Stadt Landshut
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Schöner Schmökern mit unseren Lese- und Hörtipps!

Einfach online schmökern mit der Onleihe der Stadtbücherei Landshut

Die Lesetipps der Stadtbücherei: Wir versorgen Sie regelmäßig mit unseren Lieblingsbüchern, Neuankömmlingen und Geheimtipps. Lassen Sie sich einfach inspirieren! Alle Lesetipps finden Sie natürlich auch im Bestand der Stadtbücherei oder bei der Onleihe. Aber schnell sein, lohnt sich, unser Buchtipps sind oft vergriffen!
Die Stadtbücherei wünscht viel Spaß beim Lesen und Schmökern!

Schmökertipps im Herbst

Was gibt es schöneres als eingepackt in einer warmen Decke, mit seinem Lieblingsgetränk  und einem guten Buch den Tag drinnen zu verbringen, wenn es draußen nass und kalt ist.
Falls für genau so einen trüben Herbsttag noch Lesestoff gesucht wird, hier kommen die Buchtipps im Herbst:

Ich bin Circe
von Madeline Miller

Dieses Buch behandelt das Leben der Circe, unter anderem bekannt durch die Odysseus-Sage. Es beleuchtet ihren Werdegang und besonders interessant, ihre Beziehungen zu berühmten Sagengestalten. Circe wird nicht gerade gut behandelt von ihrer Familie, und umso mehr fiebert man mit ihr mit, und wünscht ihr einfach nur ein glückliches Leben, in dem sie frei und nach ihren Wüschen sein kann.
Dadurch, dass (zumindest mir) nicht viel bekannt ist über die Legende der Circe, bleibt es bei einem gewissen Spannungsbogen. Man hat nicht jeden Aspekt der Geschichte schon von allen Seiten beleuchtet gesehen, sondern bleibt neugierig, was noch mit ihr passiert, wie sie vielleicht ihr Glück findet (denn das scheint ihr bis auf den Leser kaum einer zu gönnen).
Auch die Beschreibung des Odysseus hat mich sehr beschäftigt. Ich kenne ihn vor allem als Protagonisten, der zwar auch grau sein kann, aber auf jeden Fall sympathisch bleibt. Hier werden auch viele seiner weniger offensichtlichen Schwächen herausgearbeitet und gezeigt, wie sich die Ereignisse und Persönlichkeit des Odysseus auf Außenstehende auswirken kann.

Der alte König im Exil
von Arno Geiger

Der Autor Arno Geiger erzählt den Verlauf der Alzheimer Krankheit seines eigenen Vaters nach. Anfangs folgt die Erzählung noch einem Muster, das immer wieder durch Dialoge zwischen Vater und Sohn unterbrochen wird. Zuletzt ist alles was bleibt, ein Fetzen der Erinnerung und folgen keiner logischen Struktur mehr. Die Form verläuft ähnlich wie die Krankheit selbst.
Arno Geiger lernt seinen Vater auf neue Art kennen. August Geiger versprüht trotz seiner Demenzerkrankung nach wie vor seinen Charme.
Als Leser erhalten wir einen Einblick in die Biografie von August, seine Erfahrungen im Krieg, sein zufriedenes Leben mit seiner Familie und schließlich die Krankheit. Der Roman behandelt sowohl den Umgang mit der Krankheit, wie auch das andauernde Abschiednehmen, die Bedeutung unserer Erinnerungen, die uns ausmachen und zu dem machen, der wir sind.

Ein schweres Thema, leichter verpackt als gedacht. Ein kleiner Schatz.

Und wer statt einem guten Buch mal wieder eine Serie anfangen möchte, dem emtpfiehlt unsere Kollegin Frau Reiser:

Peaky Blinders – Gangs of Birmingham (DVD Staffel 1-2)

Birmingham, nach dem 1. Weltkrieg: Tommy Shelby und seine Brüder kommen von der Front zurück und übernehmen die „Familiengeschäfte“: illegale Pferdewetten, Waffen- und Alkoholschmuggel. Im Kampf gegen korrupte Polizisten, politische Aktivisten und andere Kleinkriminelle ist ihnen kein Mittel zu schmutzig und kein Trick zu gewagt. Freunde und Familienmitglieder werden erbarmungslos eingesetzt, um wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Der Shelby-Clan expandiert bis nach London und und schafft sich mit den „Italienern“ und „Juden“ neue Feinde.
Tommy Shelby, der gewissenlose und geniale Kopf der „Zigeuner“familie fährt stets höchstes Risiko und legt sich sogar mit Winston Churchill persönlich an.
Die britische Crime-Saga der BBC beruht auf wahren Begebenheiten und garantiert Hochspannung beim Zuschauer. „Die aufwendige Gestaltung der Serie ist geprägt von minimalistischen Bildern und Zeitlupe. Die Stimmung der Serie erinnert an einen Westernhttps://de.wikipedia.org/wiki/Western und die Kampfszenen lassen in ihrer Ästhetik an Quentin Tarantino denken.(Wikipedia)
Der düstere und morbide Gesamteindruck der Serie wird mit geprägt von den dunklen Balladen Nick Caves, dem rauen Gesang von PJ Harvey und den Beats der White Stripes.
Cillian Murphys Darstellung des charismatischen Tommy Shelby lenkt die Sympathien des Zuschauers eindeutig auf die kriminelle Seite. Paul Anderson und Helen McCrory glänzen in weiteren Hauptrollen.
Seit 2013 wurden fünf Staffeln gedreht, die sechste Staffel ist in Produktion, wegen Corona verzögert sich ihre Ausstrahlung.
Da in jeder Folge einige Minuten mit starker Gewaltanwendung angereichert sind, erfolgt die FSK ab 16 zu Recht.

Trotzdem starke Empfehlung – Nervenkitzel garantiert!

Die Stadtbücherei Landshut wünscht allen Leserinnen und Lesern schöne Herbsttage und freut sich auf Ihren Besuch vor Ort!

Buchtipps: Frauenliteratur

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Frauenliteratur bezeichnet Geschichten, die vor allem von Autorinnen, für die weibliche Zielgruppe und mit Protagonistinnen geschrieben werden. Hier finden Sie die Buchtipps der weiblichen Kolleginnen der Stadtbücherei vor allem für die Leserinnen unter Ihnen:

 

Die Frauen vom Löwenhof
Von Corina Bomann

Die Frauen vom Löwenhof ist eine spannende Familiensaga in drei Bänden, die auf einem Landgut in Schweden spielen.

Im ersten Band geht es um Agnetha, die in einem Telegramm erfährt, dass ihr Bruder und ihr Vater bei einem Brand schwer verletzt wurden. Nach dem Tod der beiden muss sie die Verantwortung für das Gut übernehmen und ihr Wunsch, Kunst zu studieren, fällt ins Wasser.

Im zweiten Band geht es um das Geheimnis von Mathilda. Südschweden, 1931, nach dem Tod ihrer Mutter ist Mathilda Vollwaise und die jetzige Gutsherrin Agnetha Lejongård  wird ihr Vormund. Als neuen Familienmitglied wird sie auf den Löwenhof gebracht, wo sich im Erwachsenenalter das Geheimnis um ihre Person gelüftet wird.

Im dritten Band wird die Geschichte von Solveig, der Tochter von Mathilda, erzählt. Nach einem schweren Verkehrsunfall, bei dem sie ihren Verlobten verliert, liegt ihre Welt in Scherben. Sie zieht sich in ihrem Kummer auf das Gut zu ihrer Mutter und Großmutter zurück.

Ein Besucher aus Amerika und ein attraktiver Geschäftsmann aus Stockholm stoßen für Solveig die Tür in eine neue Welt auf.

 

Die Tuchvilla
von Anne Jacobs

„Die Tuchvilla“ ist eine Familien Saga aus Augsburg in 4 Bänden.

