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Der Neuaufbau des Sports nach dem Zweiten Weltkrieg

Wie überall in Deutschland, befand sich nach Kriegsende auch in Bayern der Sport in einer nahezu hoffnungslosen Lage. Tausende von aktiven Sportlern waren gefallen oder befanden sich in Gefangenschaft. Vor allem in den Städten war ein Großteil der Sportanlagen zerstört oder von den US-Truppen beschlagnahmt. Es mangelte allenthalben an intakten Sportgeräten und geeigneter Kleidung. Der Vereinssport wurde zusätzlich durch politische Maßnahmen belastet. Die Siegermächte hatten die Dachorganisation des deutschen Sports, den NS-Reichsbund für Leibesübungen, aufgelöst und damit allen angeschlossenen Vereinen den rechtlichen Status aberkannt. Doch trotz dieser Probleme nahmen die Vereinsmitglieder schon wenige Monate nach Kriegsende untereinander Kontakt auf mit dem Ziel, eine Wiedergründung der Vereine einzuleiten. Im Dezember 1945 erging an alle die Aufforderung, bei der Militärregierung einen Lizenzantrag einzureichen. Dabei wurde von den US-Behörden neben der Satzung vor allem die Mitgliederstruktur überprüft. Die Lizenzierung der Vereine war ein langer und mühevoller Prozess, der erst 1948 zum Abschluss kam.

Viel zügiger verlief dagegen der innere Aufbau der Sportvereine. Meist begann man noch 1945 in Selbsthilfeaktionen, die zerstörten Übungsstätten instandzusetzen. Bald wurden auch erste Wettkämpfe abgehalten. Bereits am 26. Dezember 1945 wurde das 1. offizielle Eishockeyspiel nach dem Krieg in Landshut veranstaltet. Die Turngemeinde Landshut spielte auf dem Kolbeck-Eis gegen Donaustauf.
Überraschend früh begann auch die Diskussion über den Aufbau einer übergreifenden Sportorganisation. Die bayerischen Vereine einigten sich auf das Konzept eines einheitlichen Dachverbandes auf bayerischer Ebene. Die einzelnen Fachverbände sollten dem Dachverband zugeordnet werden. So wurde bereits am 18. Juli 1945 der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) gegründet. Die Lizenzierung durch die Militärregierung erfolgte erst im Juni 1946. Damit waren die Voraussetzungen für einen offiziellen Wettkampfbetrieb auf Landesebene gegeben.
Zu Beginn der 50er Jahre war der Wiederaufbau des bayerischen Vereinssports weitgehend abgeschlossen. Mit Hilfe staatlicher und kommunaler Stellen und des 1948 gegründeten Bayerischen Fußball-Totos wurden jetzt neue, repräsentative Sportbauten errichtet. So wurde im September 1950 als gemeinsame Einrichtung des BLSV und des Fußballverbandes die Sportschule München-Grünwald eröffnet. Sie entwickelte sich rasch zu einem Zentrum für Übungsleiterschulung und Nachwuchsförderung.

Genehmigung der amerikanischen Militärregierung zur Abhaltung der ersten Versammlung nach dem Krieg, damit war aber ausdrücklich nicht die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Gildentätigkeit verbunden.
Genehmigung der amerikanischen Militärregierung zur Abhaltung der ersten Versammlung nach dem Krieg, damit war aber ausdrücklich nicht die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Gildentätigkeit verbunden.
Schwimmschule Familienbad 1937
Schwimmschule Familienbad 1937

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