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Junge Pianistin feiert ihren ersten internationalen Erfolg

Carla Usberti gewinnt 3 Preise beim Klavierwettbewerb in Hermannstadt

Vom 3. - 9. Juli fand in Hermannstadt/Sibiu in Rumänien der 22. Internationale Klavierwettbewerb "Carl Filtsch" statt. Dieser renommierte Wettbewerb für Nachwuchspianisten im Alter von 7 - 30 Jahren ist nach Carl Filtsch, dem siebenbürgischen Wunderkind und Chopin-Schüler (1830-1845) benannt. So legt die Jury in allen Altersgruppen auch größten Wert auf die Interpretation einer Filtsch-Komposition. Sonderpreise wie der "Carl-Filtsch"-Preis und der "Peter-Szaunig"-Preis (benannt nach dem Wettbewerbsgründer) komplettieren die Auszeichnungen, um die sich die Teilnehmer bewerben. Die Konkurrenten kamen in diesem Jahr aus insgesamt 11 Ländern, u.a. USA, Taiwan, Irland, Österreich und der Schweiz und vor allem natürlich aus dem osteuropäischen Raum, z.B. Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Russland.

Carla Usberti, 15-jährige Schülerin der Städtischen Musikschule Landshut, war als einzige deutsche Teilnehmerin mit dabei. Mit einem 25-minütigen Programm aus Werken von Bach, Mozart, Filtsch und Liszt überzeugte sie die 7-köpfige Jury im Thalia-Saal der Staatlichen Philharmonie Sibiu von ihrem großen Können. Die Jury setzte sich aus Konzertpianisten und Hochschulprofessoren aus Rumänien, Bulgarien, Russland und Deutschland zusammen. Sie verliehen Carla den 2. Preis, den sie sich mit dem ebenfalls 15-jährigen Bulgaren Nikolay Dimitrov teilt. Vor allem ihre bewegende und stilsichere Mozart-Interpretation begeisterte Jury und Publikum gleichermaßen. Deshalb wurde ihr zusätzlich noch der "Peter-Szaunig"-Preis verliehen, der für die musikalisch überzeugendste Gesamtleistung aller Teilnehmer ausgeschrieben ist. Auch ihre Interpretation des Pflichtstücks "Präludium und Fuge c-moll" von Carl Filtsch war die beste Leistung im ganzen Teilnehmerfeld: Der "Carl-Filtsch"-Preis 2017 ging somit ebenfalls an Carla Usberti aus Landshut. Zusammen mit ihrer Klavierlehrerin Tanja Wagner freute sich Carla riesig über den dreifachen Erfolg bei ihrer ersten internationalen Wettbewerbsteilnahme.
Initiiert und zum größten Teil unterstützt wurde die Reise nach Hermannstadt vom Verein "Freundeskreis Landshut-Sibiu/Hermannstadt", und seiner Vorsitzenden Frau Dorith Wegmann. Finanzielle Hilfe kam auch von der Stadt Landshut und dem Förderverein der Städtischen Musikschule.
Der Zeitplan des Wettbewerbs ließ genügend Zeit, um Land und Leute in Siebenbürgen kennenzulernen. Neben zahlreichen Spaziergängen durch die wunderschön restaurierte Innenstadt Sibius, mit evangelischer, katholischer und orthodoxer Kirche, der Stadtmauer mit ihren zahlreichen Türmen und der Lügenbrücke, fanden die Besucherinnen auch Zeit für gemütliche Lokale mit rumänischen Spezialitäten und einen Besuch im Brukenthal-Museums. Der Weg führte außerdem zum größten Freilichtmuseum Rumäniens, in dem auf 100 ha Landschaft traditionelle dörfliche Wohn- und Arbeitshäuser aus verschiedenen Jahrhunderten aufgebaut sind, die einen Eindruck des bäuerlichen Handwerks und der Lebensweise vermitteln. Bei bestem Wetter durfte auch ein Ausflug zu den berühmten Salzseen nach Ocna Sibiului (Bad Salzburg) und in den Zoo von Sibiu nicht fehlen.
Eine Fahrt über Mediasch, mit kurzem Abstecher nach Sighisoara (Schäßburg) führte schließlich in das idyllische Katzendorf, wo man einen sehr persönlichen Einblick in das Zusammenleben der unterschiedlichen Volksgruppen Roma, Siebenbürger Sachsen, Rumänen und Ungarn erhielt.
Neben den Wettbewerbspreisen bringen die beiden Musikerinnen also unzählige unvergessliche Eindrücke aus dem wunderschönen Siebenbürgen mit nach Hause. Carla Usberti und Tanja Wagner werden sicher auch in Zukunft zum kulturellen Austausch zwischen den Partnerstädten Sibiu/Hermannstadt und Landshut beitragen.

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