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Neues aus Landshut

Gesamtkriminalität sinkt 2017 um 15 Prozent

Polizeivizepräsident Anton Scherl hat am Montag im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs den Sicherheitsbericht 2017 für die Stadt Landshut an Oberbürgermeister Alexander Putz überreicht. Erfreulich, so Scherl, sei der erneute Rückgang der Gesamtkriminalität - ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße - in der Stadt Landshut von 6.352 Straftaten in 2016 auf 5.369 Straftaten (minus 15,5 Prozent) im Jahr 2017. Die über den niederbayerischen Trend hinausgehende, sehr positive Entwicklung sei umso bemerkenswerter, als Landshut nach wie vor stark wachse, betonte Scherl.

Gute Nachrichten von der Polizei: Die Gesamtkriminalität in Landshut ist 2017 um 15,5 Prozent gesunken. Der positive Trend zieht sich durch beinahe alle Bereiche. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Gewaltkriminalität um 20 Prozent.

 

OB Putz merkte an, dass die gefühlte Realität bei vielen Bürgern dennoch eine andere sei. „Umso wichtiger ist es, einerseits weiter hohe Polizeipräsenz zu zeigen, was natürlich eine entsprechende Personaldecke voraussetzt. Andererseits müssen wir diese erfreulichen Zahlen und Fakten aber auch selbstbewusst kommunizieren“, sagte der Rathauschef. „Sie zeigen, dass sich die Sicherheitslage in unserer Stadt auf hohem Niveau sogar weiter verbessert hat – und das in einem Aufführungsjahr der Landshuter Hochzeit, in dem wir hunderttausende Gäste mehr in der Stadt hatten.“

Den positiven Trend belegen auch zahlreiche weitere Statistiken des Sicherheitsberichts. Zum Beispiel die Häufigkeitszahl, ein wichtiger Index für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung: Sie sank erneut von 9.178 auf 7.667 Delikte pro 100.000 Einwohner. Landshut weist damit als größte Stadt des Regierungsbezirks typischerweise zwar eine im niederbayernweiten Vergleich hohe Belastungszahl auf. Diese liegt jedoch, verglichen mit den Werten der letzten zehn Jahre, deutlich unter dem Mittelwert (9.473,6) und etwa auf dem Niveau von Straubing, so Helmut Eibensteiner, Leiter der Polizeiinspektion Landshut. Mit einer Aufklärungsquote von 68,0 Prozent liegt Landshut außerdem auch in dieser Kategorie über dem gesamtbayerischen Wert von 66,8 Prozent.

Im Bereich der Gewaltkriminalität ist die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten von 315 Delikten im Vorjahr auf 252 Delikte (minus 20 Prozent) deutlich gesunken. Dieser Trend beruht maßgeblich auf dem Rückgang der Fallzahlen im Deliktsbereich „gefährliche und schwere Körperverletzung“.  Positiv ist auch die Entwicklung im Bereich der Diebstahlskriminalität. Hier sind die registrierten Fälle von 1.933 Delikte in 2016 auf 1.578 Delikte im Berichtsjahr (minus 18,4 Prozent) zurückgegangen. Ebenfalls rückläufig sind die Zahlen im Bereich der Straßenkriminalität. Wurden im Jahr 2016 noch 1.211 Fälle registriert, waren es in 2017 noch 1.012 Fälle (minus 16,4 Prozent). Zur sogenannten Straßenkriminalität werden alle im öffentlichen Raum begangenen Straftaten wie Sachbeschädigungen und Körperverletzungen gezählt.

