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Hilfe

Informationen zu dem am 01.09.2011 eingeführten elektronischen Aufenthaltstitel (eAT)

Wichtiger Hinweis

Die Beantragung des eAT kann nur im Rahmen einer persönlichen Vorsprache bei der Ausländerbehörde erfolgen (siehe Punkt "8. Persönliche Vorsprache zur Antragsstellung und Abholung des eAT" weiter unten). Um Ihnen bei Ihrer Vorsprache die hierfür notwendige Zeit einzuräumen, ist die Beantragung des eAT nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Hierfür haben wir für Sie innerhalb unserer regulären Öffnungszeiten die Zeiten von Montag bis Freitag von 08:00 - 10:00 Uhr freigehalten. Zur Vereinbarung eines entsprechenden Termins bitten wir Sie, sich mit der Ausländerbehörde per E-Mail (auslaenderbehoerde(at)landshut.de) in Verbindung zu setzen.

Die Abholung Ihres neuen eATs kann ohne vorherige Terminvereinbarung während unserer regulären Öffnungszeiten erfolgen.

1. Allgemeines

Seit dem 01.09.2011 wird der Aufenthaltstitel, welcher bis dahin als Klebeetikett von den Ausländerbehörden ausgestellt wurde, durch einen elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) abgelöst. Zur Einführung des eAT wurden alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet. Grundlage hierfür sind die EU-Verordnungen (EG) Nr. 1030/2002 und (EG) Nr. 380/2008. Ziel ist dabei, die Aufenthaltstitel der Europäischen Union zu vereinheitlichen und durch die Nutzung biometrischer Daten die Bindung zwischen Dokumenteninhaber und Dokument zu erhöhen und vor missbräuchlicher Nutzung zu schützen. Die bisherigen Aufenthaltstitel in den Reisepässen und Passersatzpapieren behalten voraussichtlich bis längstens 30.04.2021 ihre Gültigkeit.

Zur Gewährung der Datensicherheit werden alle Informationen und Übertragungen betreffend den eAT mit international anerkannten und etablierten Verschlüsselungsverfahren geschützt. Ein Berechtigungszertifikat regelt, wer auf welche personenbezogenen Daten zugreifen darf. Nur berechtigten Stellen wird der Zugriff erlaubt.

Der eAT wird für folgende Aufenthaltstitel ausgestellt:

- Aufenthaltserlaubnis

- Niederlassungserlaubnis

- Erlaubnis zum Daueraufenthalt EG

- Aufenthaltskarte für Familienangehörige von EU-Bürgern, welche selbst nicht Unionsbürger sind

- Daueraufenthaltskarte für Familienangehörige von EU-Bürgern, welche selbst nicht Unionsbürger sind

- Aufenthaltserlaubnis für Staatsangehörige der Schweiz

Der eAT wird als eigenes Dokument ausgestellt. Er ist jedoch kein Passersatz, sondern dient lediglich dazu, den jeweiligen aufenthaltsrechtlichen Status zu dokumentieren und ist grundsätzlich nur im Zusammenhang mit einem gültigen, anerkannten Pass oder Passersatz gültig. Der eAT ist daher stets zusammen mit dem Pass oder Passersatz aufzubewahren und mitzuführen.

2. Format des eAT

Der eAT wird die Größe einer Bankkarte / Kreditkarte haben.

3. Chip

Der eAT besitzt einen kontaktlosen Chip im Inneren der Karte, auf welchem die biometrischen Merkmale (Lichtbild und zwei Fingerabdrücke), Nebenbestimmungen und die persönlichen Daten der Karteninhabers gespeichert sind. Nur hoheitliche Stellen (z.B. Polizei oder Ausländer- und Meldebehörden) verfügen über die Berechtigung, Lichtbild und Fingerabdrücke abzufragen.

4. eID-Funktion

Der Chip enthält unter anderem die Möglichkeit, einen elektronischen Identitätsnachweis zu nutzen. Durch diesen kann sich der Karteninhaber beispielsweise bei Dienstleistungsunternehmen im Internet elektronisch ausweisen. Dadurch wird das Anmelden in Internetportalen, das Ausfüllen von Formularen und der Altersnachweis im Internet oder auch an Automaten erleichtert. Es erhalten nur Anbieter Zugang zu den Daten des Karteninhabers, welche über eine entsprechende staatliche Berechtigung verfügen. Darüber hinaus muss der Karteninhaber selbst die Übertragung seiner Daten mittels einer sechsstelligen PIN bestätigen. Die biometrischen Merkmale können bei Nutzung der Online-Ausweisfunktion vom Anbieter nicht ausgelesen werden. 

