Stadt Landshut
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Artenschutz an Gebäuden – heute wichtiger denn je!

Artenschutz an Gebäuden verpflichtet, die Brutplätze von Gebäudebrütern zu erhalten und schützen. Seit Jahrhunderten haben Schwalben, Mauersegler und Spatzen ihre Brutplätze unter den Dächern von Gebäuden. Als Gebäudebrüter haben sie sich an den Lebensraum Stadt hervorragend angepasst. Nischen, Spalten und Hohlräume unter Hausdächern werden von ihnen als Brutplätze genutzt. Doch jetzt brauchen sie mehr denn je den Schutz von uns Menschen zum Überleben. Ihre Bestände gehen bayernweit deutlich zurück. Trotz gesetzlichem Verbot werden immer wieder Nester beseitigt und Brutplätze verschlossen. Bei Sanierung, Umbau oder dem Abbruch von Gebäuden verlieren die Vögel nicht nur ihre Quartiere, oft kommen dabei ihre Jungvögel zu Tode. Im Zuge der modernen Stadtentwicklung gibt es an Neubauten in der Regel keine Brutmöglichkeiten mehr.

Haussperling, Bildquelle: Dieter Hopf, LBV-Bildarchiv
Mehlschwalbe, Bildquelle: Herbert Henderkes, LBV-Bildarchiv
Mauersegler, Bildquelle: Klaus Roggel
Rauchschwalbe, Bildquelle: Herbert Henderkes, LBV-Bildarchiv

Artenschutz an Gebäuden ist verpflichtend – was ist zu beachten?

Artenschutz an Gebäuden betrifft alle Hauseigentümer. Brutplätze von Gebäudebrütern sind gesetzlich geschützt und müssen bei Renovierungen und Sanierungen erhalten werden (§ 44 Abs. 1 Nr. 1, 2, 3 BNatSchG).
Frühzeitige Planung ist wichtig, denn es ist die Brutzeit der Vögel zu beachten: Bau- und Sanierungsarbeiten im Bereich der Niststätten, dürfen nur während der Abwesenheit der Tiere durchgeführt werden. Ausnahmefälle sind mit der unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.
Vorhandene Brutplätze sind zu erhalten, bei einem Bauvorhaben dürfen bestehende Niststätten und Nester geschützter Arten nicht zerstört werden. Kann dies nicht ausgeschlossen werden, ist eine Zustimmung der unteren Naturschutzbehörde und die Schaffung von Ersatznistgelegenheiten im Verhältnis 3:1 notwendig.

Übersicht Brutzeiträume:
http://www.artenschutz-am-haus.de/files/infozettel_bauzeitraeume.pdf

Wer erteilt fachliche Beratung und Unterstützung?

Das Artenschutzprojekt „Gebäudebrüter in Landshut“ bietet neben fachlicher Beratung und Unterstützung auch technische Lösungsmöglichkeiten. Hauseigentümer werden über vorhandene Brutplätze informiert und artenschutzfachlich beraten. Eigentümer, Bauherren, Architekten und Handwerker werden bei Baumaßnahmen bereits in der Planungsphase sowie während der gesamten Bauphase fachkundig begleitet. So werden Eigentümer aktiv unterstützt, Baumaßnahmen im Einklang mit geltendem Artenschutzrecht durchzuführen. Alle Beratungs-angebote sind kostenlos!

Für die Schaffung neuer Brutplätze stellt das Projekt für Mauersegler, Schwalben und Spatzen kostenlos Nistkästen und Kunstnester zur Verfügung und berät Sie fachlich bei der Anbringung. So ist es relativ einfach, bei der Planung eines Neubaus, Umbaus oder bei der Sanierung älterer Gebäude neuen Lebensraum zu schaffen.  Interessierte Eigentümer, Bauherren und Architekten bitte melden!

Ansprechpartner:
Susanne Rieck
Projektleitung „Gebäudebrüter in Landshut“ im Auftrag von Stadt und Landkreis Landshut, schwalbenschutz-landshut(at)lbv.de, Tel.: 0151/52170281

„Gebäudebrüter in Landshut“ ist ein Biodiversitätsprojekt der Stadt und des Landkreises Landshut in Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV). Es wird gefördert von der Regierung von Niederbayern aus Mitteln des Freistaates Bayern.

Weitere Dienste

Ansprechpartner

Fachbereich Naturschutz / Fachkraft Naturschutz und Landschaftspflege

Josef Gschwendtner
Luitpoldstraße 29a
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 15 91
Fax: 0871 - 88 14 32
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