Band eins spielt im Jahr 1913, wo die junge Marie eine Anstellung als Küchenmagd in der Tuchvilla, dem Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer, antritt. Die ganze Familie freut sich schon auf die winterliche Ballsaison - nur der junge Paul der Erbe  der Familie hält sich dem Trubel fern, bis er Marie begegnet.

Band zwei „Die Töchter der Tuchvilla“ erzählt die Kriegswirren des ersten Weltkrieges. Teile der Tuchvilla wurden zu einem Lazarett verwandelt, wo die Töchter die Verwundeten pflegen. Marie, die in der Zwischenzeit Paul geheiratet hat und die Leitung der Tuchvilla übernommen hat, wartet sehnsüchtig auf ihren Mann, der in Kriegsgefangenschaft geraten ist.

Band drei „Die Erben der Tuchvilla“ spielt in der Zeit um 1920. In der Zwischenzeit ist Paul Melzer aus der Kriegsgefangenschaft wieder entlassen worden und übernimmt die Tuchvilla. Marie erfüllt sich einen lang gehegten Traum und eröffnet ein Modeatelier.

 

Die kleinen Geheimnisse der Frauen
von Beatriz Williams

Die High-Society-Lady Theresa Marshall führt im New York der 1920er Jahre ein luxuriöses, aber langweiliges Leben an der Seite eines deutlich älteren Mannes.
Der junge Kriegsheld Octavian Rofrano wird ihr Liebhaber, sie die erste Frau in seinem jungen Leben. Wilde Partys, noch wilderer Sex bei geheimen Treffen bestimmen ihr Leben, als die junge Sophie Fortescue auftaucht. Sie ist die Tochter des „Patentkönigs“, eines zu Reichtum gelangten, geheimnisvollen Erfinders.
Jay Oxner, Theresas Bruder könnte sich durch eine Verbindung mit Sophie finanziell sanieren und bittet seine Schwester, an seiner Stelle einen Brautwerber zu Sophie zu schicken. Octavian übernimmt widerwillig diese Rolle und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Die beiden jungen Menschen verlieben sich ineinander, obwohl sie an andere Partner gebunden sind. Um die Verwicklungen komplett zu machen, gerät Sophies Vater in einen mysteriösen Kriminalfall, der mit dem Tod seiner Ehefrau vor Jahrzehnten zu tun hat. Ein gefundenes Fressen für die Presse!
Ein weiterer Mord geschieht, ein aufsehenerregender Schauprozess beginnt. Am Ende ist der Weg frei für die junge Liebe, denn Theresa Marshall verhält sich einmal in ihrem Leben völlig uneigennützig. Zurück an der Seite ihres Ehemannes behält sie jedoch als Erinnerung an Octavian ein kleines, süßes Geheimnis.

Beatriz Williams hat einen spannenden und wunderbar süßen Liebes- und Kriminalroman geschrieben für Leserinnen, welche die wilde Zeit nach dem Ersten Welt fasziniert, in der alles möglich war, und die Fesseln der Konvention nach und nach einem neuen hippen Zeitgeist zum Opfer fielen.
Besonders pikant an diesem Buch: Williams leiht sich den Inhalt ihres Romans von einem weltbekannten deutschen Komponisten, der damit eine seiner berühmtesten Opern schrieb. Das Libretto wiederum schrieb ein ebenso berühmter österreichischer Schriftsteller. Es ging seinerseits in die Weltliteratur ein.

 

Die Stadtbücherei wünscht allen Leserinnern viel Spaß beim Eintauchen in die spannenden Geschichten und freut sich auf Ihren Besuch vor Ort!

Allerlei Buchtipps im August!

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Bunt gemischt und hoffentlich für jeden etwas dabei, vom Sachbuch bis Fantasy: Hier kommen die Buchtipps der Stadtbücherei für den August:

Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen und Lebensraum Totholz
von Werner David

Ich bin, besonders in diesen Zeiten, glücklicher Besitzer eines Gartens. Eines naturnahen Gartens auf dem Lande. Bei uns kreucht und fleucht es schon immer aber seit „Rettet die Bienen“ habe ich mich intensiver mit Insektenschutz beschäftigt. Letztes Jahr habe ich mit dem Bau von Insektenhotels begonnen und bin bei der Sichtung von Büchern zu diesem Thema auf den Autor David Werner gestoßen.

Sein Buch „Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen“ ist meiner Meinung nach das Beste zu diesem Thema. Informativ, fachlich korrekt aber auch humorvoll geschrieben. Aber da nicht nur Bienen schützenswert sind, habe ich mich weiter informiert und bin wieder bei Werner David gelandet. Diesmal bei dem Titel „Lebensraum Totholz“. Er beschreibt ausführlich was im Totholz bei der Zersetzung passiert, warum es wichtig für den Insektenschutz ist und David Werner gibt verschiedene Beispiele an, wie man es im eigenen Garten (Totholzzaun, Totholzhaufen, Totholzpyramide…) kreativ und dekorativ einsetzen kann. Auch wenn es der „deutschen Seele“ widerspricht, ein wenig Unordnung im Garten tut nicht weh und hilft den Insekten beim Überleben.

Das Lied der Krähen
von Leigh Bardugo

In Ketterdam, der Hauptstadt der Inselrepublik Kerch sammelt Kaz Brekker, der geniale Meisterdieb, eine Truppe von ebenso ungewöhnlichen Außenseitern, um einen undurchführbaren Auftrag des Krämerrates zu erledigen.
Kaz, der Meisterdieb, Inej, das Phantom, Nina, die Magierin, Matthias, der Verurteilte, Jesper, der Scharfschütze und Wylan, der Bombenbauer reisen nach Djerholm in Fjerdan, um Bo Yul-Bayur, den genialen Wissenschaftler und meistgesuchte Geisel der Welt aus dem Eistribunal zu befreien.
Seine Entdeckung des Jurda Parem könnte die bekannte Welt aus den Angeln heben und die Grischa höchster Gefahr aussetzen. Als willenlose Marionetten wären sie imstande, ihren Herren unermessliche Macht und Reichtum zu sichern.
Für 30 Millionen Kruge sind die Krähen um Kaz bereit, sich in die Höhle des Löwen zu begeben. Dabei verfolgt jeder von ihnen seine eigenen Ziele. Schaffen sie es, sich als Truppe zu bewähren und ihre Solidarität über persönlichen Ehrgeiz zu stellen?

Das Gold der Krähen
von Leigh Bardugo

Zurück in Ketterdam müssen die Krähen feststellen, das Jan van Eck, der Vertreter des Krämerrates sie um ihre Belohnung betrogen hat. Schlimmer: Er lässt Inej entführen und zwingt Kaz, seine ganze List und Schläue zu benutzen, um seine beste Informantin wieder zu bekommen.
Die Schlinge zieht sich um den Hals der Krähen immer enger zusammen, als auch die feindlichen Banden Ketterdams sowie die Vertretungen der benachbarten Länder, Fjerdan und Rawka, alle interessiert am Jurda Parem, nach Kuwei Yul-Bo fahnden.
Und Kaz hat auch noch eine Rechnung mit Pekka Rollins offen, dem König des Barrels, der nicht ahnt, wer sein Todfeind ist.
In der Tauschkirche, bei einer öffentlichen Versteigerung, treffen alle Kräfte aufeinander – der Showdown beginnt.

Leigh Bardugo ist mit der Krähen-Duologie eine weitere fantastische Geschichte aus dem „Grischaversum“ gelungen.
Die Grischa, Meister der Kleinen Künste, magisch Begabte in den Bereichen des Körpers, der Elemente und der Stoffe, versuchen trotz ihrer immensen Kräfte, ein normales Leben zu führen, werden aber wegen der Furcht der Normalen in allen Ländern verfolgt. Einzig im Land Rawka ist ihnen eine Ausbildung ihres Könnens und die Anerkennung ihrer Talente sicher.
Aber auch hier werden sie, als Soldaten der zweiten Armee, in die Dienste der Herrschenden gezwungen.

