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Neues aus Landshut

„Führerschein zum Mitmischen in Deiner Stadt“

Ein druckfrisches Exemplar des neuen, fast 500 Seiten zählenden, Vhs-Programms hat am Freitagvormittag die Vhs-Spitze Oberbürgermeister Alexander Putz im Rathaus überreicht. Schon das Titelbild verrät die Intention: „Mit unserem neuen Programm möchten wir vor allem auch junge Leute ansprechen“, so der Geschäftsführer der Volkshochschule Landshut (Vhs), Matthias Treiber: Besonders, wenn es um das Thema „politische Bildung“ geht. Hier hat sich die Vhs ein besonderes Programm-Schmankerl einfallen lassen und greift damit gleichzeitig auch eine Herzensangelegenheit von Oberbürgermeister Alexander Putz auf.

(v.l., sitzend) Vorstandsmitglied Joachim Flache, Vhs-Geschäftsführer Matthias Treiber, OB Alexander Putz, 1. Vors. Josef Obermaier; (v.l., hintere Reihe) Schatzmeister Dr. Mathias Graf, Schriftführer Robert Kloss, die beiden stv. Vhs-Geschäftsführer Robert Backhausen u. Katrin Weinzierl, der 2. Vors. Magnus Wager.

 

„Politik“, vor allem für viele jungen Menschen ein sperriger, oft abstumpfender Begriff. Das möchte die Vhs mit ihrem neuen Programm ändern. Neben den klassischen Themen beziehungsweise Kursangeboten im kulturellen und berufsbildenden Bereich geht es, gerade in Hinblick auf das Wahljahr 2017, auch um „politische Bildung“. Dabei steht weniger die Vermittlung theoretischer Kenntnisse im Mittelpunkt, sondern vielmehr eine praxisorientierte „Politik zum Anfassen“.

Wie das gehen soll, das erklärte der Geschäftsführer Matthias Treiber: Beispielsweise mit einem „Demokratieführerschein“, einem außerschulischen Konzept, mit dem junge Menschen ein selbstgewähltes Anliegen aktiv in der Politik vor Ort verfolgen, quasi ein Führerschein zum Mitmischen in der Stadt. Kommunalpolitik sei wie Autofahren, sagte Treiber: Eine „Fahrstunde“ erleichtere das Zurechtfinden im kommunalpolitischen Verkehr. Plakativ wolle die Vhs vermitteln, was die eigenen Anliegen und Bedürfnisse mit der Politik vor Ort zu tun haben und wie man diese in die Politik miteinbringen könne.

Bei Oberbürgermeister Alexander Putz lief Treiber damit geradewegs in offene Arme: „Ganz grandios. Mit diesem Thema sprechen Sie mir aus dem Herzen“, betonte er und sicherte seine vollste Unterstützung zu. Angedacht seien Besuche von Stadtratssitzungen der Stadt oder, wie Putz selbst vorschlug, offene Diskussionsrunden mit dem Oberbürgermeister persönlich. „Dafür werde ich immer Zeit haben“, zeigte sich der Rathauschef begeistert: „Politik findet unmittelbar vor der Haustüre statt. Es ist ein Ort, an dem ausgemacht wird, wie wir miteinander leben wollen“ – dies auf spannende Art und Weise nicht nur begreifbar, sondern vor allem auch greifbar zu machen, sei angesichts des schwindenden Politikinteresses überaus notwendig, so Putz: „Vor Ort sind wir dafür verantwortlich, das zu ändern!“

Wenn es um das Thema Bildung geht, möchte die Stadt gemeinsam mit der Vhs fest an einem Strang ziehen, das wurde beim Termin einmal mehr deutlich. Was zudem das jüngste Beispiel „Umweltstation der Stadt“ zeigt, die kürzlich von der Umweltministerin staatlich anerkannt wurde; hier haben die Vhs und die Stadt eine Kooperation für Angebote rund um die Umweltbildung geschlossen, zum Beispiel zum Thema „plastikfrei leben“. Darüber hinaus bietet das neue Programm ein breites Potpourri an Angeboten zu Kunst und Kultur, Gesellschaft und Leben, Gesundheit und Fitness, wie die stellvertretende Geschäftsführerin Katrin Weinzierl informierte. Rund um das Thema berufliche Bildung gibt es laut ihrem Kollegen Robert Backhausen vielfältige Kurse, etwa Bewerbungscoachings, Benimm-Kurse oder wie man „neue Medien“ gewinnbringend nutzt. Der erste Vorsitzende Josef Obermaier hob zudem die Weiterbildungsmöglichkeiten der Altenpflegeschule und der Fremdsprachenschule hervor, die ebenfalls Teil der Vhs sind.

„Ein Blick in das neue Programm zu werfen, lohnt sich allemal“, appelliert Alexander Putz, auch aus eigener Erfahrung: Er selbst hat so manch Vhs-Angebot wahrgenommen, unter anderem zu Themen wie Literatur oder Philosophie; ein Weinkurs war auch darunter. „Lebenslanges Lernen ist eine persönliche Bereicherung“, so der Oberbürgermeister: „Mit Ihrem Angebot treffen Sie stets den Puls der Zeit. Machen Sie weiter so!“


20.01.2017

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