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Feinstaub

Die Luft stellt eines der wichtigsten Allgemeingüter der Gesellschaft dar. Daher kommt der Erfassung, Erhaltung und Verbesserung der Luftqualität ein sehr hohes Maß an Bedeutung zu. Zum Zwecke der repräsentativen Erfassung der Luftqualität betreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt seit 1974 das sogenannte "Lufthygienische Landesüberwachungssystem Bayern" - kurz auch als LÜB bezeichnet. Derzeitig umfasst das LÜB 54 Messstationen, welche unterschiedlichste lufthygienische Parameter wie z.B. Feinstaub- und Stickoxidkonzentration kontinuierlich aufzeichnen und somit eine landesweite Überwachung sicherstellen.

 

Parameter Feinstaub

Feinstaub ist mit anderen Parametern wie beispielweise Stickstoff- und Schwefeldioxid ein bedeutender Indikator für die Beurteilung der Luftqualität. Feinstäube sind dabei eine Teilmenge des Schwebstaubes. Die Definition des Feinstaubegriffs geht auf die US-amerikanische Umweltbehörde zurück. Letztere führte Ende der achtziger Jahre den sogenannten PM-Standard, das bedeutet eine Kategorisierung des Feinstaubs anhand der Partikelgröße, ein. Wichtig ist dabei vor allem der PM10-Standard, also die Partikelmenge, welche einen aerodynamischen Durchmesser von 10 µm oder kleiner aufweist. Ab dieser Größe werden die Staubpartikel nur teilweise durch die Schleimhäute und Härchen im Nasenbereich zurückgehalten.

 

Gesundheitsrisiken

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Feinstäuben sind vielschichtig, da die Partikel in Abhängigkeit von ihrer Größe in verschiedenste Bereiche des menschlichen Körpers eindringen können - hierbei gilt: je feiner desto weiter. Extrem kleine Partikel können über die Lungenbläschen bis in den Blutkreislauf gelangen. Krankheitsbilder reichen von Reizungen und Atemwegsentzündungen bis hin zu verstärkten Ablagerungen in den Blutgefäßen.

 

Immissionsgrenzwerte

In der 39. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung sind Immissionsgrenzwerte für Feinstaub und andere Schadstoffe festgelegt. Für den Schutz der menschlichen Gesundheit beträgt der seit 01.01.2005 einzuhaltende - über 24 Stunden gemittelte - Immissionsgrenzwert für die Partikelkategorie PM10 (Feinstaub) 50 µg/m³. Hierbei sind 35 Überschreitungen dieses Wertes im Kalenderjahr zulässig.

Aktuelle Situation im Stadtgebiet Landshut

Im Stadtgebiet Landshut wird eine LÜB-Messstation an der Podewilsstraße betrieben. Diese zeichnet neben meteorologischen Größen - wie Temperatur und Luftfeuchte - die lufthygienischen Parameter Feinstaub- und Stickoxidkonzentration auf.

Feinstaub-PM10: Tagesmittelwerte und gleitende 24-Std.-Mittelwerte von heute und den letzten 5 Tagen können folgender Grafik entnommen werden
(Quelle: Bayer. Landesamt für Umwelt  -  Link zur Originalseite siehe unter "Weiterführende Informationen")

Diagramm Feinstaubbelastung

Historie

Anzahl der Überschreitungen des Immissionsgrenzwerts für PM10 (Tagesmittelwert) im jeweiligen Jahr, bei 35 zulässigen Überschreitungen pro Jahr:

2014:   10

2015:    5

 

Quartalsweise Darstellung der Feinstaubbelastung (Tagesmittelwerte)

1. Quartal 2014

2. Quartal 2014

3. Quartal 2014

4. Quartal 2014

1. Quartal 2015

2. Quartal 2015

3. Quartal 2015

4. Quartal 2015

1. Quartal 2016

2. Quartal 2016

 

Luftqualität in Abhängigkeit der Feinstaubkonzentration (Jahresprofil)

Jahresprofil 2015

Herkunft von Feinstäuben

Die Quellen der Feinstaubbelastung sind vielseitig. Man unterscheidet zwischen natürlichen und anthropogenen (menschlichen bedingten) Quellen. Außerdem unterscheidet man zwischen primären und sekundären Feinstäuben. Erstere entstehen direkt bei bestimmten natürlichen und technischen Prozessen. Die Bildung letzterer wird hingegen erst durch gewisse Vorläufersubstanzen möglich. Solche Vorläufersubstanzen können ebenfalls natürlichen oder menschlichen Ursprungs sein. Die folgenden natürlichen Prozesse verursachen Feinstaubemissionen bzw. setzen Vorläufersubstanzen frei:

  • Gesteinserosion
  • Pflanzen (Pollen)
  • Seesalz (Gischt und Trocknung)
  • Vulkanausbrüche
  • Waldbrände

 

Anthropogene Quellen von Feinstäuben sind hingegen unter anderem:

  • industrielle Feuerungsanlagen (z. B. Braun- und Steinkohlekraftwerke)
  • industrielle Fertigungsprozesse (z.B. Metall- und Stahlerzeugung)
  • Feuerungsanlagen von Privathaushalten (z. B. Öl- und Holzfeuerstätten)
  • Straßenverkehr (z. B. Brems-, Kupplungs- und Reifenabrieb, Rußpartikel aus Dieselmotoren)
  • Schienenverkehr (z. B. Brems- und Schienenabrieb)
  • Feuerwerke (regelmäßig Grenzwertüberschreitung nach dem 31.12.)

 

Minderungsmaßnahmen bei erhöhter Feinstaubbelastung

Vor allem an Tagen mit erhöhter Feinstaubbelastung sollte ein aktiver Beitrag zur  Verringerung dieser Luftverschmutzung geleistet werden. Es sollte daher besonders zu diesen Zeiten das Autofahren - speziell mit dieselbetriebenen Kraftfahrzeugen - eingeschränkt werden. Da ein erheblicher Anteil des lokalen Feinstaubs durch den Betrieb von Holzöfen entsteht, muss diesbezüglich verstärkt auf optimale Verbrennungsbedingungen geachtet werden. Auf den Betrieb von Zusatzheizungen wie offenen Kaminen sollte in solchen Situation generell verzichtet werden.

Weitere Dienste

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
von 8.00 - 12.00 Uhr

Montag bis Donnerstag
von 14.00 - 16.00 Uhr

Ansprechpartner

Fachbereich Umweltschutz / Fachbereichsleitung

Stefan Jahn
Luitpoldstraße 29a, Zimmer 418
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 14 96
Fax: 0871 - 88 17 82
E-Mail
 

Fachbereich Umweltschutz / Abfallwirtschaft

Martin Kunze
Luitpoldstr. 29a, Zimmer 401
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 15 97
Fax: 0871 - 88 17 82
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