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Neues aus Landshut

"Mitten ins Herz" am 1. Oktober mit Hilde Domin im Mittelpunkt

Nach langer Sommerpause startet am Sonntag, 1. Oktober, um 11 Uhr, im Lesecafé der Stadtbücherei im Salzstadel die literarisch-musikalische Reihe „Mitten ins Herz“ in die zweite Runde des Jahres. Gewidmet ist die erste Matinee-Lesung im Herbst der Lyrikerin, Autorin und Übersetzerin Hilde Domin.

Der Schauspieler und Regisseur Heinz Oliver Karbus liest aus dem Werk der deutsch-jüdischen Dichterin, deren Lyrik von ihren eigenen Erfahrungen lebt und in der Mut und Hoffnung die zentralen Themen sind. Wie immer, trägt der Musiker Martin Kubetz mit seinen sensiblen Eigenkompositionen dazu bei, die Stimmung der Gedichte zu intensivieren.

Die erste Matinee-Lesung der Reihe „Mitten ins Herz“ am Sonntag, 1. Oktober, im Lesecafé der Stadtbücherei im Salzstadel mit Schauspieler und Regisseur Heinz Oliver Karbus (rechts) und Musiker Martin Kubetz ist der Lyrikerin, Autorin und Übersetzerin Hilde Domin gewidmet.

 

Hilde Domin wurde am 27. Juli 1909 in Köln als Hilde Löwenstein geboren. Aufgewachsen in einem großbürgerlichen jüdischen Elternhaus studierte sie zuerst Jura, später Philosophie und politische Wissenschaften in Heidelberg, Köln und Berlin. In Voraussicht der NS-Machtergreifung wanderte sie 1932 mit dem Archäologiestudenten Erwin Walter Palm nach Italien aus. Hier verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt zunächst mit Sprachunterricht und Übersetzungen. Ein darauf folgendes Studium in Florenz und Rom schloss sie 1935 summa cum laude ab. 1936 heiratete sie Erwin Walter Palm.
Da 1939 auch in Italien die Juden zu Staatsfeinden erklärt wurden und dort kein Aufenthaltsrecht mehr genossen, flohen die Palms über Paris nach Großbritannien, im Sommer 1940 weiter über Kanada nach Santo Domingo.
In der Dominikanischen Republik war Hilde Palm vorerst „eine großartige Sekretärin“ für ihren Ehemann, übersetzte und tippte seine Arbeiten, dokumentierte seine Studien, bis sie Mitte der 40er Jahre aus seinem Schatten heraustrat und begann, sich eine eigene künstlerische Existenz aufzubauen. Sie schrieb – vor allem Gedichte. Das Schreiben wurde ihr zur Rettung, besonders nach dem Tod ihrer Mutter. Sie sagt über sich selbst in jener Zeit: „Ich war eine Sterbende, die gegen das Sterben anschrieb“.
1954 kehrte sie mit ihrem Mann nach 22 Jahren Exil nach Deutschland zurück. Nach der Rückkehr intensivierte sie ihre schriftstellerische Tätigkeit und veröffentlichte Gedichte unter dem Pseudonym „Domin“. Sie nannte sich nach dem Namen der Insel, auf der sie Zuflucht gefunden hatte und auf der ihr Dichterleben begann.
1959 erschien ihr erster Gedichtband „Nur eine Rose als Stütze“. Neben Gedichten schrieb sie Erzählungen, den Roman „Das zweite Paradies“, Essays und literaturwissenschaftliche Abhandlungen. Hilde Domin wurde mit unzähligen Auszeichnungen geehrt.
Sie starb am 22.Februar 2006 in Heidelberg.
Hilde Domins Gedichte erscheinen einfach, ihre Aussagen sind eindringlich, aber gerade in dieser Klarheit und Einfachheit liegt der Zauber ihrer Dichtung. Bei ihren Lesungen trug die Dichterin jedes ihrer Gedichte zweimal vor, sie tat das, was niemand schöner als sie selbst ausdrücken könnte.

Karten für 7 Euro sind im Vorverkauf in der Stadtbücherei im Salzstadel erhältlich oder telefonisch zu reservieren unter Telefon 0871/22878.


20.09.2017

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