Stadt Landshut
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Großprojekt "Koenig²" im Jubiläumsjahr 2018

Großprojekt Koenig hoch zwei

Im Jahr 2018 jährt sich die Gründung der Fritz und Maria Koenig-Stiftung zum 25sten Mal und das Skulpturenmuseum im Hofberg kann auf eine 20-jährige Geschichte zurückblicken. Diese beiden kulturellen Meilensteine feiern die Museen der Stadt Landshut mit dem Projekt "Koenig²". Hierzu laden wir Sie alle ein - bei freiem Eintritt - sowohl in die beiden Kunst-Ausstellungen "Koenig in Heiliggeist" und "Dialoge im Labyrinth" als auch in die museumspädagogische Ausstellung "Lebenslinien - Paul Klee und Fritz Koenig".

 

Fritz Koenig - Zeichen der Erinnerung

Foto: Toni Ott

Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (02. Juli 2018 – 31. Mai 2019)

Die Auseinandersetzung mit Tod, Vergänglichkeit, Erinnern und Gedenken ist ein zentrales Motiv der Arbeit Fritz Koenigs, der zu den bedeutensten deutschen Bildhauern der Gegenwart zählt. Als Achtzehnjähriger erlebte er an der Ostfront die Schrecken von Krieg und Verfolgung – ein für ihn prägendes Elementarerlebnis.

In Skulpturen, Zeichnungen, Modellen und Filmaufnahmen gibt die Ausstellung Einblick in das erinnerungsstiftende Werk Koenigs.

 

Fritz Koenig a Firenze. Retrospettiva (1924-2017)

Außerhalb Landshuts schließen sich dem Kreis der Ausstellungen zu Fritz Koenigs Werk ab dem 20. Juni die Uffizien mit dem Bobobligarten in Florenz mit "Fritz Koenig a Firenze. Retrospettiva (1924-2017)" an.

Vom 21. Juni bis zum 7. Oktober 2018 feiern die Uffizien, eines der bedeutendsten Museen der Welt, in ihrem Stammhaus, den 1559–1581 von Giorgio Vasari erbauten Ausstellungsräumen, den deutschen Bildhauer Fritz Koenig (1924-2017).

 

 

Aufstellung im Boboli-Garten, Foto: Toni Ott

Parallel zu dieser umfassenden Retrospektive wurden für eine Inszenierung unter freiem Himmel an die dreißig monumentale, für den öffentlichen Raum geschaffene Großskulpturen abgebaut und vereinen sich jetzt dort zu einer singulären Inszenierung koeniglicher Werke. Der hinter dem Palazzo Pitti gelegene Boboli-Garten, der eine wichtige Skulpturensammlung beherbergt, gehört zu den bedeutendsten Gartenanlagen der Welt. Vor dem Hintergrund des Amphitheaters, den monumentalen Wasser- und Treppenanlagen und dem majestätischen historischen Baumbestand ergeben sich einzigartige, neue Blicke auf das Werk.

 

Dialoge im Labyrinth

"Dialoge im Labyrinth" inszeniert Begegnungen zwischen Objekten, die meist in Paaren auftreten und Fragen an den Betrachter als Gesprächsaufforderung richten. Ort dafür ist das Skulpturenmuseum mit seiner von Koenig initiierten labyrinthischen Struktur. Die Ausstellung versteht sich als Anregung, die Objekte als ernstzunehmende historische Quelle anzusehen, ohne ihren ästhetischen Horizont aufzugeben.

 

Blick in die Abteilung zum Thema Kopf und Hand, Foto: Peter Litvai

Wie jeder große Künstler hat Fritz Koenig ein Gutteil seines Werkstattgeheimnisses mit ins Grab genommen. Wir regen an, den Ursprüngen seiner Bildphantasie näher zu kommen. Zwischen ›Kopf und Hand‹ entfaltet sich im Werk des Bildhauers und Zeichners ein spannungsvoller Bogen, den auch seine Lehre an der TU München auszeichnet.

Koenig ist ein Vertreter jener Moderne, die Werner Hofmann als ›Gespaltene Moderne‹ bezeichnet. Koenig liebt das Nicht-Eindeutige, das Zweideutige und gewinnt aus diesem Zögern heraus seine Eigenart vom ›offenen Kunstwerk‹.

 

Blick in die Abteilung 'Koenig und Erbprinz', Foto: Peter Litvai

Für Fritz Koenigs Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte der Stadt Landshut gewähren einige Werkpaare wertvolle Einblicke. Diese Gegenüberstellungen helfen, der ›Inspiriertheit eines Traditionalisten auf die Spur zu kommen.

Mit der Privatsammlung ›Hiller, Koenig und Reidel‹ eröffnen Lehrer und Schüler einen Dialog als Zeitgenossen. Mit dem Gipfeltreffen von ›Koenig und Erbprinz‹ tritt die Geschichte der Kunst- und Wunderkammeern auf die Bühne der »Dialoge im Labyrinth« - damit die Reise durch die Welt der Kunst außerhalb Bayerns.