Wer tief in die Welt der Grischa eintauchen will, liest auch die vorangehende „Grischa-Trilogie“ um die Heldin Alina Starkow und den Dunklen und die gerade beginnende Duologie „Thron aus Gold und Asche“, deren erster Teil im Dezember 2019 erschienen ist.

Mir haben gefallen: die ungewöhnlichen Helden und ihre meisterhafte Charakterentwicklung, die Rasanz der Geschichte, die nicht einen Moment Langeweile aufkommen lässt, die unglaubliche Entfaltung einer neuen fantastischen Welt und die Spannungssteigerung bis zum Ende des zweiten Bandes.

Besonders neugierig bin ich auf die Verfilmung durch Netflix. Das Casting hat bereits begonnen und die Fangemeinde fiebert in vielen persönlichen YouTube-Trailern der Umsetzung entgegen.

 

Aus Syrien geflüchtet. Ein autobiografischer Jugendroman
von Seif Arsalan

Ein sehr spannender und aufschlussreicher autobiografischer Jugendroman.

Seif ist 20 Jahre alt und kam vor zwei Jahren aus Syrien nach Deutschland. Nach einem Jahr in Deutschland besuchte er eine Schule und die damalige Lehrerin empfahl ihm deutsche Bücher zu lesen, um die Sprachkenntnisse zu verbessern.  Nach einem Besuch in einer Schulbücherei las er das Buch „Abgehauen“. Dieses Buch inspirierte  ihn seine Lebensgeschichte zu erzählen.
Eine Jugendbuchautorin und seine Lehrerin halfen ihm dabei seine Geschichte zu erzählen.
Als 2011 die Unruhen in Syrien entstehen und sich zu einem schrecklichen Krieg ausweiten, ist Seif 14 Jahre alt. Das Leben in dieser Zeit wird immer furchtbarer, und so entschließen sich Seif und seine Mutter zu fliehen.

Die Flucht über die Türkei, Griechenland und die Ankunft in Deutschland wird in diesem Buch äußerst spannend dargestellt.
Dieses  Buch ist für Jugendliche ab 13 Jahre sehr empfehlenswert.

 

Bücher für Reiselustige...

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Buchtipps für Reiselustige, die dieses Jahr nicht so können, wie sie möchten…

Wird es dieses Jahr bei Ihnen auch nicht so recht was mit dem Sommerurlaub?
Vielleicht tröstet Sie dann wenigstens das eine oder andere Buch, das in einem fremden Land spielt, ein bisschen darüber hinweg…

Ich wollte zum Beispiel nach Armenien im Mai, das ging leider auch nicht, die Reise wurde gecancelt. Aber ich habe einen wunderbaren Roman über Armenien gelesen und so einiges über Land und Leute erfahren:

„Hier sind Löwen“ – Hic sunt leones – so wurden früher die weißen Flecken auf alten Landkarten beschriftet, also die Weltgegenden, über die man nichts wusste. So ein weißer Fleck ist für die junge Buchrestauratorin Helen Mazavian das Land Armenien, obwohl sie selbst armenische Wurzeln hat. Sie reist nach Jerewan zu einem wissenschaftlichen Austauschprogramm für Restauratoren um dort die armenische Bindetechnik kennenzulernen. Das erste Buch, das ihr anvertraut wird, ist eine alte Familienbibel.
„Hrant will nicht aufwachen“ hat jemand an den Rand einer Seite gekritzelt. Helen taucht ein in das Rätsel des alten Buches, eine Geschichte des Verlorengehens und des Schmerzes…
Die alte Bibel war das Letzte, was den Geschwistern Anahid und Hrant blieb auf ihrer Flucht vor den Massakern und dem Genozid zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
Aber Helen erlebt auch das moderne Armenien und macht sich auf zu einer Entdeckungsreise durch das Land, zur Schwarzmeerküste und auf die andere Seite des Ararat.

Ein sehr lesenswerter und bewegender Roman, in der Schwebe gehalten zwischen Historischem und Fiktion.

 

Waren Sie schon einmal in Finnland? Ich nicht, aber ich hätte große Lust auf Land und Leute. Wenn ich zum Beispiel an die herrlichen Filme von Aki Kaurismäki denke, dann reizt es mich schon sehr. Wer diesen speziellen finnischen Humor mag, dem dürfte folgender Roman gefallen:

Eine wunderbar schräge Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln. Und wo fängt er an? Beim Zahnarzt…..

Pekka Kirnuvaara hat einen neuen Zahnarzt und der hat seltsamerweise den gleichen Nachnamen wie er selbst. Auf dem Behandlungsstuhl liegend entdeckt Pekka noch mehr Ähnlichkeiten mit Esko Kirnuvaara und schließlich steht es am Ende der Behandlung fest, beide haben denselben Vater. Brüder also – aber sehr unterschiedliche: Esko – der introvertierte, nüchterne Zahnarzt. Pekka – der kontaktfreudige Mann aus der Webebranche. Diese unterschiedlichen Charakterzüge führen zu herrlichen Dialogen zwischen den Brüdern. Sehr witzig: das Thema Zahnpflege zieht sich durch alle Kapitel. Nach einigem Hin und Her machen sich die beiden Brüder auf die Suche nach Onni, dem gemeinsamen Vater. Man muss sie einfach mögen, Pekka und Esko….und Überraschung, es tauchen noch mehr Geschwister auf…

Eine nordisch-schräge Geschichte, temporeich, leicht und locker erzählt. Macht wirklich Spaß und …  regt zum Zähneputzen an!!!

 

Nach Griechenland darf man schon wieder reisen… falls Sie das demnächst vorhaben und vielleicht sogar die Insel Kreta kennenlernen wollen, nehmen sie dieses Buch mit und fangen Sie gleich im Flugzeug an zu lesen…

Ein junger deutscher Archäologe wird 1943 nach Kreta geschickt um dort Kunstschätze, die sich als Beutegut für Hitlers Germanisches Museum eignen, zu katalogisieren. Als Fahrer und Führer bekommt er den Einheimischen Andreas zugewiesen. Er lernt die Insel mit all ihrer Schönheit kennen, erlebt dort Gastfreundschaft und Freundschaft und verliebt sich. Je länger er sich auf der Insel aufhält, desto weiter wird er hineingezogen in die politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Kretern, deutschen Besatzern und Briten. Nach dramatischen Sabotageaktionen und Vergeltungsmaßnahmen der Deutschen muss er sich für eine Seite entscheiden.

Ein unglaublich spannendes Buch, dabei gut recherchiert, Orte und historische Begebenheiten sind nachvollziehbar, es ist gleichzeitig Abenteuerroman, Kriegsroman, Liebesroman und ein wunderbarer Reisebegleiter für einen Kretaurlaub. Ein absolutes Lieblingsbuch!

 

Viel Spaß beim Reisen in und mit Büchern wünscht Ihnen
Angela Lessmeier
(Mitarbeiterin der Stadtbücherei)

Dieser Buchtipp ist Teil des Blog-Projekts "Monatsthema". Das Thema im Juli lautet "Endlich Urlaub!". Sie wollen mehr wissen? Dann abonnieren Sie doch unseren Blog und bleiben auf dem Laufenden über alles, was in der Stadtbücherei passiert! Wir freuen uns auf Sie!

