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Neues aus Landshut

Mit 103 Jahren: „Brav ist mein Normalzustand“

Dass die Dame, die auf dem Foto neben Oberbürgermeister Alexander Putz sitzt, gerade 103 Jahre alt geworden ist, mag man ob ihres Aussehens kaum glauben. Und lernt man sie erst persönlich kennen – dann gleich zweimal nicht. Anna Drengler heißt die Jubilarin, die am Donnerstag im Senioren- und Pflegeheim St. Jodok Stift diesen besonderen Geburtstag feierte. Welch große Freude ihr der Oberbürgermeister mit seinem Besuch bereitete, betonte sie gleich mehrmals: „Ich freue mich sehr und bin stolz darauf, dass Sie mich besuchen“.

Mit 103 Jahren humorvoll und unheimlich sympathisch: Oberbürgermeister Alexander Putz beglückwünschte die Jubilarin Anna Drengler zu ihrem besonderen Ehrentag.

 

Neben seinen persönlichen Glückwünschen und einem Blumenpräsent brachte der Rathauschef auch ein Geschenk des Bayerischen Ministerpräsidenten – eine Tischdecke mit einem Emblem des Freistaats Bayern – für Anna Drengler mit. Was sie dabei besonders freute: Dass sich OB Putz die Zeit nahm, ihr das dazugehörige Anschreiben vorzulesen. Aufmerksam lauschte die 103-Jährige Putz‘ Worten, klatschte schließlich in ihre Hand und betonte lächelnd: „Wie schön! Es ist mir eine große Freude“. Die gegenseitige Sympathie spiegelte sich im gemeinsamen Gespräch wieder, bei dem Anna Drengler einen kleinen Einblick in ihr erfülltes Leben gewährte.

Geboren ist die gelernte Hauswirtschafterin in Lauingen an der Donau, eine Stadt im schwäbischen Landkreis Dillingen. Im Jugendalter führte sie ihr Weg nach München, wo sie eine Anstellung als Hauswirtschafterin beim General der Volkspolizei und seiner Gattin fand. Wie aus ihren Erzählungen deutlich zu spüren war, übte Anna Drengler ihren Beruf leidenschaftlich gerne und mit großem Einsatz aus. Als der General mit seiner Familie schließlich nach Landshut abgeordnet wurde, offerierte man ihr, nach Niederbayern mitzukommen. So fand sie – wenige Jahre nach der Heirat ihres Mannes Ignaz noch vor dem Zweiten Weltkrieg im Alter von 20 Jahren – in der Stadt Landshut eine neue Heimat. Über 80 Jahre ist das nun her. „Es geht mir gut in Landshut und ich fühle mich hier sehr zuhause“, sagte sie zu Oberbürgermeister Alexander Putz, der sich über Anna Drenglers Worte sehr freute. In Niederbayern hat sich die gebürtige Schwäbin laut eigenen Aussagen sehr schnell zurecht gefunden: Dank ihres lieben Mannes – „ein braver, echter Niederbayer“, ergänzte die Jubilarin, der vor etwa 20 Jahren im Alter von 86 Jahren verstarb. Er war im Landgestüt tätig; 90 Pferde galt es zu versorgen, die teils auch bei der Landshuter Hochzeit eingesetzt wurden, erinnerte sie sich. Auch ihr Mann habe bei der „LaHo“ mitgewirkt, unter anderem als „Kaiserlicher Banner-Träger“, wie Anna Drengler stolz sagte. Was der 103-Jährigen noch besonders in Erinnerung geblieben ist, als sie nach Landshut zog, sind „Kartoffelbankerl“ (Fingernudeln). Ein Wort, das bis dato auch Oberbürgermeister Alexander Putz nicht geläufig war. „Hier habe ich gelernt, wie man die macht“, sagte sie und erklärte OB Putz kurz, der aufmerksam zuhörte, wie man diese zubereitet und dass es sich um eine traditionelle „Bauernspeise“ handele.

Aus der Ehe mit ihrem Mann gingen zwei Töchter hervor. Der St. Jodok Stift, in dem sie sich eigenen Aussagen zufolge sehr wohlfühlt, ist seit elf Jahren ihr Zuhause. Mit der Aussage, dass „man sich halt anständig aufführen muss“, brachte sie den Rathauschef und auch die Pflegedienstleiterin Roswitha Nitzl ordentlich zum Lachen. Schließlich, schoss die zweifache Oma und fünffache Uroma lächelnd hinterher, „bin ich wohl erzogen und brav ist mein Normalzustand“. „Wenn man sieht, wie Sie lachen und so gut gelaunt dieses hohe Alter erreichen – da geht einem richtig das Herz auf“, sagte OB Putz. Mit Blick auf ihr Leben, ergänzte Anna Drengler, habe sie allerlei Gutes und Böses, Schlimmes aber auch viel Schönes erleben dürfen. Ein erster Schicksalsschlag ereilte sie bereits als kleines Mädchen im Alter von drei Jahren, also vor 100 Jahren, als ihr Vater während des Ersten Weltkrieges in Frankreich fiel. Der Glaube habe ihr in ihrem Leben stets Kraft gegeben: „Mit Gottes Hilfe schafft man das alles!“


09.03.2018

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