Dem niederbayernweiten Trend entsprechend ging im Berichtsjahr die Zahl der Wohnungseinbrüche auch in Landshut zurück. Wurden 2016 noch 61 Einbrüche gemeldet, waren es in 2017 um 40 Einbrüche weniger (minus 65,5 Prozent). Diese erfreuliche Entwicklung scheint sich, wenn man die ersten Monate des Jahres betrachtet, 2018 jedoch nicht fortzusetzen, sagte Eibensteiner. „Wir sind noch nicht über den Berg“, bestätigte Scherl. „Wir müssen deswegen dranbleiben.“ Bemerkenswert sei, dass in Landshut inzwischen beinahe die Hälfte der Diebstahlsdelikte im Versuchsstadium stecken blieben. „Da wirken sich offensichtlich nicht zuletzt die Vorkehrungen, die viele Bürger gegen Einbrecher getroffen haben, positiv aus“, so Scherl. „Je länger ein Täter braucht, um in die Wohnung zu gelangen, desto höher wird nämlich sein Risiko, erwischt zu werden. Wenn der Einbruch zu lang dauert, geben deswegen viele auf.“

Getrübt werden die vielen guten Zahlen jedoch durch die Zunahme der Delikte im Bereich der Rauschgiftkriminalität, die von 442 Fällen in 2016 auf 476 Fälle im Berichtsjahr anstiegen (plus 7,7 Prozent). Zu berücksichtigen ist, dass es sich bei dem Deliktsbereich überwiegend um Kontrolldelikte handelt. Das heißt, es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den polizeilichen Kontrollerfolgen und dem Fallaufkommen. Naturgemäß ist außerdem das sogenannte Dunkelfeld, also der Polizei nicht bekannt gewordene Taten, hoch. Besonders tragisch: In Landshut gab es 2017 gleich fünf Drogentote zu beklagen (2016: 0), auch niederbayernweit seien die Zahlen stark angestiegen. Scherl nutzte das Sicherheitsgespräch deshalb zu einem eindringlichen Appell gegen die politisch immer wieder diskutierte Freigabe von Cannabis: „Das wäre das völlig verkehrte Signal und würde langfristig zu noch mehr Drogentoten führen.“ Eine Einschätzung, die Oberbürgermeister Putz teilt: „Ich bin ebenfalls gegen eine Freigabe von Cannabis und habe in diesem Punkt eine andere Meinung als die Mehrheit in meiner Partei.“

Die Verkehrsunfallstatistik weist schließlich für das Stadtgebiet Landshut im Jahr 2017 insgesamt 2.977 Verkehrsunfälle aus (3.037 in 2016). Erfreulich ist, dass keine Verkehrsunfalltoten verzeichnet werden mussten. Bei den 2.977 registrierten Verkehrsunfällen wurden 534 Personen verletzt. Die alkoholbedingten Verkehrsunfälle nahmen von 39 im Jahr 2016 auf 46 Verkehrsunfälle zu. Insgesamt ereigneten sich acht Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss, drei mehr als im vergangenen Jahr. Die Anzahl der Unfälle mit überhöhter Geschwindigkeit stieg um 4,4 Prozent nur leicht auf 47 Verkehrsunfälle. Neben den 213 Fahrradunfällen (211 in 2016) ereigneten sich im Landshuter Stadtgebiet insgesamt 92 Wildunfälle (69 in 2016).


Abschließend betonte Polizeivizepräsident Scherl, dass die niederbayerische Polizei auch in Zukunft alles daran setzen werde, die objektive Sicherheit zu erhöhen und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. Der Kontakt mit den Bürgern und die gute Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden seien für eine optimale Polizeiarbeit notwendig. Einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherung und Ordnung im Stadtgebiet Landshut leisten nach seinen Worten auch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Sicherheitswacht, die erst kürzlich in Landshut ihr 20-jähriges Bestehen feiern konnten. Dies schaffe die notwendige Basis für die gute Sicherheitslage in Niederbayern, so Scherl.

 
Oberbürgermeister Putz schloss sich den Worten Scherls an und sicherte seitens der Stadt Landshut seine vollumfängliche Unterstützung zu. „Helmut Eibensteiner und allen Polizistinnen und Polizisten, die in unserer Stadt hervorragende Arbeit zum Schutz der Bürgerschaft leisten, gilt mein herzlicher Dank.“  


17.04.2018

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