Stadt Landshut
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1800-Gegenwart

Von 1800 bis 1826 beherbergte die Stadt die Bayerische Landesuniversität, die 1472 von Herzog Ludwig dem Reichen von Bayern-Landshut in Ingolstadt gegründet worden war. An der Hohen Schule lehrten so bedeutende Persönlichkeit wie der Theologe und spätere Bischof Johann Michael Sailer, die Rechtsgelehrten Friedrich Carl von Savigny und Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach, der Wegbereiter der Augenheilkunde Philipp Franz von Walther und der Botaniker und Zoologe Franz von Paula Schrank.

 

Das Gebäude des Dominikanerkloster. Sitz der Ludwig-Maximilians-Universität von 1802-1826
Das Gebäude des Dominikanerkloster. Sitz der Ludwig-Maximilians-Universität von 1802-1826

Die Verlegung der Regierung von Niederbayern nach Landshut 1839 sowie die beginnende Industrialisierung ließen die Stadt wachsen und neue Bevölkerungsschichten entstehen. Für die Entwicklung der Stadt war vor allem der Anschluss an die Eisenbahnlinien von größter Wichtigkeit. Am 03. November 1858 eröffnete die "Königlich privilegirte Actiengesellschaft der Bayerischen Ostbahnen" die Strecke von München nach Landshut. Schon bald wurde der Sackbahnhof an der Inneren Regensburger Straße zu klein, so dass ein neuer Bahnhof geplant werden musste. Dieser wurde am 01. Mai 1880 außerhalb der damaligen Stadt eröffnet.

 

Das Bahnhofsgebäude um 1906
Das Bahnhofsgebäude um 1906

Während des zweiten Weltkriegs blieb Landshut von Bombenangriffen nahezu verschont, weshalb sich in der Innenstadt viel historische Bausubstanz erhalten hat. Nur der Bahnhof als Verkehrsknotenpunkt war in den letzten Kriegsmonaten Ziel verheerender Angriffe.
In den Jahren 1928 und 1972/1974 wuchs Landshut durch zahlreiche Eingemeindungen beträchtlich. Ferner fanden hier in der Nachkriegszeit viele Flüchtlinge eine neue Heimat, so dass sich Einwohnerzahl um die Hälfte erhöht hatte. Insgesamt waren die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt von einem starken industriellem Wachstum, wobei Landshut immer mehr zu einer Behörden- und Schulstadt aufstieg. Im Rahmen dessen wurde im Jahr 1972 die Fachhochschule gegründet.
Kunsthistorisch verheerend war der Brand der Burg Trausnitz im Jahr 1961, als große Teil der Renaissance-Räume und die Gemächer König Ludwigs II. unwiederbringlich zerstört wurden. 1998 öffnete das Museum im Hofberg, in dem das Lebenswerk und die Sammlungen des Bildhauers Fritz Koenig gezeigt werden, seine Pforten.
Landshut, heute mit 65 000 Einwohnern, ist eine moderne Stadt, in dessen historischem Zentrum die Geschichte lebendig ist.

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