{$bannertitle}
RSS-FeedSchreibenSeite drucken
Hilfe

Neuerteilung nach Entzug

Eine Fahrerlaubnis kann durch ein Strafgericht sowie auch durch eine Verwaltungsbehörde entzogen werden. In der Regel ist dies der Fall, wenn sich der Inhaber einer Fahrerlaubnis als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erweist.

Entzieht ein Strafgericht die Fahrerlaubnis, so bestimmt es zugleich, für welche Dauer keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf. Diese sog. Fahrerlaubnissperre ist für die Fahrerlaubnisbehörde absolut bindend.

Das Strafgericht kann in richterlicher Unabhängigkeit von der Fahrerlaubnissperre bestimmte Arten von Kraftfahrzeugen (z.B. land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen) ausnehmen oder auch die Sperrfrist verkürzen. Ggf. wird empfohlen, bei einem Angehörigen der rechtsberatenden Berufe (z. B. Rechtsanwalt) Informationen über die Möglichkeit der Sperrfristverkürzung einzuholen.

 

Was muss ich tun?

Der Antrag auf Neuerteilung einer Fahrerlaubnis ist bei der örtlich zuständigen Fahrerlaubnisbehörde des Hauptwohnsitzes einzureichen. Persönliches Erscheinen ist unbedingt notwendig.

Welche Fristen sind zu beachten?

Der Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis kann frühestens 3 Monate vor Ablauf der vom Strafgericht festgelegten Sperrfrist eingereicht werden.

In der Regel wird auf eine erneute Ablegung der Fahrerlaubnisprüfung verzichtet, wenn keine Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, daß der Bewerber die nach § 16 Abs. 1  und § 17 Abs. 1 FeV erforderlichen Kenntnisse theoretischer Art und Fähigkeiten praktischer Art nicht mehr besitzt.

Was muss ich bereit halten?

  • Gültiger Personalausweis oder Pass
  • 1 aktuelles Lichtbild (Größe 35 x 45 mm) nach den Bestimmungen der Passverordnung

Zusätzlich bei Anträgen für die Fahrerlaubnisklassen A, AM, A1, A2, B, BE, L oder T:

  • Bescheinigung über einen bestandenen Sehtest (Optiker, Betriebs- o. Arbeitsmediziner oder Facharzt für Augenkrankheiten)
  • Nachweis über die Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort oder Erster Hilfe (nur notwendig, wenn die entzogene Fahrerlaubnis vor dem 01.08.1969 erteilt war)

Zusätzlich bei Anträgen für die Fahrerlaubnisklassen C, CE, C1, C1E, D, DE, D1, D1E:

  • Gutachten/Zeugnis über das Sehvermögen (Facharzt für Augenkrankheiten bzw. Betriebs- oder Arbeitsmediziner)
  • Ärztliche Bescheinigung nach Anlage 5 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)
  • Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe (nicht notwendig, wenn die Fahrerlaubnis der Klassen C, CE, C1, C1E, D, DE, D1 oder D1E entzogen wurde)
  • Betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder medizinisch-psychologisches Gutachten (nur bei Fahrerlaubnisklassen D, DE, D1, D1E)
  • Gegegenenfalls Bescheinigung über die Grundqualifikation oder Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG)
  • Amtliches Führungszeugnis (Beantragung direkt bei der Fahrerlaubnisbehörde oder im Bürgerbüro)

 

 

Was muss ich sonst noch wissen?

Mit der Entziehung der Fahrerlaubnis erlischt das Recht, als Kraftfahrzeugführer am Straßenverkehr teilzunehmen. Der Richter trifft keine Entscheidung darüber, ob nach Ablauf der Sperrfrist der Betroffene wieder als geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen anzusehen ist. Die Berechtigung lebt nicht wieder von selbst auf, sondern muss bei der Fahrerlaubnisbehörde formell beantragt werden. Dies gilt auch für ausländische Fahrerlaubnisse.

Die Fahrerlaubnisbehörde darf erst dann eine neue Fahrerlaubnis erteilen, wenn keine Bedenken gegen die Fahreignung des Betroffenen bestehen.

In bestimmten Fällen kann es sein, dass sich der Betroffene ihm Rahmen des Neuerteilungsverfahrens einer Begutachtung seiner Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zu unterzieht hat. Dies kann neben der bekannten medizinisch-psychologischen Begutachtung auch z. B. eine fachärztliche Untersuchung sein. Über die Notwendigkeit entscheidet die Fahrerlaubnisbehörde im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben.

Die medizinisch-psychologische Begutachtung ist beispielsweise zu fordern, wenn

  • ein Fahrzeug mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,60 Promille oder mehr geführt wurde
  • wiederholt ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss geführt wurde
  • ein Fahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt wurde
  • wegen begangenen Straftaten im Straßenverkehr

Es empfiehlt sich, die Zeit der Sperrfrist zu nützen und sich auf die Begutachtung vorzubereiten. Die Fahrerlaubnisbehörde informiert über die Möglichkeiten.

Kosten:

112,30 € bzw. 113,10 €

Rechtsgrundlagen
Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), Straßenverkehrsgesetz (StVG)

Weitere Dienste

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
7.30 - 12.00 Uhr

Montag zusätzlich
13.30 - 15.30 Uhr

Donnerstag zusätzlich
13.30 - 17.00 Uhr

Ansprechpartner

Sachbearbeitung Fahrerlaubnis

Marvin Bertermann
Alte Regensburger Str. 11
84030 Landshut
Tel.: 0871 - 88 25 42
Fax: 0871 - 88 200 25 42
E-MailInternetauftritt
 

Sachbearbeitung Fahrerlaubnis

Sabine Lainer
Alte Regensburger Str. 11
84030 Landshut
Tel.: 0871 - 88 25 41
Fax: 0871 - 88 200 25 41
E-MailInternetauftritt
 

Sachbearbeitung Fahrerlaubnis

Andrea Bednorz
Alte Regensburger Str. 11
84030 Landshut
Tel.: 0871 - 88 25 43
Fax: 0871 - 88 200 25 43
E-MailInternetauftritt