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Hilfe

Psychisch Kranke, Unterbringung

Wer psychisch krank oder infolge Geistesschwäche oder Sucht psychisch gestört ist und dadurch in erheblichem Maß die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet, kann gegen oder ohne seinen Willen in einem psychiatrischen Krankenhaus oder sonst in geeigneter Weise untergebracht werden. Unter den vorgenannten Voraussetzungen ist die Unterbringung insbesondere auch dann zulässig, wenn jemand sein Leben oder in erheblichem Maß seine Gesundheit gefährdet.

Was muss ich sonst noch wissen?

Die Unterbringung darf nur angeordnet werden, wenn die Gefährdung nicht durch weniger einschneidende Mittel, insbesondere durch vorhandene vorsorgende, begleitende und nachsorgende Hilfen abgewendet werden kann.

Eine erhebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kann gegeben sein bei

  • Gefährdung von Personen z.B. durch Körperverletzung, Randalieren, Gewalttätigkeit, Sexualdelikte
  • Gefährdung von Vermögen z.B. durch Brandstiftung, Beschädigung von Gebäuden oder anderen Vermögensgegenständen


Selbstgefährdung liegt vor, wenn jemand z.B. durch einen Suizidversuch sein Leben gefährdet.

Eine erhebliche Gesundheitsgefährdung kann gegeben sein bei ziellosem Umherirren durch Erfrieren, Verhungern, Überfahrenwerden im Straßenverkehr; ebenso bei Verweigerung von Nahrungsaufnahme, erforderlicher Behandlung, Medikamenteneinnahme. Zweck der Unterbringung ist, die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung zu beseitigen; zugleich ist der Untergebrachte nach Maßgabe dieses Gesetzes wegen seiner psychischen Erkrankung oder Störung zu behandeln, um ihm ein eigenverantwortliches Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Im Regelfall wird bei Vorliegen der Voraussetzungen ein Unterbringungsverfahren beim Vormundschaftsgericht eingeleitet. Ist aufgrund der Umstände zu besorgen, dass eine gerichtliche Entscheidung nicht mehr rechtzeitig ergeht, um einen für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung drohenden Schaden zu verhindern, so kann die zuständige Behörde die sofortige vorläufige Unterbringung anordnen und - ggf. mit Hilfe der Polizei - vollziehen.

In unaufschiebbaren Fällen kann die Polizei den Betroffenen ohne Anordnung der zuständigen Behörde in ein psychiatrisches Krankenhaus einliefern. Die näheren Einzelheiten regelt das Unterbringungsgesetz.

Was muss ich bereit halten?

Tatsachenbericht in Schriftform oder zur Niederschrift, aus dem sich die konkrete Gefahr für die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ergibt.

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Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
von 8.00 - 12.00 Uhr

Montag bis Donnerstag
von 14.00 - 16.00 Uhr

Ansprechpartner

Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt

Amtsleitung Fritz van Bracht
Luitpoldstraße 29a, Zimmer 311
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 13 00
Fax: 0871 - 88 17 86
E-MailInternetauftritt
 

Polizeiinspektion Landshut, Tel. 0871 - 92 52-0