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Sanierungsgebiete im Bereich der Altstadt

Sanierungsgebiet Ia "Malzfabrik"
Zwischen 1978 und 1981 wurden Untersuchungen durchgeführt, die 1981 zur Ausweisung des Sanierungsgebiets Ia "Malzfabrik" führten. Es liegt in der historischen Innenstadt am Fuß des Hof-gartens und grenzt an die Freyung an. Die Schwerpunkte der Sanierung liegen in der Aufwertung des Wohnumfeldes, der Verbesserung der Freiraumstrukturen sowie dem Ausbau des Fußwegenetzes. Mit dem Erwerb und Abbruch der ehem. Malzfabrik konnte eines der wichtigsten Ziele, nämlich die Entfernung eines Gewerbebetriebes mit störender, innenstadtfremder Nutzung sowie die Anlage einer öffentlichen Grünfläche verwirklicht werden. In den nächsten Jahren soll das ehem. Franzis-kanerkloster saniert werden sowie ein Stadtmuseum eingerichtet werden.

Sanierungsgebiet II "Marienplatz - Freyung"
Das Sanierungsgebiet II liegt im Osten der historischen Innenstadt und wurde 17.01.2000 förmlich festgelegt. Zu den Sanierungszielen gehören unter anderem die Freihaltung und Sanierung der Stadtmauer, die Verbesserung der städt. Freiflächen sowie die Wohnumfeldverbesserung.

Sanierungsgebiet III "Mühleninsel - Fischergasse"
Das Sanierungsgebiet III, förmlich festgelegt im Februar 1976, umfasst die gesamte Mühleninsel, einen Teil der Isar mit Promenade sowie den Postplatz und die Hl.-Geist-Kirche. Die Sanierungsziele sind erreicht, so dass das Sanierungsgebiet demnächst aufgehoben werden kann. Durch die Auslagerung einer Großmühle sowie eines Eisenwaren- und Sanitärgroßhandels konnte auf dem Areal der Mühleninsel eine große öffentliche Grünfläche mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Weitere wichtige Sanierungsziele waren die Errichtung eines Parkhauses, der Neubau eines Kraftwerks (Ludwigswehr), die Errichtung von Stegen und Brücken, der Ausbau einer Altenbegegnungsstätte im Heilig-Geist-Spital sowie die Sanierung des Röcklturms, eines gotischen Stadels und der Heilig-Geist-Kirche.

Sanierungsgebiet IV "Rathaus - Steckengasse"
Das Sanierungsgebiet IV lag im Bereich des historischen Stadtkerns und wurde 2013 aufgehoben. Zu den realisierten Sanierungszielen gehören unter anderem der Umbau und Sanierung des Rathauses und des Salzstadels, die Neugestaltung von Straßenräumen, der Neubau einer Tiefgarage sowie der Durchgang von der Taubengasse zur Grasgasse.

Sanierungsgebiet V "An der Bauhofstraße"
Das Sanierungsgebiet V wurde im Jahr 1993 festgelegt und 2009 aufgehoben. Der Bereich des ehemaligen Bauhofgeländes befand sich am nördlichen Rand der historischen Innenstadt. Vor Beginn der städtebaulichen Neuordnung stellte sich der Bereich als intensiv genutzte Lager- u. Produktionsstätte dar. Mit Hilfe der Städtebauförderung konnte insbesondere der Bauhof der Stadt Landshut verlagert werden. Auch die Neugestaltung des Bischof-Sailer-Platzes und des Alten Viehmarkts und die Schaffung einer Grünfläche am Maxwehr trugen zu einer Aufwertung des Gebiets bei. Durch die Sanierungsmaßnahmen auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs wurde in den Jahren zwischen 1988 und 2006 ein modernes und attraktives Quartier geschaffen, das sich gut an die Stadt anschließt.

Sanierungsgebiet Va "Am Orbankai"
Das Quartier liegt im Norden des historischen Stadtkerns und wurde 1995 förmlich festgelegt. Zu den wichtigsten bisher durchgeführten Maßnahmen gehören u.a. die Sanierung der Rochuskapelle und des Rottenkolberstadels. Auch das Gebäude Am Orbankai 3, in welchem jetzt das Haus International untergebracht ist, wurde mit Unterstützung der Städtebauförderung saniert. In der Rochuskapelle finden Ausstellungen statt, der Rottenkolberstadel dient dem Kleinen Theater als Spielstätte.

Sanierungsgebiet VI "Herrngasse/Hl.-Geist-Gasse"
Das Sanierungsgebiet VI wurde 2007 förmlich festgelegt und liegt am nördlichen Ende der historischen Innenstadt. Zu den Zielen des Sanierungsgebietes gehören unter anderem die Sanierung der vorhandenen Bausubstanz, die Wohnumfeldverbesserung durch Freilegen historischer Hofstrukturen, die Aufwertung des öffentlichen Raums sowie die Schaffung eines kleinen Quartierplatzes. Mit dem Erwerb und Abriss des Roxy-Kino-Komplexes wurde der Grundstein gelegt für eine nachhaltige Neustrukturierung des Areals. Mit der neu geschaffenen Wegeverbindung von der Heilig-Geist-Gasse zur Heilig-Geist-Kirche besteht ein durchgängiges Fußwegenetz von St. Martin bis Heilig-Geist parallel zu Altstadt und Neustadt.

