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Neues aus Landshut

Nachbericht Gasflaschenfund: Einsatz beendet

Der Einsatz zur Bergung und Beseitigung der in der Oberndorfer Straße in Landshut aufgefundenen Gasflaschen konnte mit der Sprengung der letzten Flasche am Abend des 27. März beendet werden. Damit endete für die Landshuter Feuerwehr sowie für viele weitere involvierte Feuerwehren und Hilfskräfte ein fast 13-tägiger Einsatz. Während an den ersten Tagen (15/16/17 März) das Hauptaugenmerk der Einsatzkräfte auf der Evakuierung und Sicherung des Areals an der Oberndorfer Straße lag, so konzentrierten sich die Arbeiten mit Beginn der Sprengarbeiten auf eine Kiesgrube im nördlichen Landkreis Landshut.

Der Einsatz zur Bergung und Beseitigung der in der Oberndorfer Straße in Landshut aufgefundenen Gasflaschen konnte mit der Sprengung der letzten Flasche am Abend des 27. März beendet werden.

 

Die Evakuierungsaktion begann für die Feuerwehr, die Polizei, das THW, die Rettungsdienste und diverse Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Donnerstagabend. Wie schon beim Bombenfund an der Flutmulde wurden alle betroffenen Bewohner vorab informiert und unterwiesen. Parkplätze wurden vorab gesperrt. Nach einer kurzen Nacht begann dann am Freitag die Evakuierung und Sperrung des Areals rund um das ehemalige Hentschelgrundstück. Nachdem die Evakuierung gegen 9:00 abgeschlossen war, konnten die Sprengmeister mit ihrer mühevollen Kleinarbeit beginnen. Im Erdreich tauchten dann weit mehr als die ursprünglich festgestellten rund 30 Flaschen – am Ende waren es 133 alte Gasflaschen – auf. Der Kampfmittelräumdienst schaffte es dennoch auch mit Arbeiten bei Dunkelheit, die Flaschen alle bis Samstagabend bergen zu können. Während dieser Zeit standen permanent Rettungskräfte bereit, um im Notfall sowohl bei einem Brandausbruch als auch bei anderweitigen Komplikationen oder Verletzungen einschreiten zu können. Anschließend konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren und die Sperren wurden aufgehoben. Doch damit war der Einsatz noch nicht beendet. Nun galt es, alle als potentiell gefährlich bzw. alle nachweislich noch gefüllten Flaschen sachgerecht zu sprengen und zu entsorgen. Dafür wurde eine abgelegene Kiesgrube im nördlichen Landkreis Landshut ausgesucht. Täglich wurde fortan in dieser Kiesgrube Flasche für Flasche sorgfältig gesprengt.

Dass diese Vorsichtsmaßnahmen von Anfang bis Ende vollauf gerechtfertigt waren, zeigt nun die Bilanz nach Abschluss der Sprengungen. Von 133 Flaschen mussten 98 gesprengt werden. Weitere neun Flaschen, in denen sich Ammoniak, Schwefeldioxid und zweimal ein nicht näher definierbares Gasgemisch befanden, mussten als Sondermüll entsorgt werden. Bei den gesprengten Flaschen waren nachweislich noch rund ein Dutzend mit Acetylen, Sauerstoff und Propan gefüllt. Zwei gefüllte Propangasflaschen und zwei volle Acetylengasflaschen gingen bei der Sprengung sogar in einem großen Feuerball in die Luft. Für die Sprengmeister und Wachmannschaften sowie für die umliegenden Flächen bestand jedoch auf Grund des abgelegenen Sprengplatzes keine Gefahr.

Seitens der Feuerwehr Landshut waren während der Evakuierung und Räumung des Grundstückes rund 30 Einsatzkräfte vor Ort. Wähernd der Sprengung wurde die Absicherung des Brandschutzes täglich durch jeweils 10-15 Mann der Feuerwehren Furth, Arth und Schatzhofen sichergestellt, die Landshuter Feuerwehr unterstützte die Sprengarbeiten mit einem Messtrupp. Geleitet wurde der komplette Einsätz in Landshut vom im Vorfeld als Örtlichen Einsatzleiter bestimmten Stadtbrandrat Gerhard Nemela, der von Stadtbrandinspektor Martin Dax unterstützt wurde. Die Einsatzleitung im Landkreis hatten Kreisbrandinspektor Johann Haller und der Kommandant der FFW Furth Stephan Bach inne. Die Landshuter Feuerwehr dankt an dieser Stelle allen Bürgerinnen und Bürgern für deren Verständnis sowie den zusätzlich beteiligten Feuerwehren, Hilfsorganisationen und der Stadtverwaltung für die lange und gute Zusammenarbeit.

Allen beteiligten Einsatzkräften aus Stadt und Landkreis sowie den Mitarbeitern der Verwaltungsbehörden gilt dazu ein besonderer Dank des Oberbürgermeisters Alexander Putz.


28.03.2018

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