Stadt Landshut
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Stickstoffdioxid

Allgemeines

Die Luft stellt eines der wichtigsten Allgemeingüter der Gesellschaft dar, daher kommt der Erfassung, Erhaltung und Verbesserung der Luftqualität eine große an Bedeutung zu. Zum Zwecke der repräsentativen Erfassung der Luftqualität betreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt seit 1974 das sogenannte „Lufthygienische Landesüberwachungssystem Bayern“ - kurz auch als LÜB bezeichnet. Derzeitig umfasst das LÜB 54 Messstation, welche unterschiedlichste lufthygienische Parameter wie Feinstaub- und Stickoxidkonzentration kontinuierlich aufzeichnen und somit eine landesweite Überwachung der Luftqualität sicherstellen.

 

Stickstoffdioxid

Stickstoffdioxid gehört zur Stoffgruppe der Stickoxide und ist mit anderen Schadstoffen - wie zum Beispiel Feinstaub - ein wichtiger Indikator für die Qualität der Luft. Bei Stickstoffdioxid handelt es sich um ein Gas, welches aus einem Stickstoff- und zwei Sauerstoffmolekülen besteht.

 

Gesundheitsrisiken

Stickstoffdioxid weist unterschiedliche gesundheitliche Wirkungen auf. Möglich sind Reizungen und Entzündungen der Atemwege, Bronchitis sowie im Extremfall Lungenödeme. Langfristig kann das Risiko für Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkte erhöht werden. Ebenso können Allergien verstärkt oder die Entstehung von Asthma begünstigt werden.

 

Immissionsgrenzwerte

Für Stickstoffdioxid hat der Gesetzgeber durch die 39. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung, auf die menschliche Gesundheit bezogene, Immissionsgrenzwerte festgelegt. Für den Schutz der menschlichen Gesundheit beträgt der einzuhaltende - über eine Stunde gemittelte - Immissionsgrenzwert 200 µg/m³. Hierbei sind 18 Überschreitungen dieses Wertes im Kalenderjahr zulässig. Der einzuhaltende Jahresmittelwert beträgt 40 µg/m³.

Aktuelle Situation im Stadtgebiet Landshut

Im Stadtgebiet Landshut wird eine LÜB-Messstation an der Podewilsstraße betrieben. Diese zeichnet neben meteorologischen Größen - wie Temperatur und Luftfeuchte - die lufthygienischen Parameter Feinstaub- und Stickoxidkonzentration auf.

Stickstoffdioxid: Stundenmittelwerte der letzten 48 Stunden.

Diagramm Stickstoffdioxidbelastung

Herkunft von Stickstoffdioxid

Wie bei anderen Luftschadstoffen sind die Quellen der Stickstoffdioxidbelastung vielseitig. Man unterscheidet generell zwischen natürlichen und anthropogenen (menschlich bedingten) Ursachen.

 

Bei folgenden natürlichen Prozessen wird Stickstoffdioxid freigesetzt:

  • Gewitter
  • Vulkanausbrüche
  • Waldbrände

 

Anthropogene Quellen von Stickstoffoxiden sind hingegen unter anderem:

  • industrielle Feuerungsanlagen (z. B. Braun- und Steinkohlekraftwerke),
  • Feuerungsanlagen von Privathaushalten (z. B. Holzfeuerstätten),
  • Straßenverkehr und Schienenverkehr (Abgase aus Verbrennungsmotoren)

 

Minderungsmaßnahmen bei erhöhter Stickstoffdioxidbelastung

An Tagen mit erhöhter Stickstoffdioxidbelastung sollte das Autofahren auf das unbedingt erforderliche Maß eingeschränkt werden. Zusatzheizungen wie beispielsweise Kamine sollte man zu dieser Zeit nicht betreiben. Speziell bei Holzöfen ist auf optimale Verbrennungsbedingungen zu achten.

Weitere Dienste

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
von 8.00 - 12.00 Uhr

Montag bis Donnerstag
von 14.00 - 16.00 Uhr

Ansprechpartner

Fachbereich Umweltschutz / Fachbereichsleitung

Katharina Oßner
Luitpoldstraße 29a
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 14 96
Fax: 0871 - 88 17 82
E-Mail
 

Fachbereich Umweltschutz / Immissionsschutz, Abfallwirtschaft

Katharina Bukenberger
Luitpoldstr. 29a
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 15 97
Fax: 0871 - 88 17 82
E-Mail