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Anfänge des Sports in Landshut

Leonhard Freiherr von Hohenhausen, 1839 Ehrenbürger der Stadt und erster Wegbereiter des modernen Sports in Landshut
Leonhard Freiherr von Hohenhausen, 1839 Ehrenbürger der Stadt und erster Wegbereiter des modernen Sports in Landshut

Zur Geschichte des Landshuter Turn- und Sportwesens. Besondere Ereignisse in Kurzform. Sport und Zeitvertreib von 1810 bis zur ersten Vereinsgründung 1861.
Romantik und Biedermeier kannten auch schon den Sport, freilich bei uns noch nicht in der Form, die vom Turnvater Jahn zum Zwecke der Körperertüchtigung in Norddeutschland propagiert wurde. Man ließ sich vielmehr, wie beim Kraftsport bestimmte körperliche Leistungen von anderen vorführen, um diese zu bewundern und daran vielleicht auch noch die Wettlust zu befriedigen.

Das Turnen selbst scheint in Landshut erst durch das 4. Jäger-Bataillon angeregt worden zu sein, welches am 07. Mai 1833 unter Leitung des Stadtkommandanten und späteren Ehrenbürgers von Hohenhausen im Hof der Jägerkaserne (Jesuitenkloster) Turnvorführungen zeigte. Der körperlichen Ertüchtigung diente nur das Freibaden, über dessen Betrieb wir einigermaßen Bescheid wissen.

Schon 1810 wurde vom Polizeikommissariat eine Badeordnung veröffentlicht, in welcher es heißt, dass wegen der Gefährlichkeit des Badens in der reißenden lsar an deren Ufer kein Badeplatz mehr ausgewiesen werden könne. Der Badebetrieb erhielt 1828 neuen Auftrieb durch die Errichtung einer Militärschwimmschule seitens des 4. Jäger-Bataillons "jenseits der Ländbrücke an dem lsararm aufwärts des Flusses", in welcher öffentlich Schwimmunterricht erteilt wurde.

Die Kürassiere von 1815-1919 in Landshut. Das 1825 in Neuburg an der Donau gegründete 4. Bayerische Jägerbataillon (1828-1839) wurde nach Landshut verlegt und im Jesuitenkloster stationiert.
Die Kürassiere von 1815-1919 in Landshut. Das 1825 in Neuburg an der Donau gegründete 4. Bayerische Jägerbataillon (1828-1839) wurde nach Landshut verlegt und im Jesuitenkloster stationiert.
Erinnerungskrug: Kraft Heil! "Kraft ist was Leben schafft"
Erinnerungskrug
Kegelspiel um 1835
Kegelspiel um 1835

1811

1811 gaben die Bürger zum Vergnügen der Universität ein Rennen auf der Schönbrunner Wiese, wo es Fahnen und Geldpreise gab.

1824

Kgl. privil. Feuerschützengesellschaft von 1425: Festschießen zu Ehren des Bürgermeisters Karl Lorber
Der Schießsport wurde im Interesse der Wehrertüchtigung seit jeher betrieben und war zeitenweise sogar Bürgerpflicht. Zu diesem Zweck unterhielt die Stadt Landshut außerhalb des Hagrainertores eine eigene Schießstätte (Marienplatz 7).

1827

Fechtmaske um 1900
Fechtmaske um 1900

Gründung der Schützengesellschaft "Zum Frohsinn"

Gründung der Schützengesellschaft "Zur Eintracht"

Das Kegelschieben wurde als Spiel und Sport mit Eifer betrieben und häufig schrieben Gastwirte der Stadt Preiskegel-Veranstaltungen aus. So hielt 1807 der Kreuzwirt Thomas Amann (Untere Freyung) ein Preiskegeln ab, das zehn Tage dauerte. 1826 gab es im Garten des Bierbrauers Anton Seitz (Neustadt) ein Brack- oder Stöcklwerfen mit ausgeschriebenen Preisen.

Im gleichen Jahr und in den folgenden Jahren traten immer wieder auswärtige Schnell- oder Kunstschnellläufer auf, die von einer bestimmten Stelle der Stadt aus nach einem Dorf der Umgebung und von dort wieder zurück in vorher festgesetzter Zeit liefen, wobei sie auf der Strecke Personen zum Einsammeln von Geldgaben aufgestellt hatten.

1833 schrieb die Klötzlmühle ein "ganz freies Weibsbilderrennen" mit anschließender Tanzmusik und Freinacht aus.

1838 trat die Schnellläuferin Karoline Paukert, angeblich aus St. Petersburg, im Garten der Schießstätte vor das Publikum. Sie umlief den Platz nachmittags um 5 Uhr 20-mal und abends um 7 Uhr 4-mal mit brennenden Wachsfackeln.

Der Cafetier Simon Sturm "zum Galler" (Altstadt) veranstaltete in diesen Jahren regelmäßig Preis-Billard-Kegelscheiben mit Geld- und Fahnen- Preisen und für die Kavaliere hielt der "Professor" der Fechtkunst J.B. Roques im Saal des Kronprinzen eine Fechtakademie, zu welcher das 4. Jäger-Bataillon eine Blechmusik stellte.

Der Ausschnitt aus der ersten amtlichen Katasteraufnahme von Landshut von 1811 zeigt den damaligen Standort der Feuerschützen-Schießstätte zwischen dem Lorettokloster der Franziskaner und der Studienanstalt, dem heutigen Hans-Carossa- Gymnasium. Seit 1874 ist die FSG Landshut an ihrem heutigen Standort an der Schützenstraße beheimatet.
Der Ausschnitt aus der ersten amtlichen Katasteraufnahme von Landshut von 1811 zeigt den damaligen Standort der Feuerschützen-Schießstätte zwischen dem Lorettokloster der Franziskaner und der Studienanstalt, dem heutigen Hans-Carossa- Gymnasium. Seit 1874 ist die FSG Landshut an ihrem heutigen Standort an der Schützenstraße beheimatet.

1834

War erstmals bei der Salzdorfer Kirchweih ein Freiballon aufgestiegen.

1837

Aus einer unterm 19. Juni erlassenen Badeordnung ist zu entnehmen, dass damals eine eigene Militärschwimmanstalt bestanden hat und für die Bewohner der Stadt als allgemeiner Badeplatz der sogenannten Hammer- und Papiererbach an der Stelle des späteren Freibades bestimmt war.

1838

Aus einer Ausschreibung im Wochenblatte ist zu lesen, dass damals schon eine eigene Schwimmschule am linksseitigen lsarufer in der Nähe des Emslanderischen
Wäschegartens bestanden hat. Pferderennen waren seit jeher beliebt und wurden auch regelmäßig am Ostermontag durchgeführt.

1840

Bei der Bartlmädult wurden zwei Freiballone aufgelassen.

1847

Nach Ausweis eines Katasterblattes gab es in diesem Jahr an der Stelle des heutigen Fialenplatzes im Hofgarten eine Turnschule. Von wem diese errichtet und unterhalten war, kann nicht gesagt werden.

1850

Turnplatz im Hofgarten und zwar in dem Rondell, in welchem die ehrwürdigen Fialen des St. Martinsturmes aufgebaut sind. Dieser Platz diente der studierenden Jugend für ihre Leibesübungen.

1859

Kgl. privil. Feuerschützengesellschaft von 1425: Weihe der Landshuter Schützenfahne in der Lorettokirche

1861-1869 1. Vorstand Franz Naager Turn-Verein Landshut, Kgl. Advokat, Gründungsvorstand
1861-1869 1. Vorstand Franz Naager Turn-Verein Landshut, Kgl. Advokat, Gründungsvorstand

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