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BEV bekennt sich zu Landesleistungszentrum

„Wir haben großes Interesse daran, dass unser Landesleistungszentrum für Eishockey dauerhaft in Landshut bleibt“: Diese frohe Kunde überbrachte Dieter Hillebrand, langjähriger Präsident des Bayerischen Eissport-Verbands (BEV), Oberbürgermeister Alexander Putz anlässlich eines Besuchs im Rathaus. Der BEV-Boss sparte nicht mit Lob für die Stadt: „Wir finden hier bei den diversen Lehrgängen unserer Auswahlmannschaften, aber auch bei den Fortbildungsangeboten für unsere Trainer stets ideale Bedingungen vor. Deswegen hat der Standort Landshut für den BEV Priorität.“

BEV-Geschäftsführer Anton Weitl (von links) und Präsident Dieter Hillebrand (Mitte) mit Oberbürgermeister Alexander Putz und Stadtdirektor Andreas Bohmeyer

 

Die Bedeutung, die das bayerische Landesleistungszentrum auch bundesweit für den Eishockeysport genießt, kann dabei kaum überschätzt werden. Denn der BEV, der mit rund 107.000 Mitgliedern der mit weitem Abstand größte deutsche Eissport-Landesverband ist, bringt nach wie vor die meisten Nationalspieler hervor. Das beweist laut Hillebrand am besten ein Blick auf den Kader des Herren-Nationalteams bei der WM 2017: „Rund 75 Prozent aller deutschen WM-Teilnehmer wurden in bayerischen Vereinen ausgebildet und haben damit in ihrer Jugend in aller Regel auch viele Auswahllehrgänge im Landesleistungszentrum absolviert.“
Von den optimalen Rahmenbedingungen in Landshut profitieren die Talente des heimischen EVL natürlich in ganz besonderem Maße – was der BEV mit Freude registriert. Die Qualität der Landshuter Ausbildungsarbeit darf dabei laut Hillebrand und BEV-Geschäftsführer Anton Weitl nicht am Abschneiden der mittlerweile aus finanziellen Gründen in die drittklassige Oberliga abgerutschten Profis gemessen werden. Ein wesentlich besserer Maßstab sei die konstant hohe Zahl an Auswahlspielern in den diversen Jugendteams des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und in der Herren-Nationalmannschaft. In deren Kader für die WM 2017 standen mit Tobias Rieder und Gerrit Fauser zwei Landshuter Eigengewächse, dazu kam mit Felix Schütz ein weiterer Stürmer, der seine Profi-Karriere im Alter von 17 Jahren beim damaligen Zweitligisten EVL begonnen hat. Der Trainerstab des Nationalteams ist ohnehin ganz fest in Landshuter Hand: Bundestrainer Marco Sturm entstammt wie sein „Co“ Christian Künast der EVL-Talentschmiede. Die hat mit Tom Kühnhackl, der 2016 und 2017 mit den Pittsburgh Penguins zweimal den Stanley-Cup – also die Meisterschaft in der nordamerikanischen Profiliga NHL – gewann, außerdem auch den derzeit wohl höchstdekorierten deutschen Eishockeyspieler hervorgebracht.
Diese lange Liste an aktuellen Beispielen für die erfolgreiche Landshuter Eishockey-Talentförderung beeindruckte OB Alexander Putz sehr: „Der Stellenwert der Nachwuchsförderung, die an unserem Standort durch den BEV, aber auch und vor allem durch den EVL geleistet wird, ist der breiten Öffentlichkeit meiner Meinung nach gar nicht voll bewusst“, sagte der Rathauschef. „Wir müssen diese großartige Arbeit deswegen zusammen mit Verein und Verband künftig noch besser nach außen darstellen.“ Das ist dem OB insbesondere deswegen ein Anliegen, weil in der seit Jahren schwelenden Diskussion um die dringend nötige Instandsetzung des in die Jahre gekommenen Eisstadions allzu oft nur über die Eishockey-Profis des EVL gesprochen werde. „Damit wird man der Bedeutung des Eissportzentrums überhaupt nicht gerecht“, so Putz. „Wenn wir als Stadt nun viele Millionen Euro für die Sanierung der Eishalle in die Hand nehmen, dann tun wir das vor allem auch für den Jugend- und Breitensport.“
Von diesen Modernisierungsmaßnahmen werden – ebenso wie von der bereits für 2018 geplanten, etwa 1,6 Millionen Euro teuren Erneuerung des Kabinentrakts – natürlich auch der BEV und seine Sportler profitieren. Nicht zuletzt deswegen versprachen Präsident Hillebrand und Geschäftsführer Weitl, sich weiterhin mit aller Kraft bei den zuständigen staatlichen Stellen um Fördermittel zugunsten des Landesleistungszentrums Landshut zu bemühen
Im laufenden Jahr machte sich dieses Engagement bezahlt: Der Freistaat gewährt dem Landesleistungszentrum einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von rund 80000 Euro. „Das ist eine rundum positive Nachricht, über die wir uns sehr freuen“, so Putz, der hofft, dass aus der einmaligen eine dauerhafte staatliche Förderung wird. „Solche Signale, die positiven Rückmeldungen des Verbands und natürlich die sportlichen Erfolge des EVL gerade in der Nachwuchsarbeit bestärken uns als Stadt in unserer Auffassung, dass der Eishockeysport in Landshut auch künftig die größtmögliche Bühne erhalten sollte.“

 

 


23.08.2017

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