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Neues aus Landshut

Ost-Süd-Umfahrung: Das will Landshut

Mit Schreiben an die Regierung von Niederbayern hat Oberbürgermeister Alexander Putz die vom Stadtrat beschlossene Stellungnahme im Rahmen des Raumordnungsverfahrens zur künftigen Trassenführung der B15neu eingereicht. Darin wird unter anderem skizziert, wo die geplante Ost-Süd-Umfahrung Landshuts nach den Vorstellungen der Stadt ungefähr verlaufen sollte und wie der von Putz seit Jahren geforderte Straßenringschluss um die Stadt aussehen könnte (siehe dazu beigefügte Grafik).

Grafik zum von der Stadt bevorzugten Trassenverlauf der Ost-Süd-Umfahrung Landshuts/B15neu (Quelle: Stadt Landshut)

 

Die Stadt spricht sich in ihrer Stellungnahme dafür aus, die B15neu vom Fernstraßenkreuz mit der A92 bei Ohu zunächst vierstreifig über die Isar bis zur B299 bei Berggrub zu führen. Auf diese Weise erhielte Landshut „eine leistungsfähige, auch für den überregionalen Verkehr bedeutende Ost-Süd-Umfahrung, die insbesondere die Situation auf der stark belasteten Konrad-Adenauer-Straße spürbar entspannen würde“, sagt Putz: „Davon würden nicht nur die staugeplagten Autofahrer und Berufspendler aus dem Großraum Landshut profitieren, sondern vor allem auch tausende Anwohner, die teils seit Jahrzehnten unter der Lärm- und Abgasbelastung leiden.“ Im weiteren Verlauf Richtung Geisenhausen sollte die B15neu dann nach den Vorstellungen der Stadt der bestehenden Trasse der B299 folgen, die dafür vierstreifig ausgebaut werden müsste.
Während die Stadt insoweit also der sogenannten Trassenvariante 1b folgt, wird hinsichtlich der Südumfahrung Landshuts eine Lösung auf Basis des Planfalls 1a bevorzugt. Dieser sieht eine zweistreifige Spange von der Einmündung der B15neu in die B299 bei Berggrub bis zur B15alt südwestlich der Stadt vor. Allerdings soll diese Umfahrung noch etwas nördlicher als in der Planungsvariante vorgesehen auf die bestehende B15 treffen, denkbar ist dafür der Abschnitt zwischen Preisenberg und Grammelkam. Von einer solchen stadtnahen Südumfahrung verspricht sich Putz – wie die Stadtratsmehrheit – eine deutlich größere Verkehrsentlastung für Landshut, allen voran für Achdorf und die Veldener Straße, als von einer südlicheren und damit stadtferneren Trasse etwa durch das Vilstal. Außerdem wäre eine derartige Südumfahrung laut Putz auch als Teil des von ihm angestrebten Straßenringschlusses um Landshut bestens geeignet. Dafür freilich wäre nach Ansicht des Oberbürgermeisters auch eine Westumfahrung nötig, über die die Landshuter – einen Erfolg des derzeit laufenden entsprechenden Bürgerbegehrens vorausgesetzt – womöglich bereits im kommenden Herbst erneut abstimmen könnten.
Der nun angepeilte Straßenringschluss in Form einer Kombination aus stadtferner Ost-Umfahrung mit stadtnaher Südumfahrung und stadtnaher Westtangente wurde übrigens unter anderem auch auf Anregung des heutigen Oberbürgermeisters Alexander Putz bereits 2015 im Rahmen des Dialogforums zur Ost-Süd-Umfahrung hinsichtlich seiner Entlastungswirkung für die Anwohner untersucht. Demnach würde die Konrad-Adenauer-Straße dadurch täglich um 8800, die Veldener Straße um 9200 und die Luitpoldstraße um 5300 Fahrzeuge entlastet. Das Fazit der Gutachter: Diese Kombination bringe „die optimale Entlastungswirkung des Stadtgebiets und besonders von Kumhausen“.


19.05.2017

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