Buchtipps für Kinder und Jugendliche im Juli

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Der magische Blumenladen
von Gina Mayer

Violet ist ein Waisenkind. Ihre Mutter starb bei einem Unfall, als sie noch ein Baby war und über ihren Vater weiß sie nichts. Sie wächst bei Pflegeeltern auf. Aber ihre Tante Abigail, die Schwester ihrer Mutter, lebt nur ein paar Straßen weiter und betreibt dort einen kleinen Blumenladen. Violet besucht sie sehr oft und findet mit der Zeit heraus: Tante Abigail kann mit Pflanzen zaubern. Und sie, Violet, hat die Gabe ebenfalls! Sie gibt keine Ruhe mehr, bis Tante Abigail einwilligt, Violet in die Welt der Magie und in den Gebrauch des geheimnisvollen magischen Blumenbuches einzuführen.
Unterstützt von ihren besten Freunden, den Zwillingen Jack und Zack, sowie dem unergründlichen Kater Lord Nelson und dem geschwätzigen Wellensittich Lady Madonna, erlebt Violet die unglaublichsten Abenteuer.

Alle Bände sind ausgesprochen spannend, manche auch ganz schön unheimlich, vor allem Band 4! Dieses Jahr erscheint schon Band 12, außerdem gibt es einige Sonderbände für Erstleser. Jeder Band erzählt ein abgeschlossenes Abenteuer und was es mit Violets Geschichte auf sich hat, wird in jedem Band kurz zusammengefasst. Trotzdem empfiehlt es sich, die Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Denn einige Geheimnisse ziehen sich über mehrere Bände hinweg: Zum Beispiel die Frage, ob Violet nicht doch noch etwas über ihren Vater herausfindet …

Zauberhafte, witzige und geradezu süchtig machende Unterhaltung für Kinder von ca. 8 bis 12 Jahren. Toll auch zum Vorlesen!

Im Tal der Wölfe
von Oliver Scherz

Nach Beendigung des Winterschlafes ist es Habbis erstes Anliegen, seinen Freund, den Wolf Yaruk wiederzusehen. Dies gelingt ihm jenseits des großen Stromes, im Niemandsland. Yaruk hat schon auf ihn gewartet und verbringt mit Habbi einen wunderschönen Frühlingstag, ehe beide bemerken, dass Habbi wegen des Hochwassers nicht mehr zum Erdmännchendorf zurückkehren kann. Yaruk nimmt seinen Freund mit zum Wolfslager. Die Wolfsgeschwister haben jedoch ebenso wenig Verständnis für diese ungleiche Freundschaft wie die Erdhörnchen. Erst als Habbi den schwächsten Welpen vor einem Adler rettet, erfährt er so etwas wie Akzeptanz von Seiten der Wölfe. Aber ebenso wenig wie Habbi sich mit dem Jagen und Töten der Wölfe anfreunden kann, kann Yaruk mit seiner neuen Achtung vor jedem Leben der Anführer seines Rudels sein. Als die beiden Freunde dies erkennen, wissen sie, dass sich ihre Wege trennen müssen. Habbi kehrt zu den Erdmännchen zurück. Letztendlich aber siegt die Freundschaft. Yaruk verlässt sein Rudel und wird von nun an in Habbis Nähe wohnen.

Diese liebenswerte Tiergeschichte ist der ersehnte Nachfolger des Titels „Ein Freund wie kein anderer“. Wieder geht es um Freundschaft jenseits aller Konventionalität, um Zwei, die durch Dick und Dünn miteinander gehen. Die unvermeidliche Trennung am Ende hätte ich als Erwachsener für den besseren Schluss gehalten. Kinder jedoch werden über die Wiedervereinigung glücklich sein. Empfohlen für Kinder ab 6 Jahren, mit farbigen Illustrationen von Barbara Scholz.

 

Sprichst du Schokolade?
von Cas Lester

Die zwölfjährige Josie ist ein nettes, hilfsbereites Mädchen, das nicht auf den Mund gefallen ist. Als Nadima, die mit ihrer Familie aus Syrien geflüchtet ist, neu in die Klasse von Josie kommt, sind sich die beiden auf Anhieb sympathisch. Nadima spricht kein Englisch, aber Josie weiß mit Schokolade und Emojis zu helfen und so beginnt eine wunderbare Freundschaft, die aber auch immer durch Missverständnisse bedroht ist.

Warmherziges Buch, das das Thema Integration in eine flotte Freundschaftsgeschichte verpackt. Für Kinder ab 10 Jahren.

 

So viel Liebe
von Moni Nilsson

Durch ein Missgeschick ihrer besten Freundin erfährt Lea, dass ihre Mutter, die schon viele Jahre krebskrank ist, nicht mehr gesund wird und bald sterben muss. Lea ist völlig verzweifelt. Sie fürchtet sich davor, ihre Mutter zu verlieren. Sie hat Angst, ihre Mutter zu vergessen.
Aber vor allem ist sie wütend. Wütend auf die Krankheit, die zurück ist. Wütend auf ihre beste Freundin, deren Mama nicht stirbt. Wütend auf alle, die Mitgefühl zeigen. Lea begreift erst allmählich, dass nicht mehr viel Zeit bleibt und so packen Lea, ihre Mama, ihr Papa und ihr Bruder so viel Liebe wie möglich in die noch verbleibende Zeit.

Sehr berührendes Buch über Familie, Freundschaft und das Abschiednehmen. Frühestens für Kinder ab 10 Jahre geeignet.

 

Natürlich finden Sie alle diese Titel bei uns in der Bücherei! Aber schnell sein lohnt sich, denn unsere Buchtipps sind oft ausgeliehen! Die Stadtbücherei freut sich auf Ihren Besuch!

Sciene-Fiction und Fantasy Empfehlungen im Juli...

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Das Team der Stadtbücherei hat auch im Juli wieder spannende Büchertipps für Sie parat, mit denen Sie einfach für einige Zeit in eine andere Welt eintauchen können und den Alltag vergessen!

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
von Becky Chambers

Eigentlich ist es schade dass dieser Roman zur Gattung Science-Fiction gehört, denn ich befürchte viele Leser schreckt allein schon der Begriff ab. Dabei könnte die Handlung genauso gut in der heutigen Zeit auf der Erde spielen, anstatt in der Zukunft im Weltraum. Anders herum werden vermutlich viele Hard-Science-Fiction Leser enttäuscht sein. Denn es ist ein eher stiller Roman, der von den liebevoll ausgebildeten Charakteren und den zwischenmenschlichen bzw. „zwischenextraterristischen“ Beziehungen lebt. Zur eigentlichen Geschichte nur so viel: ein Raumschiff, eine Crew bestehend aus verschiedenen Völkern und Kulturen und eine Aufgabe.
Eigentlich geht es mehr um gegenseitige Toleranz, Respekt vor fremden Sitten und Gebräuchen und dem täglichen Leben miteinander. Und von diesen Dingen kann es meiner Meinung nach gar nicht genug geben.

Sturmlicht-Chroniken
von Brandon Sanderson

Eins vorneweg, ich lese hauptsächlich Fantasy - für die ich in der Stadtbücherei im Salzstadel auch zuständig bin. Vor allem in den letzten Jahren ist sehr viel Fantasy auf dem Buchmarkt erschienen. Allerdings hat man beim Lesen oft das Gefühl, „mhhh, kenn ich schon“, „erinnert mich an dieses oder jenes Buch“, bzw. Autor. Nicht so bei Brandon Sanderson. Er schafft es immer wieder komplett neue und sehr detaillierte Welten und Magiesysteme zu entwickeln, die mich immer wieder verblüffen und begeistern. Genauso wie die Charaktere, die er erschafft. Er ist, neben Tolkien (wer hätte das gedacht), mein absoluter Lieblings-Fantasy-Autor. Grundsätzlich kann ich alles von ihm empfehlen. Als Einstieg würde ich die Mistborn-Trilogie empfehlen. Wer vor einer mehr bändigen epischen High-Fantasy-Reihe, mit tausend seitigen Einzelbänden, die noch dazu noch nicht abgeschlossen ist, nicht zurückschreckt, dem kann ich die Sturmlicht-Chroniken wärmstens ans Herz legen. Bisher sind von der Reihe sechs Bände (plus ein Zwischenband) auf Deutsch erschienen, im englischen Original sind es drei Bände. Laut Sanderson sollen es zehn Bände werden, auf Deutsch also vermutlich zwanzig. Daher braucht man als Leser also Geduld - aber die Reihe ist das Warten allemal wert.

