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Neues aus Landshut

LaHo: Sicherheitskonzept vorgestellt

Der ausrichtende Verein „Die Förderer“ e.V., die Polizei und die Stadt Landshut haben am Dienstag im Rathaus die Grundzüge des Sicherheitskonzepts für die Ende Juni beginnende Landshuter Hochzeit vorgestellt. Dieses beinhaltet eine deutliche Ausweitung der Videoüberwachung des Zehr-, Lager- und Turnierplatzes auf der Ringelstecherwiese und der Hochzeitszug-Strecke durch die Innenstadt. Außerdem planen die Polizei und der Veranstalter gegenüber der Aufführung 2013 mit mehr Sicherheitspersonal, sei es in Uniform oder in Zivil. Auch Sanitäts- und Rettungsdienste werden wie üblich mit großem Personaleinsatz vor Ort sein.

 

Neu ist bei der diesjährigen Aufführung der Landshuter Hochzeit, dass zu allen Veranstaltungen, die nur mit Eintrittskarten zugänglich sind, generell keine Taschen und Rucksäcke mehr mitgebracht werden dürfen. Das sehe die an allen Veranstaltungsorten geltende Hausordnung vor, sagte „Förderer“-Vorsitzender Dr. Ernst Pöschl. Für die öffentlichen Bereiche, etwa die Innenstadt außerhalb der Tribünen, ist ein solches Verbot zwar nicht vorgesehen. Polizei und Stadt appellieren aber an alle Besucher, auf die Mitnahme freiwillig zu verzichten. Außerdem ist nach Pöschls Worten mit verschärften Einlasskontrollen am Zehr- und Lagerplatz zu rechnen. Der beauftragte Sicherheitsdienst werde dabei zumindest zeitweise von Polizisten unterstützt. „Wir rechnen mit dem Verständnis unserer Gäste – zumal man Maßnahmen dieser Art von anderen Veranstaltungen wie etwa dem Oktoberfest bereits gewöhnt ist.“

Aus Sicherheitsgründen werden laut Helmut Eibensteiner, Leiter der Polizeiinspektion Landshut, an den vier Festsonntagen die Zufahrtswege zu Alt- und Neustadt vor und während des Hochzeitszugs mit mobilen Sperren blockiert. Sonntags ab 10 Uhr werden in Alt- und Neustadt während der Landshuter Hochzeit generell keine Kraftfahrzeuge mehr fahren dürfen. Das Ordnungsamt der Stadt hat in Abstimmung mit der Polizei zusätzlich verfügt, dass Fahrräder nur noch an den ausgewiesenen Standplätzen abgestellt werden dürfen, um „Stolperfallen“ zu vermeiden. Und: Die an der Zugstrecke ausschließlich erlaubten, einfachen Sitzgelegenheiten (Klappstühle und ähnliches) dürfen nicht zusammengekettet werden, um Rettungskräften jederzeit den ungehinderten Zugang zum jeweiligen Einsatzbereich zu ermöglichen. Sperriges Mobiliar (zum Beispiel Tische oder Sofas) ist entlang der Zugstrecke ohnehin verboten.
„Veranstalter, Sicherheitsbehörden und Stadt arbeiten seit vielen Monaten an diesem Sicherheitskonzept“, sagte Oberbürgermeister Alexander Putz. Mit dem Ergebnis sei er sehr zufrieden: „Ich finde, wir sind nun optimal vorbereitet und können guten Gewissens feststellen, dass wir alles Menschenmögliche getan haben, um die Sicherheit der vielen Besucher zu gewährleisten.“ Er habe keine Zweifel, dass die Bürger für die mit den umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen einhergehenden Unannehmlichkeiten – etwa für das Rucksackverbot und längere Wartezeiten wegen der Einlasskontrollen – großes Verständnis haben werden. „Eine hundertprozentige Sicherheit kann es heutzutage aber leider trotz aller Vorsichtsmaßnahmen niemals geben“, sagte Putz. Und Ernst Pöschl ergänzte: „Ein Sicherheitskonzept ist immer ein lebendes Konstrukt, das sich weiterentwickelt. Das haben wir in wie üblich sehr guter Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, der Polizei und allen Hilfsdiensten auch in diesem Aufführungsjahr getan.“

Grund zu übertriebener Sorge gebe es freilich nicht, betonte Helmut Eibensteiner, Leiter der Polizeiinspektion Landshut. „Die sogenannte abstrakte Gefährdungslage in Deutschland ist zwar unverändert hoch. Aber derzeit liegen uns keine konkreten Hinweise vor, dass sich die allgemeine Sicherheitslage bezüglich der Landshuter Hochzeit verändert hätte.“ Aus Sicht der Polizei gebe es deswegen „keinerlei Gründe, vom Besuch der Landshuter Hochzeit mit all ihren Veranstaltungen abzusehen“. Die Polizei wird übrigens an den Sonntagen durch das Social-Media-Team des Polizeipräsidiums Niederbayern einsatzbegleitende Öffentlichkeitsarbeit über Facebook und Twitter (Opens external link in new windowwww.facebook.com/polizeiNiederbayern bzw. Opens external link in new windowwww.twitter.com/polizeiNB- auch ohne Registrierung einsehbar!) betreiben.


30.05.2017

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