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Grußwort

Sport ist so vielseitig, dass er – wie hier im 3. Band der "Anfänge des Sports in Landshut" wieder chronologisch aufgearbeitet – als Begriff und in seiner Bedeutung gar nicht exakt umrissen werden kann. In der Fachsprache wird Sport in vier markante Bereiche aufgeteilt. Das ist neben dem Breiten- und Leistungssport vor allem auch der Schulsport und, in heutiger Zeit immer gewichtiger, der Rehabilitationssport.

Neben der Freude und der Geselligkeit, die beim Volks- und Breitensport an erster Stelle stehen, ist das Streben nach Ruhm und Rekorden beim Leistungssport im Vordergrund. Der Schulsport hat dabei eine eminent wichtige Rolle, wenn es darum geht, Kameradschaft, Rücksichtnahme, Toleranz und Teamgeist zu lernen. Dieses Erlernen sozialer Verhaltensweisen prägen nicht nur den Sportausübenden Menschen an sich, sie prägen auch nachhaltig eine ganze Bürgerschaft.

Als in den 60-er Jahren die Vereinsanmeldungen in Landshut immer mehr zunahmen, war auch dies Ausdruck eines gesunden Werteverständnisses. Von den 70-er bis in die 90-er Jahre waren es zahlreiche und vor allem erfolgreiche Vereine, die für den Landshuter Ehrentitel "Sportstadt" sorgten.

Heute ist der Sport in Landshut eine feste, eine wichtige Größe. Das soll auch so bleiben. Allerdings, und das kann im vorliegenden Band noch nicht abgelesen werden, wird auch das Sportwesen in Landshut Veränderungen unterliegen. Diese Veränderungen sind nicht im haushalterischen Sparzwang begründet. Sie sind vielmehr in der sich ändernden Gesellschaft zu suchen. Als ein Boris Becker Wimbledon gewonnen und zu einer Zeit als wir in Landshut eine Straße nach Steffi Graf benannt hatten, waren die Tennisplätze beispielsweise voll von jungen "Beckers" und "Grafs". Andere sportliche Bereiche hatten in den Berichtsjahrzehnten vor 2004 ebenfalls Höhen, die sich allmählich bei den Mitgliederzahlen in Tiefen wandelten. Daher werden sich die Sportvereine in Zukunft öfter mit der Aufforderung konfrontiert sehen, mit anderen Vereinen örtlich zu fusionieren. Wie die Erfahrung gezeigt hat, ist das in vielen Bereichen durchaus förderlich und kann dafür sorgen, dass sich anfangs ganz unterschiedliche Interessenslagen plötzlich als gemeinsame wiederfinden.

Die bislang erschienenen drei Bände der Sportgeschichte Landshuts zeigen auf jeden Fall sehr deutlich, dass die Landshuter ein sportliches Volk sind und dass sie auf ihre Erfolge im Sport stolz sein können.

In diesem Sinne wünsche ich bei der Lektüre viel Spaß und viele schöne Erinnerungsmomente an die eigene aktive Zeit.

Hans Rampf
Oberbürgermeister

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