die Landshuterin Amanda Bäumel traf. Am Mittwoch hatte er erneut das Vergnügen, sie wiederzusehen und sie aus demselben Grund wie vor einem Jahr zu beglückwünschen. Nämlich zu einem nicht alltäglichen Geburtstag: Stolze 101 Lebensjahre zählt Amanda Bäumel. Als sie den Oberbürgermeister sah, konnte der Empfang herzlicher nicht sein.

Auf die Gesundheit: Zu ihrem 101. Ehrentag freute sich Amanda Bäumel über den Besuch und die Glückwünsche von OB Putz (rechts) und des Leiters der Seniorenresidenz St. Jodok-Stift, Stephan Bitzinger (links), die sie gut gelaunt im Beisein ihres Sohnes Christian empfing.

 

„Genauso, wie wir es letztes Jahr ausgemacht hatten. Schön, dass Sie mich besuchen“, sagte die Jubilarin mit strahlendem Gesicht. An eben jenes Strahlen und den damaligen Besuch konnte sich Putz trotz seiner zwischenzeitlichen unzähligen Termine noch genau erinnern. „Es ist schön zu sehen und ich freue mich darüber, dass Sie sich in einem so würdigen Alter diese Fröhlichkeit bewahrt haben“, sagte Putz – um gleich hinterherzuschieben: „Sind Sie immer so gut drauf?“ Das müsse dann wohl auf ihre Natur zurückzuführen sein, entgegnete die wortgewandte Jubilarin, was der Rathauschef einmal mehr bekräftigte.
Umso treffender war auch das von OB Putz gewählte Zitat des von ihm geschätzten Autors Mark Twain, das in seinem persönlichen Geburtstagsbrief an die Jubilarin stand und aus dem er ihr neben dem Glückwunschschreiben des Ministerpräsidenten vorlas: „Das Geheimnis des Glücks ist, statt der Geburtstage die Höhepunkte des Lebens zu zählen“. Wenn man sich vor Augen führt, wieviel Amanda Bäumel, die während des Ersten Weltkrieges geboren wurde, bereits erlebt hat, kann man angesichts ihres positiven Wesens nur den Hut vor ihr ziehen.
Sogar eine schwere Operation vor wenigen Monaten, die auf ihren Wunsch hin den Umzug von ihrem Zuhause in das St. Jodok-Stift erforderlich machte, ist für sie kein Grund pessimistisch zu sein: „Mir geht’s gut. Ich bin zufrieden und brauch‘ nicht jammern“, sagte die Jubilarin, gewohnt bescheiden mit einem Lächeln auf den Lippen. Im St. Jodok-Stift hat sie sich eigenen Worten zufolge „bereits gut eingewöhnt“. Wie der Leiter der Seniorenresidenz, Stephan Bitzinger, sagte, würden sie sich auf ihrem Weg zum Spazierengehen fast täglich in der Eingangshalle begegnen. „Da rührt sich immer was“, ergänzte die belesene Jubilarin, die stets bestens über das aktuelle Zeitgeschehen informiert ist.

Optimismus und die Selbstständigkeit, die sich die gebürtige Augsburgerin bis heute beibehalten hat, ziehen sich durch ihr ganzes Leben. Bis ins hohe Alter von 75 Jahren arbeitete sie als Geschäftsführerin in einem Kfz-Zubehör-Unternehmen, bei dem sie im Jahre 1933 als Buchhalterin begann. Die Arbeit habe ihr immer viel Freude bereitet – 12-Stunden-Tage waren für sie keine Ausnahmen. Im Mittelpunkt stand für sie stets ihre Familie mit ihren beiden Kindern. Als Amanda Bäumels Mann verstarb, den sie mit 24 Jahren heiratete, war sie erst 57 Jahre alt.
Da die gebürtige Augsburgerin bis dato keinen Führerschein besaß, holte sie mit Ende 50 einfach die Prüfung nach. „Mit 88 Jahren kaufte sie sich nochmals ein neues Auto“, verriet ihr Sohn Christian. Weil sie Sorge hatte, in dem hohen Alter möglicherweise keines zu bekommen, habe sie ihn kurzerhand als Verstärkung zum Autokauf mitgenommen. Noch bis vor sechs Jahren, also im Alter von 95, fuhr sie damit jede Woche zu ihrer Tochter nach München. Und obwohl die leidenschaftliche Autofahrerin auch heute immer noch im Besitz ihres Führerscheins ist, gibt sie besonnen zu: „Toi, toi, toi – ich hatte das Glück, dass nie etwas passiert ist. Alles zu seiner Zeit, insofern: In der Schublade liegt er gut“, so die 101-Jährige. Herzhaft lachen musste sie, als der Oberbürgermeister zu bedenken gab, dass die Geschwindigkeit nichts mit dem Alter zu tun habe – innerorts 101 akzeptiere die Polizei nicht, scherzte er.
Beim Verabschieden versprachen sich beide, sich nächstes Jahr wieder zu sehen.

 

 


02.02.2019

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