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Ambrosia - Ambrosia artemisiifolia

Ambrosia
Ambrosia

 

auch Beifuß-Traubenkraut, Beifuß-Ambrosie, Traubenkraut, Aufrechtes Traubenkraut, Wilder Hanf und Beifußblättriges Traubenkraut genannt.

Aussehen der Pflanze:
- Wuchshöhe: 20 cm bis 1,5 m
- Stängel: behaart; reich verzweigt
- Blätter: lang gestielt; grün; unten gegenständig, oben wechselständig angeordnet; meist doppelt fiederteilig; Blattunterseite doppelt bis dreifach gefiedert
- Blüte: einhäusig getrenntgeschlechtig;
Männlich: Blütenkörbchen stehen in dichten, blattlosen, etwa 20 cm langen, traubigen Gesamtblütenständen am Ende des Stängels und der Seitenzweige; Blütenkörbchen enthalten 5 bis 15 gelbliche Röhrenblüten; kahle oder schwach behaarte Hülle; fünf freie Staubblätter
Weiblich: Knäuel in Blattachseln unterhalb der männlichen Blütenstände; unterständige, zweifächrige Fruchtknoten werden von einer behaarten vier- bis siebenzähnigen Hülle halb umschlossen; Griffel mit zwei Narben
- Blütezeit: Juli bis Oktober

Blattoberseite und Blattunterseite
Blattoberseite und Blattunterseite
Ambrosiablüte
Ambrosiablüte

Pro Pflanze können 3.000 bis 60.000 Samen entstehen, die bis zu 40 Jahre lang keimfähig bleiben können.

Die Pollen der Ambrosia gehören zu den stärksten Allergie-Auslösern. 80% der Menschen bekommen allergische Reaktionen. Bereits ab sechs Pollen pro Kubikmeter Luft reagieren empfindliche Personen allergisch, ab elf Pollen je Kubikmeter wird von einer starken Belastung gesprochen (zum Vergleich: bei Gräserpollen wird eine Konzentration von mehr als 50 Pollen pro Kubikmeter als starke Belastung bezeichnet). Die unbehandelte Allergie kann allergische Reaktionen der Augen und der Atemwege auslösen und im schlimmsten Fall auch zu Asthma führen. Der späte Blütezeitpunkt der Ambrosia bedeutet eine zusätzliche Belastung der Pollenallergiker durch eine Verlängerung der Pollensaison, wenn Gräserpollen nur noch in geringen Mengen fliegen.

Daher soll die Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie in Deutschland verhindert werden!

Die Pflanze kommt hauptsächlich an Blumenselbstschnittflächen und unter Vogelfutterplätzen vor, da die Samen häufig im Vogelfutter vorkommen. Beim Kauf von Vogelfutter soll man auf den Vermerk achten, dass dieses frei von Ambrosia ist.

Jede Sichtung muss in der Unteren Naturschutzbehörde gemeldet werden, da jedes Vorkommen bekämpft wird. Erbeten sind Informationen zu Fundort, Wuchssituation (z.B. Wegrand, Acker), Zahl der Pflanzen, Einschleppungsweg (z.B. Vogelfutter) und Fotos als Beleg. Die Behörde kann sie auch zur Bekämpfung beraten und geht sicher, dass es sich auch wirklich um eine Ambrosia handelt.
Die Pflanzen sind vom Finder selbst mit Wurzeln herauszuziehen und in einem Plastiksack in der Restmülltonne zu entsorgen – möglichst vor der Blüte. Die Bekämpfung sollte erst nach Bestätigung und Beratung durch die Behörden erfolgen.

 

Neophytenbroschüre
Übersicht von Neophyten

Formulare und Dokumente:
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Faltblatt

Internetseiten:
http://www.ambrosia.de/
http://www.ambrosiainfo.de/
http://www.botanikus.de/Botanik3/Ordnung/Ambrosia/ambrosia.html
http://ambrosia.met.fu-berlin.de/ambrosia/bestimmung.php
Aktionsprogramm Ambrosiabekämpfung in Bayern 2008
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

Weitere Dienste

Ansprechpartner

Fachbereich Naturschutz / Fachbereichsleitung

Hans Ritthaler
Luitpoldstraße 29a
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 14 21
Fax: 0871 - 88 14 32
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Fachbereich Naturschutz / Baumschutz

Bernhard Schmid
Luitpoldstraße 29 a
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Fax: 0871 - 88 14 32
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