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Führerschein Klassen C1,C1E,C,CE,D1,D1E,D o. DE

Das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) dient zur Umsetzung der Richtlinie 2003/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Juli 2003 über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güter- und Personenkraftvekehr und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates und der Richtlinie 91/439/EWG des Rates sowie zur Aufhebung der Richtlinie 76/914/EWG des Rates (ABl. EU Nr. L 226 S. 4) in deutsches Recht. Das Gesetz soll eine Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr durch die Vermittlung besonderer tätigkeitsbezogener Fertigkeiten und Kenntnisse an die Berufskraftfahrer/innen bewirken.

Die Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung (BKrFQV) beruht auf § 8 des Gesetzes. Sie regelt die Einzelheiten der Durchführung des Gesetzes, insbesondere über

  • die Zulassung zum Erwerb der Grundqualifikation sowie Inhalt und Dauer der Prüfung für den Erwerb der Grundqualifikation,
  • den Erwerb der sog. beschleunigten Grundqualifikation sowie die Ausbildungs- und Prüfungsinhalte,
  • die Inhalte der Weiterbildung,
  • die Nachweise über die Grundqualifikation und die Eintragung der vorgeschriebenen Weiterbildung im Führerschein,
  • die Anerkennung von Ausbildungsstätten und anderes mehr.

Das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) gilt für alle Fahrerinnen und Fahrer, die Fahrten im Güterkraft- oder Personenverkehr zu gewerblichen Zwecken auf öffentlichen Straßen mit Kraftfahrzeugen durchführen, für die eine Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE erforderlich ist.

Was muss ich tun?

Erwerb der Grundqualifikation

Die Grundqualifikation kann erworben werden durch

  • eine (dreijährige) Berufsausbildung zum/zur Berufskraftfahrer/in bzw. Fachkraft im Fahrbetrieb nach § 4 Abs. 1 Nr. 2 BKrFQG,
  • durch Ablegung einer Prüfung zur Grundqualifikation nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 BKrFQG. Die Prüfung kann auch ohne Vorbereitungskurs abgelegt werden. Sie umfasst eine theoretische Prüfung von 240 Minuten sowie eine praktische Prüfung von 210 Minuten.

Sie müssen bereits Inhaber/in einer entsprechenden Fahrerlaubnisklasse sein !

  • durch die sog. beschleunigte Grundqualifikation gem. § 4 Abs. 2 BKrFQG. Im Anschluss an einem Kurs mit einer Dauer von 140 Zeitstunden, welcher in einer anerkannten Ausbildungsstätte abgehalten wird, ist eine schriftliche Prüfung von 90 Minuten Dauer abzulegen. eine praktische Prüfung ist nicht erforderlich.

Die Ausbildungsstätte stellt eine Bescheinigung aus, welche Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung bei der IHK ist. Hierbei wird die Fahrerlaubnis der Klasse C oder D noch nicht vorausgesetzt.

Beschleunigte Grundqualifikation

Die Ausbildung zum Erwerb der beschleunigten Grundqualifikation verlangt für den fahrpraktischen Teil die Begleitung eines Fahrlehrers (§ 2 Abs. 3 BKrFQV). Aber auch für andere Sachgebiete sind Fahrlehrer der Nutzungsklassen qualifiziert, bei der Ausbildung, Weiterbildung und Prüfung der Berufskraftfahrer mitzuwirken (§ 6 Nr. 2 BKrFQV). Für die beschleunigte Grundqualifikation und die Weiterbildung sind Fahrschulen, die in den Klassen CE und DE tätig sind, kraft Gesetzes als Ausbildungsstätte anerkannt.

Weiterbildung

Berufskraftfahrer/innen sind nach § 5 BKrFQG jeweils alle 5 Jahre zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen verpflichtet. Die vom Nachweis der Grundqualifikation befreiten Berufskraftfahrer/innen

  • des Personenverkehrs (Klassen D1, D1E, D, DE) müssen die erste Weiterbildung zwischen dem 10. September 2008 und dem 10. September 2013, spätestens aber vor dem 10. September 2015,
  • die des Güterverkehrs (Klassen C1, C1E, C, CE) zwischen dem 10. September 2009 und dem 10. September 2014, spätestens aber vor dem 10. September 2016

abgeschlossen haben.

Abweichend hiervon kann - um einen Gleichlauf der Gültigkeitsdauer der Fahrerlaubnis zu erreichen - eine Verlängerung bis spätestens 09. Februar 2015 (Bus) bzw. bis 09. September 2016 (LKW) eintreten. Betroffen hiervon sind Führerscheine, die zwischen 10. September 2013 und 09. September 2015 (Bus) bzw. zwischen 10. September 2014 und 09. September 2016 (LKW) zur Verlängerung anstehen. Für andere Führerschein, die bereits vor 10. September 2013 (Bus) bzw. 10. September 2014 (LKW) zur Verlängerung anstehen, ist im Interesse des Gleichlaufs mit der Gültigkeitsdauer der Fahrerlaubnis ein Abschluss der Weiterbildung zu diesem früheren Zeitpunkt zu empfehlen.

Was ist neu ?