Sanierungsgebiet VII "Am Ländtorplatz"
Das Sanierungsgebiet VII liegt am westlichen Rand der Innenstadt und wurde 1992 förmlich festgelegt. Zu den hier durchgeführten Maßnahmen zählen der Umbau und die Sanierung des ehem. Krankenhauses zur VHS, die Sanierung des Ländtors, die Neugestaltung des Ländtorplatzes sowie des Bernlochnervorplatzes. Auch die Sanierung des Bernlochnerkomplexes mit Redoutensaal gehört zu den erreichten Zielen.

Sanierungsgebiet VIII "Wittstraße"
Nach dem Beschluss über die Einleitung von vorbereitenden Untersuchungen im Jahr 2001 wurde das Sanierungsgebiet VIII 2004 förmlich festgelegt. Es umfasst einen Teilbereich der Wittstraße und grenzt unmittelbar an das Sanierungsgebiet VII "Am Ländtorplatz" an. Gemäß den Zielen der vorbereitenden Untersuchungen soll neben der baulichen Neuordnung die Vernetzung des Gebietes mit den angrenzenden Bereichen im Hinblick auf Grünstrukturen, Fuß- und Radwegeverbindungen gestärkt sowie die Verkehrssituation an der Wittstraße optimiert werden.

Sanierungsgebiet "Innenstadt"
Gemäß Baugesetzbuch (§ 141) sind im Vorfeld einer förmlichen Sanierungsgebietsfestlegung sog. "Vorbereitende Untersuchungen" zu veranlassen, um entsprechende Beurteilungsgrundlagen zu gewinnen. Die 2010 vom Büro Identität + Image durchgeführte Mediation "Innenstadt" mit Teilnehmern aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen war ein Baustein innerhalb dieses Prozesses und verhalf zu Einblicken in Ziele, Vorstellungen und Anregungen der verschiedenen Interessensgruppierungen im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Innenstadtentwicklung.

 

Luftaufnahme Innenstadt
Das Foto zeigt mit Altstadt, Neustadt und Gassen einen Ausschnitt aus dem räumlichen Umgriff des neuen Sanierungsgebiets "Innenstadt". Foto: Klaus Leidorf

Die von der Arbeitsgemeinschaft FIRU mbh (Stadtplanung) und Dr. Schober GmbH (Landschaftsplanung) unter Bezugnahme auf die Mediationsergebnisse durchgeführten "Vorbereitenden Untersuchungen" stellten im Ergebnis gestreute städtebauliche Missstände fest, welche die Ausweisung eines Sanierungsgebietes rechtfertigen. Handlungsschwerpunkte finden sich in den Bereichen Altstadt, Neustadt, Gassen, Nahensteig, Ländtorplatz, Alte JVA, Regierungsplatz, Dreifaltigkeitsplatz, Innere Münchner Straße, Loretokloster, Freyung, Mühleninsel/Zwischenbrücken. Insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Förderkulisse "Städtebaulicher Denkmalschutz" bot sich die Ausweisung eines großflächigen Sanierungsgebietes an. In Sanierungsgebieten können nicht nur Maßnahmen im öffentlichen Raum gefördert werden, auch Haus- oder Wohnungseigentümer können hier durch die Möglichkeit der erhöhten steuerlichen Abschreibung nach § 7h EStG für erhaltenswerte Gebäude profitieren. Mit Bausenatsbeschluss vom 26.04.13 und Plenarbeschluss vom 17.05.13 wurde die Festlegung des Sanierungsgebietes "Innenstadt" beschlossen. Die Bekanntmachung erfolgte im Amtsblatt der Stadt Landshut vom 03.06.2013.

Hinweis: Im neuen Sanierungsgebiet "Innenstadt" entfällt der Grundbucheintrag wegen des Verzichts auf die Genehmigungspflicht nach § 144 Abs. 2 BauGB.

Sämtliche Vorhaben nach § 144 Abs. 1 Nr. 1 BauGB (alle Voranfragen, Bauvorhaben, Nutzungsänderungen) erfordern neben der bauordnungsrechtlichen eine eigenständige (kostenfreie!) sanierungsrechtliche Genehmigung.

Mit einer Allgemeinverfügung wurden im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet "Innenstadt" die Genehmigungen für Vorhaben und Rechtsvorgänge nach § 144 Abs. 1 Nr. 2 (Vereinbarungen, durch die ein schuldrechtliches Vertragsverhältnis über den Gebrauch oder die Nutzung eines Grundstücks, Gebäudes oder Gebäudeteils auf bestimmte Zeit von mehr als einem Jahr eingegangen oder verlängert wird) allgemein erteilt. Ein Antrag auf sanierungsrechtliche Genehmigung muss hier in diesen Fällen nicht gestellt werden.

 

Pläne der Sanierungsgebiete im Stadtplan:

Weitere Dienste

Öffnungszeiten

Montag - Freitag
von 08.00 - 12.00 Uhr

Ansprechpartner

Sachgebiet Sanierungsstelle

Elisabeth Oberpriller
Luitpoldstraße 29
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 16 31
Fax: 0871 - 88 18 84
E-Mail