Und zuletzt empfiehlt unsere Kollegin Frau Reiser:

 

Der Krieg der Welten
von H.G.Wells

 

England, 1898: Die Erde ist ein lohnendes Ziel für die Marsianer, welche einen neuen Planeten für ihr Weiterleben benötigen. Also schießen sie mit einer Kanone Kapseln auf die Erde, um so eine Invasion zu beginnen.
Anfangs begegnen die Engländer den Neuankömmlingen mit Gleichgültigkeit und allenfalls gelinder Neugier. Aufgeschreckt werden sie erst durch den Hitzestrahl und den grauen Rauch, den Laufmaschinen gegen die Menschen verwenden und so für zahlreiche Todesopfer sorgen.
Das Militär ist machtlos, die Menschen beginnen eine wilde und ungezügelte, wenn auch ziel- und hilflose Flucht.

Der Ich-Erzähler, dessen Namen man nie erfährt, beobachtet und berichtet von der Stampede aus London, der brutalen Gewalt der Flüchtenden, der Ellenbogen-Mentalität, die sich breit macht und von seinen eigenen Versuchen, sein Leben zu retten.Nichts und niemand scheint in der Lage, die Marsianer zu stoppen. Als alles verloren scheint (die Menschheit hat ihren Anspruch, die Krone der Schöpfung zu sein, bereits aufgegeben), werden die Eindringlinge von dem winzigsten und primitivsten Wesen der Evolution getötet – der Mikrobe (= Virus !).

Auf diesen Klassiker der Science-Fiction-Literatur bin ich aufmerksam geworden durch einen Online-Artikel anlässlich der Corona-Krise.
Natürlich ruft das damalige Naturwissenschafts- und Technikverständnis heute nur noch ein müdes Lächeln hervor. In einer Zeit, die Raumsonden zum Mars schickt und außerirdisches Leben bezweifelt, fürchtet niemand ernsthaft eine Invasion vom roten Planeten.
Auch der Erzählstil, eher beschreibend als dramatisierend, eher nüchtern als spannend, mit Verzicht auf einen Actionhelden, könnte uns langweilig erscheinen, wenn nicht die Beschreibung des menschlichen Charakters dermaßen aktuell wäre und die menschlichen Verhaltensweisen nach über 120 Jahren noch vollkommen unverändert. Sie reichen von gleichgültiger Beobachtung über panische Nabelschau bis zur erleichterten Rückkehr zum Alltag.

H.G. Wells hat in seinem Roman auch die damalige englische Kolonialpolitk  angeprangert. Aber es ist die tödlich verlaufende Begegnung mit dem Bakterium, welche diesen Roman, bzw. das Hörspiel beklemmend aktuell macht.
Das Buch ist in der Stadtbücherei nur noch über die Onleihe, bzw. als Hörbuch (genial gelesen von Andreas Fröhlich) erhältlich.

Buchtipps für Kinder und Jugendliche - Wir empfehlen...

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Buchtipps für alle ab 10 Jahren bis zu Junggebliebenen Erwachsenen jeden Alters:

Ein Freund wie kein anderer
von Oliver Scherz

Das Erdhörnchen Habbi verlässt die ausgetretenen und sicheren Futterpfade seiner Familie, um im verbotenen Wald neue Schätze zu finden, einen Libellenflügel, ein Schneckenhaus… In seinem Eifer läuft er bis zum Rand der Welt, einem Wasserfall, und stürzt aus Unachtsamkeit in die Tiefe. Hier trifft er Yaruk, einen verletzten Wolf und Erzfeind der Erdhörnchen-Sippe. Indem Habbi beschließt, dem verwundeten Wolf zu helfen, überschreitet er die ungeschriebenen Gesetze der Erdhörnchen und der Natur. Hin- undhergerissen zwischen Vorsicht, Rebellion und Neugier gelingt es ihm, den Wolf zu befreien, dessen Schmerzen und Einsamkeit zu lindern und letztendlich einen ungewöhnlichen Freund zu gewinnen. Einen Sommer lang verbringen die beiden von ihren Familien und der restlichen Tiergemeinschaft des Waldes ausgestoßenen Freunde herrliche Tage. Als der Herbst naht, muss Habbi erkennen, dass Erdhörnchen Winterschlaf halten müssen und auch Wölfe schlecht alleine überleben können. Mit dem Versprechen, sich im nächsten Frühjahr wiederzutreffen, trennen sich die Freunde und kehren zu ihren Familien zurück.

Ein liebenswerter Titel über Freundschaft, die Grenzen sprengt und der Mut macht, sich das Fremde vertraut zu machen. Empfohlen für Kinder ab 6 Jahren, mit farbigen Illustrationen von Barbara Scholz.

Fünf sind sechs zu viel
von Anja Hitz

Die elfjährige Rose ist ein Scheidungskind. Sie kommt damit gut klar. Doch dann verliebt sich ihre Mutter in Frank, Witwer und Vater von vier Jungs und dem Mädchen Renee. Rose ist erst entsetzt über die chaotische Familie, findet dann aber doch sehr schnell Spaß an dem ungewohnten Familienleben. Ein Problem für Rose ist aber, dass ihr Papa einsam ist. Zusammen mit Renee schmiedet sie Pläne für eine neue Frau.

Lustige Patchworkfamilien-Geschichte, sehr leicht geschrieben. Gute Unterhaltung. Ab 9 Jahre.

Für immer Alaska
von Anna Woltz

Parker und Sven haben beide schreckliche Angst vor dem ersten Schultag an ihrer neuen Schule. Sven ist Epileptiker. Er möchte gleich mal etwas Großartiges machen, um zu beweisen, dass er nicht der bedauernswerte Junge ist - doch alles was ihm gelingt, ist Parker lächerlich zu machen.
Außerdem vermisst Parker ihren Hund Alaska, den sie wegen der Allergie ihres kleinen Bruders abgeben musste. Was für ein Schock, als sie nach der Schule Alaska zusammen mit Svens Mutter sieht. Der Junge, der sie so dermaßen lächerlich gemacht hat! Also schmiedet Parker einen Plan, wie sie den wunderbarsten Hund der Welt zurückholen kann. Die nächtliche Aktion endet allerdings anders als geplant.

Ein super Buch, unbedingt lesen! Für Kinder ab 10 Jahren.

 

Mein Bruder und ich und das ganze Universum
von Katya Balen

Der zehnjährige Frank hat einen kleinen Bruder. Max ist fünf und ist Autist. Er kann nicht sprechen, ist zwanghaft fixiert auf bestimmte Rituale und bekommt regelmäßig Schreianfälle, wenn irgendetwas nicht so ist, wie er es gewohnt ist. In der Familie dreht sich alles um Max. Manchmal hätte Frank lieber keinen Bruder…
Als dann auch noch die Mutter überraschend stirbt, bricht alles zusammen. Doch zum Glück gibt es die Großmutter, den Nachbarn Mark mit seinem Hund und Franks Freunde.

Ein sehr ergreifendes Kinderbuch über Autismus und Geschwisterliebe. Ist teilweise sehr traurig, keine leichte Kost, aber sehr gut geschrieben. Für Leser/innen ab 11 Jahren.

