Bild: Stadt Landshut
RSS-FeedSchreibenSeite drucken
| Hilfe
Startseite       Pfad:  / Startseite / Pressedetails

Neues aus Landshut

Hildegard Lotter: 105 Jahre und „ein Phänomen“

Einen überaus besonderen Ehrentag durfte Oberbürgermeister Alexander Putz jüngst miterleben. Nämlich den von Hildegard Lotter. Unglaubliche 105 Jahre alt ist sie am Freitag geworden. Damit ist die Jubilarin die zweitälteste Bürgerin der Stadt. Oberbürgermeister Alexander Putz ließ es sich nicht nehmen, Hildegard Lotter persönlich zu beglückwünschen.

Hildegard Lotter blickt auf 105 Lebensjahre zurück – stolz auf die zweitälteste Bürgerin Landshuts ist auch Oberbürgermeister Alexander Putz, der ihr zu diesem besonderen Ehrentag gratulierte. (Von links) Olga Miller, OB Putz, Hildegard Lotter mit ihrer Tochter Hannelore, Heimleiterin Kerstin Däullary und Schwiegersohn Helmut.

 

In ihrem Zimmer im Caritas Alten- und Pflegeheim St. Rita angekommen, staunte er nicht schlecht, als er die 105-Jährige sah und sich mit ihr unterhielt. „Es ist beneidenswert, wie fit Sie sind“, sagte er. „Lieber Herr Oberbürgermeister, ich freue mich so, dass Sie hier sind“: Auch Hildegard Lotter genoss den Besuch sichtlich und lachte mit dem OB förmlich um die Wette. Im Gepäck hatte der Rathauschef auch ein Geschenk des Ministerpräsidenten, das er stellvertretend übergab. Beim gemeinsamen Auspacken kam eine Porzellan-Schale mit Bayernwappen zum Vorschein. „So viele schöne Geschenke und Überraschungen“, sagte sie dankend und schoss in Bezug auf Seehofer gleich hinterher: „Wir kennen uns zwar nicht, aber wir lieben uns. Wenn ich ihn im Fernsehen sehe, winke ich ihm immer zu und sage ‚Hallo Horsti‘“, scherzte sie und outete sich als großer Seehofer-Fan. Ihren Humor und ihre positive Grundeinstellung brachte Hildegard Lotter auch bei der Frage des Oberbürgermeisters nach ihrem Rezept für ein solch gesegnetes Alter zum Ausdruck. Ihre Antwort: „Na, das finde ich ja selber komisch. Mein Arzt sagt immer, ich sei ein Phänomen“, entgegnete sie Putz mit einem Lächeln. Den ein oder anderen „willkommenen Tipp“ für den Oberbürgermeister gab es dann aber doch noch: Hin und wieder ein Tröpfchen Jägermeister oder Eierlikör und zum Essen ein Bierchen. „Das stärkt von innen heraus und gibt Kraft“, sagte sie mit den Augen zwinkernd. Aber auch die täglichen zehnminütigen Gymnastik-Einheiten, die sie dem OB kurzerhand vorführte, dürften nicht fehlen. Dabei streckte sie ihre Arme abwechselnd nach oben und an die Seite und ergänzte: „Bin bis heute noch eine Sportskanone.“
„Das Leben bringt dies und jenes, aber sich an den kleinen Dingen zu erfreuen, das mache das Leben erst lebenswert“, so Hildegard Lotter weiter.

Im Alten- und Pflegeheim St. Rita lebt die heute 105-Jährige erst seit drei Jahren. Zuvor wohnte die selbstständige Jubilarin etwa zehn Jahre in einer betreuten Wohnanlage. Geboren ist sie 1912 in Stettin. Ihre Heirat führte die damals 25-Jährige nach Bayern. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Bereits früh war Lotter gemeinsam mit ihren beiden damals noch sehr jungen Kindern auf sich alleine gestellt, denn ihr Mann starb im Alter von 40 Jahren. „Sie hatte ein bewegtes Leben“, erinnert sich ihre Tochter Hannelore Binder. Die alleinerziehende Mutter hatte stets das Wohl der Familie, vor allem von uns Kindern im Blick“, sagte sie stolz, die sich gemeinsam mit ihrem Mann Helmut und ihrer Schwester liebevoll um die 105-Jährige kümmert.
Auf einem großen Landgut aufgewachsen machte Hildegard Lotter vor allem das Reiten große Freude. Pferderennen sowie Theaterbesuche gehörten ebenfalls zu ihren Hobbys. Sie beteiligte sich gerne am gesellschaftlichen Leben und ist mit ihren Kindern viel gereist. Die Stadt Landshut, wie Hildegard Lotter selber sagt, „liebe ich sehr“. „Hier zieht es einen immer wieder her“, ergänzte sie. Ihre Leidenschaft gilt zudem der Poesie; Gedichte schreibt sie für ihr Leben gern. Laut Heimleiterin Kerstin Däullary wird Hildegard Lotter auch angesichts ihrer Lebenserfahrung hochgeschätzt: Denn mit ihrer aufgeschlossenen und herzlichen Art ist sie sowohl für die Bewohner als auch das Pflegepersonal der „Kummerkasten“. „Frau Lotter hat immer einen guten Rat parat. Sie tut uns so gut“, so Däullary. Und wie wohl sich die 105-Jährige im Altenheim St. Rita fühlt, machte sie im Gespräch immer wieder mit einem Kompliment an das „sehr fürsorgliche Personal“ deutlich.

Zum Abschied traf Oberbürgermeister Alexander Putz mit Hildegard Lotter eine Vereinbarung: Nämlich, „dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen. Ich hoffe, dass sie weiterhin so strahlen wie heute“, sagte Putz. Hildegard Lotter willigte freudig ein und ließ den Oberbürgermeister freilich nicht ohne einen passenden Spruch auf den Lippen gehen: „Sie sind schon ein flotter Junge.“


19.09.2017

Veranstaltungskalender

zurück vor
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1234
567891011
12131415161718
19202122
23
2425
262728
Veranstaltung melden

Wetter

Weitere Dienste