Grundqualifikation

  • zum Erwerb ist die Fahrerlaubnis erforderlich
  • 240 Minuten theoretische und 210 Minuten praktische Prüfung durch die Industrie- und Handelskammer (IHK)

Beschleunigte Grundqualifikation

  • Fahrerlaubnis nicht erforderlich
  • 140 Stunden Unterricht
  • mindestens 10 Stunden Fahrausbildung
  • 90 Minuten schriftliche Prüfung durch die Industrie- und Handelskammer (IHK)

Weiterbildung

  • 35 Stunden (zu je 60 Minuten)
  • Themen laut Kenntnisbereiche (5 x 7 Lerneinheiten zugelassen)
  • keine Prüfung
  • Nachweis des Bildungsträgers

Der Nachweis der Grundqualifikation auf der Grundlageder IHK-Bescheinigung über die erfolgreiche Prüfung erfolgt durch

  • Eintrag der Schlüsselzahl in den Führerschein (§ 5 Abs. 2 und Abs. 4 Satz 1 BKrFQV);
  • Eintrag in der Fahrerbescheinigung der EU-Transportlizenz (§ 5 Abs. 3 Nr. 1und Abs. 4 Satz 2 und 3 BKrFQV) (LKW bei Drittstaaten, d.h. weder EU noch EWR);
  • Ausstellung einer gesonderten Bescheinigung (§ 5 Abs. 3 Nr. 2 und Abs. 4 Satz 4 BKrFQV mit Anlage 3) (Bus bei Drittstaaten).

Welche Fristen sind zu beachten?

Berufskraftfahrer/innen

  • des gewerblichen Personenverkehrs, denen die Fahrerlaubnis der Klassen D1, D1E, D, DE nach dem 09. September 2008 erteilt wird, und
  • des gewerblichen Güterkraftverkehrs, denen die Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE nach dem 09. September 2009 erteilt wird,

müssen über eine Grundqualifikation als Berufskraftfahrer/innen nach § 4 BKrFQG verfügen. Von dieser Bestimmung gibt es nur wenige Ausnahmen, so z.B. für Fahrten mit Kraftfahrzeugen, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit 45 km/h nicht überschreitet.

Wer eine Fahrerlaubnis der Klassen D1, D1E, D, DE vor dem 10. September 2008 bzw. der Klassen C1, C1E, C, CE vor dem 10. September 2009 erworben hat, sog. "Besitzständler", ist vom Nachweis der Grundqualifikation, nicht aber von der regelmäßigen Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen, befreit.

Wer benötigt welchen Nachweis?

Mindestalter und Qualifikation im gewerblichen Güterkraft- oder Personenverkehr

Mindestalter 18 Jahre > Klassen C1, C1E > Grundqualifikation oder beschleunigte Grundqualifikation

Mindestalter 18 Jahre > Klassen C, CE > Grundqualifikation

Mindestalter 21 Jahre > Klassen C, CE > Beschleunigte Grundqualifikation

Mindestalter 18 Jahre > Klassen D, DE > Grundqualifikation, sofern Personenbeförderung im Linienverkehr nach §§ 42, 32 PBefG und Linienlänge bis 50 km durchgeführt wird

Mindestalter 18 Jahre > Klassen D1, D1E > Grundqualifikation

Mindestalter 21 Jahre > Klassen D1, D1E  > Beschleunigte Grundqualifikation

Mindestalter 20 Jahre > Klassen D, DE > Grundqualifikation

Mindestalter 21 Jahre > Klassen D, DE > Grundqualifikation

Mindestalter 23 Jahre > Klassen D, DE > Beschleunigte Grundqualifikation

Alle Fahrer/innen der Fahrerlaubnisklassen > 35 Stunden Weiterbildung

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Wechsel/Erweiterung Güterkraft- und Personenverkehr

Bei einem Wechsel zwischen Güterkraft- und Personenverkehr bzw. einer entsprechenden Erweiterung gilt § 3 BKrFQV, wonach die ergänzende Grundqualifikation in erleichterter Form erworben werden kann.

Was muss ich sonst noch wissen?

Keine Berufskraftfahrer-Qualifikation wird benötigt für Fahrten mit

  • Kraftfahrzeugen, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit 45 km/h nicht überschreitet,
  • Kraftfahrzeugen, die von der Bundeswehr, der Truppe und des zivilen Gefolges der anderen Vertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, den Poizeien des Bundes und der Länder, dem Zolldienst sowie dem Zivil- und Katastrophenschutz und der Feuerwehr eingesetzt werden oder ihren Weisungen unterliegen,
  • Kraftfahrzeugen, die zur Notfallrettung von den nach Landesrecht anerkannten Rettungsdiensten eingesetzt werden,
  • Kraftfahrzeugen, die
    • zum Zwecke der technischen Entwicklung und zur Reparatur oder Wartungszwecken oder zur technischen Untersuchung Prüfungen unterzogen werden,
    • in Wahrnehmung von Aufgaben, die den Sachverständigen oder Prüfern im Sinne des § 1 des Kraftfahrsachverständigengesetzes oder der Anlage VIIIb der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung übertragen sind, eingesetzt werden, oder
    • neu oder umgebaut und noch nicht in Betrieb genommen werden sind,
  • Kraftfahrzeugen zur Beförderung von Material und Ausrüstung, das der Fahrer oder die Fahrerin zur Ausübung des Berufs verwendet, sofern es sich beim Führen des Kraftfahrzeugs nicht um die Hauptbeschäftigung handelt.

Fahrerlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen ist aber erforderlich !

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