 

Blick in die Abteilung zur Afrikasammlung Fritz Koenigs, Foto: Peter Litvai

Zu ›Koenigs Afrika‹ hält die neue Ausstellung zwei Dialogräume bereit. Erstmals seit langem sind die Meisterwerke aus »Mein Afrika« wieder präsent: die Götter, Geister, Ahnen. Hier können Sie sich ansprechen lassen vom Fremden, hier können Sie dialogisch über all jene Schwellen schreiten, für die begleitende Riten Hilfen und Nothelfer geben, wo Masken der Identität neue Rollen anbieten. Wie wird dieses Afrika unser Erbe? Wie gelingt es, die Animiertheit der Bidler zu vermitteln? Das Überschreiten der Schwelle zwischen dem lebendigen und Materiellen eröffnet neue Dimensionen.

 

Blick in die Abteilung mit indigener Kunst Australiens und Keramiken von Lotte Reimers, Foto: Peter Litvai

Außereuropäische Kunst fasziniert seit Picassos Kubismus all jene Künstler, denen Europa im Gefolge von Mission und Kolonien zu klein wurde. Unsere Ausstellung führt diesen Dialog in der Gegenwart mit Lotte Reimers und indigener Malerei aus Australien. Fritz Koenig notierte 1962: In meinem Zimmer hängt das große Foto einer Felsmalerei von Ureinwohnern Australiens. Kreisende, sonnenartige Gebilde und immer wieder Hände. Vor diesem Bilde stehe ich mit offenem Munde und überfordertem Fassungsvermögen.

 

Fitz Koenig mit dem Araber Nahbay, Foto: Hubertus Hierl

Schließlich Hubertus Hierl: Ihm war die Gunst Fritz Koenigs sicher, ansonsten wäre sein vieltausendfaches Fotoalbum nicht entstanden. Wir präsentieren u.a. sein fotografisches Duett von Koenig und Nahbay (1994).

 

Erbprinz trifft Koenig

Landshut steht im Jahr 2018 ganz im Zeichen des Doppeljubiläums um Fritz Koenig und seiner Stiftung. Die Opens external link in current windowKunst- und Wunderkammer Burg Trausnitz, Zweigmuseum des Bayerischen nationalmuseums, nimmt das zum Anlass, sich an dem museumsübergreifenden Ausstellungsprojekt »Koenig²« zu beteiligen und in den Dialog mit dem Werk und den Sammlungen des Bildhauers Fritz Koenig einzutreten. Bis 28. Oktober sind Kleinplastiken des Künstlers und Objekte aus seinen ethnografischen Sammlungen in der Kunst- und Wunderkammer zu Gast. Unter dem Motto »Erbprinz trifft Koenig« präsentieren sie sich in spannungsreichen und sinnfälligen Gegenüberstellungen. Koenigs Kleinplastiken korrespondieren mit allansichtigen Bronzearbeiten aus italienischen Renaissancewerkstätten, mahnende Symbole der Vergänglichkeit thematisieren Formen der Trauer und Demut in der Kunst der Vergangneheit wie der Moderne und die Gegenüberstellungen von Artefakten fremder Kulturen aus der Sammlung Koenig und jener aus der Sammlung der Wittelsbacher demonstrieren eine gemeinsame Basis der Bewunderung meisterhaft handwerklichen Könnens.

Eine Hommage an Fritz Koenig, der überzeugt war, dass eine Wiederentdeckung der Gegenstände, ja ihre Wiederbelebung innerhalb veränderter Umstände möglich (ist). Eine Fortsetzung dieser Begegnung zwischen Renaissance- und Gegenwartskunst findet die Ausstellung im Skulpturenmuseum: Mit Leihgaben aus den Bereichen Artificialia, Naturalia, Exotica und Scientifica wird dort in einem Raum ebenfalls auf die Traditionslinie zu den Schatz- und Wunderkammern der Renaissance eingegangen, deren Kosmos in den Bildwelten des Künstlers und in der Leidenschaft des Sammlers Koenig verblüffende Parallelen offenbaren. Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen.

 

Lebenslinien - Paul Klee und Fritz Koenig

Das Großprojekt "Koenig²" soll zudem auch für Kinder die Kunstwerke erfahrbar machen. Einen weiteren Dialog mit Fritz Koenig wird das Opens external link in current windowKASiMiRmuseum ab dem 13. Mai eine Ausstellung zeigen. Hier wird der vielseitige Maler Paul Klee, der 1916 für wenige Monate im Landshuter Prantlgarten als Rekrut lebte, in den Blick genommen. Gemeinsam mit der Namensgeberin des Kindermuseums Marlene Reidel wird mit vielen Aktivstationen gemeinsamen Themen wie der Sehnsucht nach Afrika nachgegangen.

 

Koenig in Heiliggeist

Den Anfang macht eine Ausstellung in der Heiliggeistkirche Landshut vom 28. März bis zum 28. Oktober 2018 mit dem Titel "Koenig in Heiliggeist".

