Stadt Landshut
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Historien der Sehenswürdigkeiten

In der digitalisierten Fassung des Buches von Stadtarchivar, Gerhard Tausche "Landshuter Stadtgeschichte" kann online recherchiert werden:

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Onlinerecherche in den Historien der Sehenswürdigkeiten

 

St. Martin-Turm

Verfasser: Gerhard Tausche
Altstadt

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495 Stufen führen hinauf auf den ersten Kranz. Der herrliche Rundblick entschädigt reich für die Mühe des Aufstiegs. Bei Föhn und bei schönem Wetter kann man am Morgen sogar die Domtürme von Freising sehen. Der Turm war der letzte Bauabschnitt der Kirche. Um das Jahr 1500 wurde er vollendet. Weithin reicht seine überschlanke Gestalt und weist den Reisenden den Weg zur herzoglichen Residenzstadt.

Er ist der höchste Rohbacksteinbau der Welt. Sein Fundament mht auf einem Rost von über 5.000 Tannenpfahlen, dicht an dicht in den Schwemmgrund gerammt, um dieses mächtige Bauwerk zu tragen. Auf einem Quadratmeter Bodenfläche liegt eine Last von 100 Tonnen. Der Turm selbst soll ein Gewicht von 19.000 Tonnen haben. Der Uhrstock befand sich über der Eingangshalle. Heute werden die Zeiger (Minutenzeiger = 4,80 Meter, Stundenzeiger 3,50 Meter) über Glockenstube ein Kreuz im Uhrgeschoss durch einen Elektromotor jede halbe Minute bewegt, gesteuert von einer Zentraluhr mit "Atomzeit". Die vier Zifferblätter haben einen Durchmesser von sechs Metern. Etwas tiefer befindet sich die Mondphasenuhr.

Eine Kugel, die eine Hälfte nachtblau lackiert, die andere vergoldet, zeigt den Landshutern die zeitliche Mondstellung. In der Glockenstube befinden sich acht Glocken, sechs davon werden elektrisch geläutet: die Propstglocke (1767) mit 137 Zentnern Gewicht, die Dechantglocke (1766) mit 94 Zentnern, die Pfarrglocke (1767) mit 51,5 Zentnern, die Rosenkranzglocke (1723) mit 30 Zentnern, die Baierin (1488) mit 15 Zentnern und die älteste Glocke, die Sperrglocke (1370), die den Landshutern das Öffnen und Schließen der Stadttore meldete. Die Speiseglocke (1626) und die Vesper- oder Schwedenglocke (1519) mit fünf und vier Zentnern hingen früher in den Schalllöchern.

Zwei Treträder (Durchmesser 5,5 und 4,5 Meter) beförderten das Baumaterial auf den Turm. In der Türmerstube hatte der Turmmeister sein Reich. Er meldete Brand, Gefahr oder Überfall mittels Trompete und Glockenschlagen.

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