 

Was so in mir steckt
von Barry Jonsberg

„Mum“, begann ich, „weiten sich deine Pupillen, wenn du Dad anschaust? Strömt dein Blut in deine Epidermis und spürst du ein Flattern in der Magengrube?“ Mum schaut Dad an. „Beim Flatten in der Magengrube muss ich passen“, antwortete sie, „aber manchmal schafft er es, dass sich mir der Magen umdreht.“
Der 13-jährige Rob ist das erste Mal verliebt. Um Destry Camberwick zu beeindrucken, ist der extrem schüchterne und zu Panikattacken neigende Rob auf jede Hilfe angewiesen. Leider kann im weder seine Mutter helfen, noch führen die Tipps von seinem besten Freund Andrew und seinem schrulligen Großvater zum Erfolg. Als er dann plötzlich anonyme SMS mit Aufgaben erhält, muss er sich einer ganz anderen Herausforderung stellen.
Er muss Rob Fitzgerald sein - mit allem, was dazugehört.

Ein kluges Buch mit überraschenden Wendungen, viel Humor. Für Leser ab 12 Jahren.

 

Das NEINhorn
von Mark-Uwe Kling

Es war einmal ein kleines Einhorn. Alles um ihn herum war kuschlig und schnuckelig. Alles war Friede, Freude, Eierkuchen. Das gefiel dem Einhorn überhaupt nicht, so wurde es zum NEINhorn, verließ die heile Welt und ging auf Wanderschaft. Es traf außergewöhnliche Fremde die zu Freunden wurden. Und die Moral von der Geschicht, gibt es nicht!

Ein herrlich witziges, sehr schön illustriertes Buch, nicht nur für Kinder. Ich habe damit zu Hause einen sehr lustigen Vorleseabend veranstaltet. Die Zuhörerschaft umfasste eine Altersspanne von 6 – 44 Jahren und wir haben uns alle herzlichst amüsiert.
Vor allem die lustigen Tiere am Ende haben es uns angetan, und wir denken uns bei fast jedem Abendspaziergang neue aus.

 

Viel Spaß beim Lesen und Kennenlernen unserer aktuellen Buchtipps für Jung und Junggebliebene! Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei  uns vor Ort!

Medientipps zum Welttag des Buches - Wir empfehlen...

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Amy und die geheime Bibliothek von Alan Gratz

Amy ist ein ruhiges 9-jähriges Mädchen, das nichts so sehr wie Bücher liebt. Als eines Tages ihr Lieblingsbuch aus der Schulbibliothek verbannt wird und mit der Zeit immermehr Bücher entfernt werden, gründet Amy mit ihren Freunden Rebecca und Danny die G.S.B. (Geheime Schließfachbibliothek), die all die Bücher enthält, die nicht mehr in der Bibliothek stehen dürfen. Schnell wird diese zum Renner unter den Schülern. Dann aber wird die G.S.B. entdeckt...Der Autor möchte mit diesem Buch darauf aufmerksam machen, dass in den USA jedes Jahr hunderte von Büchern aus den Bibliotheken verbannt werden, weilirgendjemand sie ungeeignet findet. Ein Buch über mutige Kinder und eine Liebeserklärung an die Bücher und das Lesen. Ein Lieblingsbuch für Leser ab 9 Jahre

Kintsugi von Miku Sophie Kühmel

Ein erfolgreicher Künstler und ein Archäologieprofessor, seit 20 Jahren ein Liebespaar, verbringen in ihrem Ferienhaus am See ein Wochenende mit ihrem Jugendfreund und dessen 20-jähriger Tochter. Sie essen zusammen, gehen spazieren, arbeiten im Garten. Damit ist die Handlung fast schon erzählt. Was hier jedoch mehr interessiert als das äußere Geschehen ist das Innere.Alle vier Personen halten für sich Rückschau auf die vergangenen 20 Jahre. Das wird in vier Kapiteln erzählt, jedes davon aus der Sicht einer der vier Personen. Dazwischen eingeschoben sind Gesprächsszenen, die wie ein Theaterstück geschrieben sind.Mich hat fasziniert, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen verschiedener Menschen sind, auch wenn sie noch so eng miteinander verbunden sind, und mit welch tiefer psychologischer Einfühlung die noch recht junge Autorin diese schildert. Als Kintsugi bezeichnet man in Japan die Kunst, zerbrochene Keramik mit Gold zu kitten, so dass sie danach sogar noch wertvoller ist als davor. Sie ist auch ein Sinnbild für das Heilen seelischer Wunden. Ob letzteres in dieser Geschichte gelingt, bleibt offen. Die Sprache aber ist, wie die japanische Kunst, so schlicht, klar und schön, dass ich, obwohl zu Beginn erst einmal ganz einfache Alltagstätigkeiten geschildert werden, von Anfang an einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen!

Wir wünschen Ihnen am Welttag des Buches einen schönen 23. Lese-April.

Die Onleihe der Stadtbücherei Landshut – digitale Medien ganz einfach nutzen mit gültigem Leserausweis. Wer noch keinen Leserausweis besitzt kann sich telefonisch oder per E-Mail einen vorläufigen kostenlosen Schnupperausweis ausstellen lassen. Für Fragen rund um unsere Online-Angebote oder die Anmeldung erreichen Sie uns dienstags bis freitags telefonisch von 9 Uhr – 15 Uhr unter der Telefonnummer 0871 / 22877 oder unter der E-Mail ausleihe.stadtbuecherei(at)landshut.de


Medientipps im April - Wir empfehlen...

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Die Winterbienen
von Norbert Scheuer

Der besondere Roman erzählt unaufdringlich von dem beglückenden Umgang mit den Bienen in Zeiten schwierigster Kriegswirren an der belgischen Grenze 1944/45. Ein wegen Epilepsie aus dem Schuldienst entlassener Lehrer, der in der Eifel die Bienenzucht seiner Eltern weiterführt, wird zum Fluchthelfer. Er versteckt dabei die Flüchtlinge - meist jüdischer Abstammung - in großen Bienenkästen.
Einfühlsam und spannend geschrieben, erfährt man dabei neben einer guten Portion Zeitgeschichte auch viel über Bienen.

Über Meereshöhe
von Francesca Melandri

Ein Reisebuch der besonderen Art ist der Roman der italienischen Autorin, der auf einer Gefängnisinsel vor Ligurien spielt. Ende der 70er Jahre besuchen Luisa, eine toskanische Bäuerin, und Paolo, ein ehemaliger Lehrer, ihre Angehörigen. Ein Sturm, der die Insel von der Außenwelt abschneidet, führt die beiden zusammen. Sie erzählen sich die Geschichten ihrer Angehörigen; Luisas Mann ist als Mörder verurteilt, Paolos Sohn als Terrorist. Langsam nähern sie sich einander an und spenden sich Trost.
Eine besondere Reise in poetischer Sprache.


Lempi, das heißt Liebe

von Minna Rytisalo.

Lempi, aus einer kleinen Stadt in Lappland, der das Landleben fremd ist, verliebt sich in den Bauern Viljami und heiratet ihn. Nach einem glücklichen Sommer wird Viljami 1943 zum Kriegsdienst eingezogen und läßt seine Frau schwanger zurück. Als er heimkehrt, ist Lempi verschwunden, angeblich mit einem deutschen Offizier. Die Magd Elli hat den Hof bis zur Rückkehr gehütet und sorgt nun für Viljamis Sohn.
Tragisch und emotional erzählt.


