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Hof- und Herzoggarten mit Tiergehege

Das gesamte Areal hat eine Größe von 32,75 ha, das befestigte Wegenetz erstreckt sich über ca. 8 km. Der Besuch der Anlage ist kostenlos.

Hofgarten

Nach der Stadtgründung im Jahre 1204 durch Herzog Ludwig den Kelheimer wurde der heutige Hofgarten bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts als Tiergarten (Hag) genutzt. Danach wurde das Areal in einen Kulturbetrieb umgewandelt und eine Landespelzschule zur Anzucht von Obstbäumen begründet sowie mit der Seidenraupenzucht begonnen.

Der Hofgarten ging nach Verlegung der Königlichen Universität  von Ingolstadt nach Landshut im Jahre 1800 am 30.September 1804 in das Eigentum der  Universität über. Er wurde damals als Ökonomiegarten bezeichnet und bis 1826 für land- und forstwirtschaftliche Versuche genutzt.

Erst am 17.Juni 1836 konnte der Hofgarten nach langjährigen Verhandlungen von der Stadt Landshut erworben und der Öffentlichkeit ab 1837 zugänglich gemacht werden.

Der Hofgarten ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet am Rande des dicht bebauten Stadtzentrums. Vom tiefstgelegenen Punkt an der Freyung bis zur höchsten Stelle ist ein Höhenunterschied von 90 m zu überwinden. