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Neues aus Landshut

Sturzfluten: OB Putz verschafft sich Bild der Lage

Ein schweres Unwetter mit stundenlangem Starkregen hat am Dienstagabend und in der Nacht auf Mittwoch besonders den Osten der Stadt Landshut heimgesucht. Am Vormittag machten sich Oberbürgermeister Alexander Putz und Baureferent Johannes Doll vor Ort selbst ein Bild der Lage. Dabei wurde deutlich: Neben Schweinbach, wo in der Nacht rund 50 Anwohner des Wolfsbacher Wegs für einige Stunden evakuiert werden mussten, hat es vor allem die Bewohner von Attenkofen und Stallwang besonders hart getroffen.

Der Landshuter Osten wurde von einem Unwetter mit sintflutartigem Regen besonders hart getroffen.

 

Dort fluteten Wassermassen viele Häuser, Keller, Hallen und ganze Hofstellen. Auch zahlreiche Straßen und Wege wurden überspült und waren gestern Vormittag noch teils zentimeterhoch mit Schlamm, Kies und Geröll bedeckt. Bemerkenswert: Die meisten Anwohner, mit denen Putz und Doll ins Gespräch kamen, nahmen die schwierige Situation relativ gelassen hin, verzichteten auf Schuldzuweisungen und machten sich bereits an die Aufräumarbeiten – wofür der Oberbürgermeister den Betroffenen höchsten Respekt zollte: „Eine solche Einstellung ist wirklich bewundernswert. Wo die Stadt kann, werden wir den Betroffenen im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen.“
 
Auslöser für die regelrechten Sturzfluten, die sich durch Schweinbach, Attenkofen und Stallwang ergossen, waren nach Einschätzung des Baureferats und des Wasserwirtschaftsamts die ungewöhnlich großen Regenmengen, die binnen weniger Stunden zusammenkamen. Anwohner in Attenkofen und Stallwang bestätigten das: Sie berichteten Putz gegenüber unter Berufung auf eigene Messungen von 120 bis 130 Litern Regen, die zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen pro Quadratmeter gefallen seien. Das wäre rund das anderthalbfache des Niederschlags, der normalerweise für den gesamten Monat Juni zu erwarten wäre. So viel Wasser konnten die Böden nicht aufnehmen. Das nicht versickernde Oberflächenwasser schoss daher förmlich die Hänge hinab.
 
Die von der Stadt in den vergangenen Jahren für mehrere Millionen Euro und mit hoher Förderung des Freistaats angelegten Regenrückhaltebecken, die insbesondere Schweinbach und Schönbrunn schützen sollen, erfüllten nach Einschätzung der Fachstellen ihren Zweck: Sie liefen voll und speicherten insgesamt etwa 100.000 Kubikmeter Wasser. „Jeder kann sich ausrechnen, was passiert wäre, wenn sich diese Massen auch noch in den Schweinbach ergossen hätten“, sagte Putz. Insofern hätten die Rückhaltebecken deutlich größere Schäden verhindert, die Investition habe sich also gelohnt. Zusätzliche Verbesserungen sind übrigens schon fest geplant: Weitere Hochwasserschutzmaßnahmen sehen neben eines Ausbaus des Unteren Schweinbachs noch weitere solcher Becken vor, die in den nächsten Jahren gebaut werden sollen.
 
Selbst damit hätten sich die Überflutungen diesmal aber wohl nicht verhindern lassen, sagt Doll. Denn: „Das Problem war in diesem Fall weniger der Schweinbach als vielmehr das Wasser, das direkt von den Hängen gekommen ist und sich seine Bahn über Straßen, Wege und Gräben gesucht hat.“ Diese Gefahr könne man trotz aller Schutzmaßnahmen leider nie ganz ausschließen. „Bei solchen Regenmengen ist man dann irgendwann einfach machtlos.“
 
Natürlich tut die Stadt aber alles, um den Hochwasserschutz weiter zu optimieren. So läuft derzeit die Angebotseinholung für ein Sturzflutmanagement, Landshut nimmt dabei eine Vorreiterrolle in Bayern ein. Entsprechende Förderzusagen des Freistaats wurden bereits erteilt. Die Umsetzung wird allerdings eine Zeit dauern. Insgesamt verspreche man sich davon natürlich wichtige punktuelle Verbesserungen, ein Allheilmittel sei aber auch das Sturzflutmanagement nicht, so Doll: „Bei derart außergewöhnlichen Regenereignissen wird es auch in Zukunft punktuell zu Problemen kommen, denen man im Vorfeld trotz aller Bemühungen leider nicht umfassend begegnen kann.
 


13.06.2018

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