Der kleine Fuchs
Text von Edward van de Vendel
Illustrationen von Marije Tolman

Der kleine Fuchs erforscht, wie so oft, die Dünenlandschaft seiner Heimat. Er spielt mit den anderen Tieren, als er plötzlich von zwei lila Schmetterlingen zu einer Verfolgungsjagd verführt wird. Weil er unvorsichtig ist, fällt er ganz unerwartet von einer Klippe und bleibt nach einem heftigen Schlag bewusstlos liegen. Er träumt von seinem jungen und wunderschönen Fuchsleben und erst das Auftauchen einer gefährlichen Situation zeigt dem Leser und Betrachter, dass womöglich sein ganzes bisheriges Leben an ihm vorbeizieht und das bisher so freundliche Kinderbuch möglicherweise einen unerwarteten, unangenehmen Ausgang nimmt. Hilfe im Traum und auch im echten Leben bekommt der kleine Fuchs durch einen Menschenjungen, der ihn am Strand findet und zum Bau seiner Familie trägt. Obschon die Trauerkarawane der Tiere vermuten lässt, dass diese Hilfe zu spät kommt, wendet sich die Geschichte zum Guten, denn der Fuchs erlangt das Bewusstsein wieder und ist um eine wichtige Erfahrung reicher: „Neugier ist Todesgier“, so Papa Fuchs und sein Nachwuchs wird künftig die gebotene Vorsicht walten lassen. Neben der knapp gehaltenen Geschichte des Niederländers Edward van de Vendel besticht das Buch durch die ungewöhnliche Illustration von Marije Tolman. Die Füchse werden durch eine textmarker-orange Farbe herausgehoben. Sie und alle Tiere (wie auch der Menschenjunge) werden in eine fotografierte Wald- bzw. Dünenlandschaft gesetzt, der alle leuchtenden Farben entzogen wurde und die einen blau-grau-schwarz-weißen Kontrast zu der realen Handlung abgibt. Die Traumlandschaft des Fuchses hingegen wird mit Pastell- oder Kreidefarben nur angedeutet, besticht aber durch Farbtupfer und Detailzeichnungen. Nachdem Füchse so ziemlich meine Lieblingstiere sind, ist mir dieses Kinderbuch mit dem leuchtend orangen Fuchs auf dem Cover sofort ins Auge gesprungen. Ein Buch mit vielen Bildern und wenig Text, aber eben doch kein Bilderbuch für Kleine, sondern eher eine sehr berührende, vorsichtige Geschichte über Jungsein, Neugier und Beinahe-Sterben, die Kindern von Eltern vorgelesen werden sollte. Sehr empfohlen für nachdenkliche Kinder ab 6 Jahren!

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Als der Kaiser ein Gott war
von Julie Otsuka

Besonders gut gefallen hat der leise und sensible Roman der japanisch-stämmigen Autorin Julie Otsuka. Eindringlich erzählt sie darin von einem verdrängten Kapitel der USamerikanischen Geschichte. Die japanischen Einwanderer, die sich seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kalifornien angesiedelt hatten, waren schon lange in ihrer neuen Heimat angekommen. Dann wird alles anders. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor sind plötzlich alle Japaner verdächtig und werden angefeindet. Die Männer werden als erstes abgeholt. Einige Tage später sind die Mütter mit den Kindern dran. Die Familie, von der der Roman erzählt, wird auseinandergerissen. Sie werden deportiert und in Internierungslager in der Wüste von Utah gebracht. Aus verschiedenen Perspektiven (Mutter, Tochter, Sohn, Vater) wird das unvorstellbar harte Leben  hinter Stacheldraht in den „camps“ in der glühend heißen, staubigen Salzsteppe beschrieben. Der Erzählton der Autorin bleibt trotz der geschilderten Zustände distanziert und unaufgeregt. Die Personen in ihrem Roman sind namenlos und stehen so für alle japanischen Familien jener Zeit. Ein sehr berührendes Buch. Still und mit wenigen Worten wird eine große Geschichte erzählt.

Am Tag davor
von Sorj Chalandon

Spannend wie ein Krimi ist dieser packende Roman!
Eine Geschichte über Schuld, Verdrängung und Rache. Es gibt Zäsuren im Leben, danach ist nichts mehr, wie es war. Solch einen Wendepunkt erlebt der 16-jährige Michel Delanet, als sein geliebter und bewunderter Bruder Jojo, der als Bergarbeiter in einem französischen Kohlerevier arbeitet, ums Leben kommt. Bei einem Grubenunglück sterben 42 Bergleute, als Gase austreten und in der Mine explodieren. Nach dem Unglück dreht sich für Michel alles nur noch um diese Katastrophe, umso mehr als kurz darauf sein Vater aus Verzweiflung Selbstmord begeht. Michel will Rache nehmen an dem Mann, der seiner Meinung nach das Unglück verschuldet hat und gleichzeitig an einem System, das nicht nur seine Familie zerstört hat. Dieser Racheplan lässt ihn sein Leben lang nicht los. Als er ihn schließlich Jahre später verwirklicht, nimmt die Geschichte eine jähe, völlig unerwartete Wendung. Beim Lesen dieses Romans spürt und atmet man regelrecht die Schwärze des Kohlenstaubs und die Härte der Arbeit in den Gruben. Eine beeindruckende Charakter- und Milieustudie, inspiriert von dem Grubenunglück von Liévin am 27. Dezember 1974.

Die Bagage
von Monika Helfer

Nummer 3 der Favoriten ist der gerade erschienene Roman Die Bagage von Monika Helfer. Hier erzählt die Österreicherin die Geschichte ihrer eigenen Familie. Josef und Maria Moosgruber, die Großeltern der Autorin, leben zur Zeit des 1. Weltkriegs mit ihren Kindern am Rande eines Bergdorfes. Von den Dorfbewohnern werden sie abschätzig „Die Bagage“ genannt, sie sind die Armen, auf die man herabsieht und von denen man sich fernhält. Als Josef zur Armee eingezogen wird, bleibt Maria mit den Kindern allein zurück, abhängig von den Zuwendungen des Bürgermeisters, der wie viele andere Männer auch ein Auge auf die außergewöhnlich schöne junge Frau geworfen hat und sie mehr und mehr bedrängt. Und dann ist da noch Georg, ein gutaussehender junger Mann aus Hannover, der hochdeutsch spricht und den Maria auf einem Jahrmarkt kennenlernt. Als Maria schwanger wird, gehen Gerüchte um. Ist das Kind, Grete, (die Mutter der Autorin) wirklich Josefs Tochter? Zweifel und Argwohn belasten die Familie. Josef richtet nie auch nur ein Wort an Grete. Wunderbar ist die klare, schnörkellose Sprache dieses Romans, der ohne jedes Pathos auskommt und eindringlich und berührend große Gefühle wie Liebe, Wut, Neid, Trauer beschreibt. Eines der schönsten Bücher in diesem Frühling, schwärmen wir und wünschen allen Lesern viel Freude bei der Lektüre.  

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Der kleine Buchladen der guten Wünsche
von Marie Adams

Die Buchhändlerin und überzeugte Großstädterin Josephine liebt ihren Beruf als Buchhändlerin. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Mark hat sie sich eine eigene Buchhandlung in Köln aufgebaut, die jedoch leider kaum einen Gewinn abwirft. Eines Tages erhält Josephine die Nachricht, dass ihre Großtante gestorben und ihr ein Erbe hinterlassen hat. Aber das Erbe ist an einer Bedingung geknüpft: Josephine muss für ein halbes Jahr in das Haus ihrer Großtante in die Rhön ziehen und die Buchhandlung für diese Zeit weiterführen. Schafft sie dies, erbt sie alles, inklusive eines nicht unerheblichen Geldbetrages. In dem kleinen Ort trifft Josephine auf ihren alten Jugendfreund Johannes. Ein sehr schöner Gute-Laune-Wohlfühl-Roman, der durch das Cover und den Titel kitschiger rüberkommt, als er in Wirklichkeit ist. Marie Adams hat es geschafft, den Alltag einer Buchhändlerin einigermaßen realistisch darzustellen. Es ist aber auch eine schöne Liebesgeschichte, deren Ende man zwar ahnt, die aber natürlich einige Turbulenzen zu überstehen hat.

