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Neues aus Landshut

Mitten ins Herz am 14. Oktober: Allen Ginsberg

Nach langer Sommerpause startet am Sonntag, 14. Oktober, um 11 Uhr, im Lesecafé der Stadtbücherei im Salzstadel, die Herbstrunde der Lyrik-Reihe „Mitten ins Herz“ mit Heinz Oliver Karbus und Martin Kubetz: Auf dem Programm stehen am 14. Oktober Allen Ginsberg, am 11. November Ovid und am 9. Dezember Honoré de Balzac. Zum Auftakt im Oktober liest Oliver Karbus Gedichte und Texte des amerikanischen Dichters Allen Ginsberg, des „Urvaters“ der Blumenkinder und Hippies. Martin Kubetz findet die passenden Töne dazu und sorgt für den musikalischen Rahmen.

Der bekannte Schauspieler und Regisseur Heinz Oliver Karbus (links) liest am Sonntag, 14. Oktober, im Lesecafé der Stadtbücherei im Salzstadel Gedichte und Texte des amerikanischen Dichters Allen Ginsberg, des „Urvaters“ der Blumenkinder und Hippies. Martin Kubetz (rechts) sorgt für die musikalische Umrahmung.

 

Allen Ginsberg, geboren 1926 in Paterson, New Jersey, war der Sohn russisch-jüdischer Eltern und Absolvent der Columbia-Universität. 1954 lernte er Peter Orlovsky kennen, der bis zu seinem Tod sein Lebensgefährte bleiben sollte.
Berühmtheit erlangte Allen Ginsberg im Oktober 1955 mit der ersten öffentlichen Lesung seines Gedichtes „Howl“ in San Francisco. Auf einen Schlag wurde er zum Wortführer einer ganzen Generation. Er traf exakt den Ton der Jugend, die mit ihrem Drang zu Freiheit, Frieden, Offenheit, Musik, Drogen, sexueller Freizügigkeit und dem Hang zu fernöstlicher Mystik das puritanische Amerika erzittern ließ.
In den 40er Jahren war er auf Jack Kerouac und William S. Burroughs gestoßen. Die drei bildeten die Keimzelle der Beat Generation. Bereits in den 50ern experimentierte Ginsberg mit Drogen, ließ Haare und Bart sprießen und wurde Schüler des tibetischen Lama. Über fast vier Jahrzehnte galt er als der intellektuelle und dichtende Kopf der amerikanischen Gegenkultur. Er war die Seele der Anti-Vietnam-Proteste, engagierte sich gegen Atomwaffen, Umweltzerstörung und kämpfte gegen die Diskriminierung Homosexueller. 1997 starb er mit 70 Jahren – auf der Höhe seines Ruhms in New York. Sein Gedicht „Howl“, das 1955 noch für einen Skandal und öffentliche Erregung gesorgt hatte, ist heute Pflichtlektüre an allen Colleges und als Meilenstein der amerikanischen Literatur anerkannt. Am Ende seines Lebens war Allen Ginsberg ein respektabler und renommierter Literaturprofessor.
Von der Kraft, der jazzartigen Rhythmik und der Sinnlichkeit seiner Dichtung ließen sich bekannte Musiker wie zum Beispiel Bob Dylan, Leonard Cohen und die Beatles mitreißen und inspirieren.

Wer jetzt auf diesen ungewöhnlichen und unangepassten Dichter neugierig geworden ist, ist zur ersten Matinee-Lesung in diesem Herbst im Salzstadel eingeladen.
Karten für 7 Euro sind ab sofort im Vorverkauf in der Stadtbücherei im Salzstadel erhältlich und können unter Telefon 0871/22878 reserviert werden.


14.09.2018

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