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OB als Patenonkel hinterlässt „besten Eindruck“

Oberbürgermeister Alexander Putz ist mit seinem Amtseintritt gleich vierfacher Patenonkel geworden – freilich rein städtepatenschaftlicher Natur. Eines seiner Patenkinder, mittlerweile stolze 45 Jahren alt, hat ihm am Dienstag einen Besuch abgestattet. Die Rede ist von der Stadt Waldkirchen im Bayerischen Wald, rund 130 Kilometer von Landshut entfernt. Beim ersten gemeinsamen Treffen im Rathaus gab es viel zu erzählen. Fazit: Seine „Feuertaufe“ als neuer Patenonkel hat OB Putz erfolgreich gemeistert.

Patenonkel trifft Patenkind: Über Waldkirchener Spezialitäten, eine Einladung in die langjährige Landshuter Patenstadt und besonders gute partnerschaftliche Gespräche mit dem dortigen Bürgermeister Heinz Pollak (links) und ehemaligen Bürgermeister Heinrich Schmidhuber (rechts) freute sich Oberbürgermeister Alexander Putz.

 

„Wir nehmen den besten Eindruck mit nach Hause“, sagte Waldkirchens Erster Bürgermeister Heinz Pollak zu Oberbürgermeister Alexander Putz beim ersten Kennlern-Besuch im Landshuter Rathaus. Mit dabei war auch der damals amtierende Bürgermeister Heinrich Schmidhuber, der vor knapp 45 Jahren – also im Jahr 1972, als der damalige „Markt“ Waldkirchen seine Stadterhebung feierte – die Patenschaft mit der Stadt Landshut besiegelte. „Als Landleit ins Bett gegangen und als frischgebackene Stoderer am nächsten Morgen wieder aufg’wacht“, drückte Schmidhuber das historische Ereignis lakonisch aus.
Kurze Reise in die Vergangenheit: Der Ort Waldkirchen blickt auf eine bereits 800-jährige Geschichte zurück und hat seine Entstehung großteils seiner Lage am Goldenen Steig zu verdanken, einem wichtigen Handelsweg im frühen Mittelalter. Der aufblühende Salzhandel brachte schon sehr bald Wohlstand in die Mauern Waldkirchens, das heute mit über 200.000 Übernachtungen jährlich auch als beliebter Kurort bekannt ist.
Wie es zur Patenschaft kam: Zur Stadt Landshut bestanden schon lange freundschaftliche Beziehungen, die sogar ins Jahr 1862 zurückgehen. Seinerzeit wurde Waldkirchen von einem schlimmen Marktbrand heimgesucht – die Stadt Landshut hatte schon damals Unterstützung zugesichert. Darüber hinaus sympathisierten die beiden Städte auch auf persönlicher und politischer Ebene.
Anlässlich der Stadterhebung im September 1972 beschloss der Marktgemeinderat von Waldkirchen einstimmig, die Stadt Landshut um die Übernahme der Patenschaft zu bitten.
„Seither tragen wir das Geschenk der Patin zu besonderen Anlässen um den Hals“, sagte Pollak stolz: Gemeint ist die wertvolle goldene Amtskette, die der verstorbene Landshuter Künstler und Ehrenbürger Hugo Högner zu diesem besonderen Anlass im Auftrag der Stadt anfertigte. „Dieses für uns sehr besondere Geschenk halten wir in Ehren“, so Pollak.

Gegenwärtig ist Landshuts Patenkind mit über 10.500 Einwohnern die jüngste und größte Stadt im Landkreis Freyung-Grafenau. Dass OB Putz die Patenschaft „eines so prächtig entwickelten, noch dazu schon volljährigen Patenkindes“ wie er sagte, übernehmen durfte, freue ihn ganz besonders. Die engen Beziehungen, waren sich die Amtskollegen einig, wollen beide weiterhin pflegen und stärken. „Ich möchte keinen einzigen Tag in Landshut missen“, ergänzte Schmidhuber und brachte damit das seit jeher innige Verhältnis der beiden Städte zum Ausdruck. Das nächste Wiedersehen steht bereits bevor, dieses Mal in Waldkirchen: „Ich freue mich schon sehr darauf“, entgegnete OB Putz auf die Einladung der Waldkirchener Freunde.


13.04.2017

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