Ich bin’s, Kitty
von Pressler, Mirjam (Text), Berner, Rotraud Susanne (Ill.) : 2018
Die kleine rot getigerte Katze Kitty (mit Ypsilon) verbringt ihre Kinderzeit bei der alten Frau Schwert, die sie am Straßenrand aufgelesen hat. Herrliche Tage mit genug Futter und Streicheleinheiten erlauben dem Kätzchen, neugierig die Umgebung zu erkunden und Katzenfreunde zu finden. Besonders Bruno, der alte schwarze Kater mit dem verkrüppelten Bein, nimmt Kitty unter seine Fittiche. Kittys drittes Leben beginnt, als ihre alte Besitzerin ins Pflegeheim kommt und eine neue Familie in ihr gemütliches Heim einzieht. Nun muss Kitty das Leben einer Streunerin führen, ihr eigenes Überleben sichern, ihren Platz in der Katzen-gesellschaft behaupten und sich auch mit Flüchtlingskatzen arrangieren. Gut, dass Flecki ihr zur Seite steht, ihre Als-ob-ältere Schwester, die ihr so manchen Trick verrät. Als der Herbst ins Land zieht und die Tage kälter werden, muss Kitty für sich und ihren erwarteten Nachwuchs eine neue Familie suchen, um den Winter überleben zu können. Als sie schon alle Hoffnung aufgegeben hat, wird sie vom Postboten und seiner Frau aufgenommen und kann ihrer Zukunft beruhigt entgegen sehen.
Mirjam Pressler erzählt warmherzig eine „zutiefst menschliche Katzengeschichte“. Kindheit und Erwachsenwerden, Freundschaft und Feindseligkeit, Leben und auch Tod (Kater Bruno), Sorge und Hoffnung werden dem kindlichen Leser nicht vorenthalten, die Härten des Lebens werden ihm nicht erspart. Das Ende ist versöhnlich, appelliert aber an den erwachsenen Leser, alten, kranken und verlassenen Tieren eine zweite Chance zu geben. Wer genau hinhört, erkennt in diesen Tieren auch geflohene und ausgegrenzte Menschen. Die feinen Farbzeichungen von Rotraud Susanne Berner ergänzen den Text auf wunderbare Weise. Die kleinen Aphorismen zu Kapitelbeginn lohnen sich, ein zweites Mal gelesen zu werden. Empfohlen für empfindsame Kinder ab 9 Jahren, welche keine der üblichen, harmlosen Tiergeschichten erwarten.

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte
von Kirsten Boie : 2019
Nach einem Waldbrand müssen viele Tiere, die dem Feuer entkommen konnten, eine neue Bleibe finden. Familie Waldmaus, Familie Dachs und Familie Reh finden sich schnell zurecht. Bis Mama Reh etwas kleines, graues puscheliges unter der Hecke findet, das sich als junger Fuchs entpuppt, der während des Brandes von seiner Familie getrennt wurde. Der Neuankömmling, Blau-Auge genannt, wird nach langer Diskussion (schließlich bleibt ein Fuchs immer ein Fuchs) von Mama Reh aufgenommen und soll nun lernen, ein Reh zu werden. Nach einigen Abenteuern mit seinen neuen Pflege-Geschwistern (sie machen Bekanntschaft mit „Professor“ Kater, entdecken den Bau der gefürchteten Zweifüßler und finden das schwarze Band, auf dem die Rundfüßler Jagd auf alle Tiere machen) wird Blau-Auge verdächtigt, am Verschwinden des jüngsten Waldmaus-Kindes Schuld zu sein. Er wird verstoßen und macht sich auf den Weg, seine eigene Fuchs-Familie wieder zu finden. Im Wäldchen begegnet er dem Wildschweinkind und lässt sich von ihm den geheimnisvollen Tunnel der Zweifüßler zeigen, der allen Tieren ein Rätsel aufgibt, vom Leser aber natürlich als Falle erkannt wird. Als schließlich auch sein Pflegebruder Langbein verschwindet, ist es Blau-Auge, der, wie es sich für einen schlauen Fuchs gehört, den Vermissten findet und für seine Rettung sorgt. Obwohl er sich durch diese Heldentat seinen Platz in der Tiergemeinschaft gesichert hat, setzt er die Suche nach seiner Fuchsfamilie fort. Mit Hilfe der Amsel findet die Wiedervereinigung der Füchse statt. Blau-Auge darf wieder ein Fuchs sein, wird aber seine Rehfamilie nie vergessen.
Ein neues Familien- und Vorlesebuch der beliebten Autorin Kirsten Boie, in typischer Boie-Sprache (etwas kindertümelnd) formuliert. Eine nette, harmlose Unterhaltungs-lektüre mit einigen spannenden Elementen, die Kinder ab 5 Jahren interessieren dürfte.

Grüne Gurken von Lena Hach
Die 14-jährige Lotte ist gerade mit ihren Eltern von Hessen nach Berlin gezogen. Sie vermisst ihren besten Freund Daniel und findet Berlin einfach doof. Als die Lust auf Milchreis sie in den Kiosk in ihrer Nachbarschaft verschlägt und sie dort gleich einmal das Regal mit den Kichererbsen umwirft, lernt sie nicht nur den schrägen Ladenbesitzer Junus und seine Freundin Miri kennen, sondern findet auch einen Job. Und dann ist da natürlich noch der Junge, der jeden Montag genau zehn grüne (Weingummi-)Gurken kauft und ein total süßes Lächeln hat. Was steckt wohl dahinter?
Ich mag das Buch sehr, was vor allem an den Personen liegt; allen voran die tollpatschige und liebenswerte Lotte, die ich sofort ins Herz geschlossen habe.Eine schöne Geschichte, sehr witzig, aber manchmal auch ernst. Für Leser ab 12 Jahre.

Schuld
von Ferdinand von Schirach
Schuld, die; Substantiv, feminin: bestimmtes Verhalten, womit jemand gegen Werte, Normen verstößt. So definiert unter anderem der Duden Schuld. Aber ist es so einfach? Was ist Schuld, was Unschuld, wo verlaufen die Grenzen?
Ferdinand von Schirach erzählt in seinem Werk Schuld 15 Kurzgeschichten, die diese Fragen aufwerfen. Eine Antwort muss jeder Leser für sich selbst finden. So kurz die Geschichten auch sein mögen, jede regt auf ihre eigene Art und Weise zum Nachdenken an. Auf wenigen Seiten schafft es Ferdinand von Schirach, den Charakter und sein Umfeld so detailliert zu beschreiben, dass man sofort mitfühlt, miterlebt, was passiert.
Ich habe das Buch verschlungen, in weniger als zwei Tagen. Ich liebe die Spannung, das Unerwartete und teilweise erschreckende Gefühl, das die Geschichten bei mir auslösen. Mit zwei Worten: kurzweilig, aber intensiv!

Max Murks - Schwimmkurs mit Hai
von Fee Krämer
Der achtjährige Max hat eine blühende Fantasie und erzählt gerne Geschichten, die nicht immer wahr sind. Eines Abends sitzt Holger, ein unsichtbarer schwarzer Hai, bei Max am Bett. Holger mag Lakritze, liebt Schaumbäder und benimmt sich ansonsten wie der letzte Hai. Niemand glaubt Max, nur die besserwisserische Frida aus der Schule. Und Frida hat auch eine Idee, wie sie Holger loswerden können, nämlich indem sie ihm seinen Wunsch erfüllen und ihn ans Meer bringen, das aber 300 Kilometer entfernt ist. Ob das klappt oder gibt es noch eine andere Lösung?
Sehr, sehr lustig. Besonders empfohlen ist auch das Hörbuch, ganz wunderbar von Jürgen von der Lippe gelesen. Für Kinder ab 7 Jahre.

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