Mit dem Baumeister Hans von Burghausen († 1432) und dem Bildhauer Fritz Koenig (1924–2017) finden im lichten Ambiente der Heiliggeistkirche zwei ebenbürtige Künstlerpersönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart zusammen.

In einem der schönsten Sakralräume der Spätgotik treten Architektur und Ausstattung mit den großformatigen Arbeiten des Bildhauers in einen spannungsvollen Dialog. Zugleich schließen sich in zwei selbstständigen Themenräumen Kleinskulpturen und Zeichnungen zu Werkgruppen und exemplarischen Bildpaaren zusammen. So gerät neben dem Bildhauer gleichberechtigt der Zeichner Fritz Koenig mit in den Blick. Die Ausstellung bietet Gelegenheit für die Neu- und Wiederbegegnung mit einem künstlerischen Werk, dessen eigenständiger Rang aus seiner existentiellen Dimension und formalen Reduktion erwächst.

 

Zisterzienserinnenabtei Seligenthal

Foto: Toni Ott

Fritz Koenig. Kultbild. Aus Werk und Sammlung

Das Skulpturenmuseum im Hofberg zu Gast in der Zisterzienserinnenabtei Seligenthal

Seit dem 21. Juni 2013 ist die Dauerausstellung Fritz Koenig. Kultbild. Aus Werk und Sammlung geöffnet.

2013 richtete Fritz Koenig persönlich in der Abtei Seligenthal eine Ausstellung ein, die eindrucksvoll dokumentiert, wie eng Schaffen und Sammeln in seiner Biographie verwoben sind. Der Bildhauer war als Künstler, Sammler und Mensch tief in der altbayerischen Glaubenswelt verankert. Seit den Anfängen seines bildnerischen Schaffens in den späten vierziger Jahren schuf er eine Fülle an sakralen Werken in offiziellem Auftrag oder aus eigenem Impetus heraus.

Diese Auseinandersetzung mit ikonographischen Traditionen findet ihre Entsprechung in den reichen kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen des Bildhauers: Die zentralen Themen christlicher Andacht und Memoria finden sich in Kunstwerken und Artefakten vielfältig wieder. In den historischen Räumen im Kreuzgang des Klosters Seligenthal erfahren die ausgewählten Kunstobjekte aus OEuvre und Sammlung der Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung eine spürbare spirituelle Aufladung.

Öffentliche Führungstermine
Die Ausstellung im Klausurbereich ist nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine Führung zu Sonderterminen wünschen! 

Verbindliche Anmeldung bei den Museen der Stadt Landshut erforderlich.
Eintritt 5,- / ermäßigt 3,-


2018
Juli: Samstag, 21. Juli, 14 Uhr
September: Freitag, 21. September, 15 Uhr / Themenführung Sakrale Kunst
Oktober: Samstag, 27. Oktober, 14 Uhr
November: Freitag, 23. November, 15 Uhr
Dezember: Samstag, 8. Dezember, 14 Uhr

Telefon 0871-9223890 / Fax 0871-9223899

Opens window for sending emailmuseen(at)landshut.de

 

 

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Einträge von 18.09.18 bis 18.09.19:
Beginn/Ende Veranstaltung Veranstaltungsort Bild
Do, 20.09.18 17:00
Do, 20.09.18 18:00
Dialoge im Labyrinth - Führung Skulpturenmuseum im Hofberg
Fr, 21.09.18 15:00
Fr, 21.09.18 16:00
Sakrale Kunst. Fritz Koenig. Kultbild Kloster Seligenthal
So, 23.09.18 11:00
So, 23.09.18 12:00
Dialoge im Labyrinth - Führung Skulpturenmuseum im Hofberg
So, 23.09.18 15:00
So, 23.09.18 16:00
Koenigs Meisterwerke - Führung Heiliggeistkirche
So, 30.09.18 17:00
So, 30.09.18 18:00
Indigene Künstlerinnen und Künstler in den Großstädten Skulpturenmuseum im Hofberg
Sa, 06.10.18 19:00
Sa, 06.10.18 21:30
Byrd's Birds - Gezwitscher mit Nachhall Skulpturenmuseum im Hofberg
Sa, 19.05.18 10:00
So, 06.01.19 17:00
Dialoge im Labyrinth Skulpturenmuseum im Hofberg
Mi, 28.03.18 19:00
So, 06.01.19 17:00
Koenig in Heiliggeist Heiliggeistkirche
Mo, 01.09.14 08:00
Do, 31.12.20 00:00
Fritz Koenig. Kultbild. Aus Werk und Sammlung in der Abtei Seligenthal Kloster Seligenthal

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Weitere Dienste

Kontakt

Skulpturenmuseum im Hofberg

Am Prantlgarten 1
84028 Landshut
Tel.: 0871 - 88 12 18
Fax: 0871 - 9 22 38 99
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Koenig² - Flyer

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Programm 2/2018

Deckblatt Quartalsprogramm 1/2018