Diese Funktion kann auf Wunsch unter bestimmten Voraussetzungen freigeschaltet werden.

5. eSign-Funktion

Der Chip enthält zudem die Möglichkeit, eine qualifizierte elektronische Signatur zu nutzen. Mit dieser elektronischen Unterschrift kann der Karteninhaber auf Wunsch rechtgültige digitale Dokumente unterschreiben. 

Diese Funktion kann der Karteninhaber nach Ausstellung des eAT bei einem privaten Zertifizierungsservice beantragen.

6. Nebenbestimmungen

Nebenbestimmungen (Auflagen, Bedingungen, ect.) werden auf dem Chip gespeichert und zusätzlich auf einem eigenen Zusatzblatt zum eAT ausgedruckt. Auf der Karte zum eAT wird der Hinweis "Siehe Zusatzblatt" aufgebracht. Bei Änderung der Nebenbestimmungen müssen die Daten in Chip geändert und ein neues Zusatzblatt erstellt werden. Nur hoheitliche Stellen dürfen die Nebenbestimmungen abfragen.

7. Zeitpunkt für die erstmalige Beantragung eines eAT

Die bisherigen Aufenthaltstitel wurden nicht automatisch ab dem 01.09.2011 ungültig, sondern behalten ihre Gültigkeit. Ein eAT muss erst dann beantragt werden, wenn ein (befristeter) Aufenthaltstitel abläuft oder der Pass, in welchem sich der Aufenthaltstitel mittels Klebeetikett befindet, abgelaufen oder verloren gegangen ist und ein neuer Pass erhalten wurde.

8. Persönliche Vorsprache zur Antragsstellung und Abholung des eAT

Da auf dem im eAT befindlichen Chip unter anderem Fingerabdrücke gespeichert werden, ist es erforderlich, dass alle Antragsstellerinnen und Antragssteller, welche das 6. Lebensjahr vollendet haben, persönlich bei der Ausländerbehörde vorsprechen. Wenn die entsprechenden Voraussetzungen zur Erteilung des Aufenthaltstitels erfüllt sind, wird der eAT bei der Bundesdruckerei in Berlin bestellt. Der eAT wird in der Folge voraussichtlich nach ca. vier bis sechs Wochen an die Ausländerbehörde übersandt. Auch zur Abholung des eAT ist in der Regel eine persönliche Vorsprache notwendig.

9. Gebühren

Für die Ausstellung des eAT fallen Gebühren an. Die höheren Kosten für die Herstellung des eAT werden zu einer Anhebung der Gebühren für die betreffenden Aufenthaltstitel führen. Die genaue Bezifferung der künftigen Gebührenhöhe ist derzeit noch nicht bekannt.

Weitere Dienste

Öffnungszeiten

Asylrecht/Aufenthaltsrecht

Montag, Mittwoch - Freitag
von 10:00 - 12:00 Uhr
Dienstag geschlossen

Mittwoch zusätzlich
von 15:30 - 17:30 Uhr

Ansprechpartner

Ausländerbehörde

Anna-Maria Koller
Luitpoldstr. 29
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 22 36
Fax: 0871 - 88 22 40
E-MailInternetauftritt
 

Ausländerbehörde

Johann Lackermeier
Luitpoldstr. 29
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 22 34
Fax: 0871 - 88 22 40
E-MailInternetauftritt
 

Ausländerbehörde

Markus Huber
Luitpoldstr. 29
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 22 35
Fax: 0871 - 88 22 40
E-MailInternetauftritt
 

Ausländerbehörde

Christine Seibold
Luitpoldstr. 29
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 22 38
Fax: 0871 - 88 22 40
E-MailInternetauftritt
 

Ausländerbehörde

Sebastian Wührl
Luitpoldstr. 29
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 22 37
Fax: 0871 - 88 22 40
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