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Der Biber - Castor fiber

Der Biber
Der Biber

 

In Bayern war der Biber schon fast ganz ausgerottet. Der Mensch hat ihn gejagt und auch gegessen. Doch nach der Unterschutzstellung und die Wiedereinbürgerung gibt es in Bayern wieder 12.000 Biber und in Landshut sogar fast 100. Der Biber ist nun streng geschützt und darf nicht getötet oder gestört werden. Nur wenn er erhebliche Schäden verursacht, kann eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, damit dieser zum Abschuss freigegeben wird.

Der Biber ist das zweitgrößte Nagetier der Erde und wird bis zu 1,30m lang. Er wird bis zu 20kg schwer, manchmal sogar auch 30kg. Zusammen mit den Eltern leben die Jungtiere der letzten beiden Jahre, wobei die Familie ein Leben lang zusammen bleibt. Diese leben an einem Bach oder Fluss, aber auch in Baggerseen, Teichen und Altwässern.

Das bis zu 7km lange Revier ist eher schmal, da sich der Biber meist nie weit vom Wasser wegbewegt. Die nachtaktiven Tiere sind tagsüber in ihrer Burg zu finden. Falls der Wasserstand in ihrem Revier zu niedrig wird, wissen sich die fleißigen Tiere gut zu helfen und bauen Dämme. Ihre Burgen können über drei Meter hoch und bis zu zehn Meter breit werden. Sie bauen stets mehrere Bauten in ihrem Revier, wobei sie nur einen für den Winter ausrüsten. Die Dämme sind in Bayern meist nur klein mit einer Breite von ein bis zwei Metern und einer Höhe von einem Meter. Es gibt jedoch auch Dämme, die bis zu hundert Meter lang sind.

Der Biber als Vegetarier findet das ganze Jahr über etwas zu fressen und gegen den Glauben vieler Menschen hält er keinen Winterschlaf. Er bewegt sich bei kalten Temperaturen nur wesentlich langsamer.

Damit der Biber beim Schwimmen sehen, hören und atmen kann, liegen die Nase, die Ohren und die Augen auf einer Linie. Wenn der Biber tauchen muss, um in seinen Bau zu gelangen, kann er die Nase und die Ohren verschließen. So gut wie der Biber hören und riechen kann, so schlecht kann er sehen: er ist farbenblind und kurzsichtig. Mit seinem Schwanz, der Biberkelle, kann er im Wasser steuern. Auch stützt sie ihn beim Sitzen und ist Energiespeicher im Winter. Wenn er mit diesem laut aufs Wasser schlägt, ist dies das Zeichen für Gefahr und die anderen Familienmitglieder können fliehen. Bei Gefahr kann der Biber bis zu 20 Minuten unter Wasser bleiben, wobei er normalerweise nur zwei bis fünf Minuten abtaucht.

Oft wird der Biber mit Bisam, Nutria oder Fischotter verwechselt. Viele der Löcher im Deich oder Uferabbrüche sind von dem Bisam oder Nutria verursacht und nicht vom Biber.

Trotz kaum natürlicher Feinde, wächst die Population nicht immer weiter, da der Lebensraum begrenzt ist. Maximal kann eine Population 15 bis 20 % wachsen.

Die Vorteile des Bibers:
- Biberteiche halten Nährstoffe ab, halten Sedimente zurück und reinigen das Wasser
- In den Lebensräumen läuft das Wasser bei Starkregen langsamer ab, was ein Beitrag zur Kappung der Hochwasserspitze ist
- In der Trockenzeit kommt das Wasser, das durch Dämme zurückgehalten wird, auch den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen zugute
- Durch den Rückstau entsteht auch neues Grundwasser

 

Internetseiten mit weiteren Informationen:
Opens external link in new windowBund Naturschutz
Bibermanagement
Landesamt für Umwelt

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Ansprechpartner

Fachbereich Naturschutz / Baumschutz

Bernhard Schmid
Luitpoldstraße 29 a
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 14 68
Fax: 0871 - 88 14 32
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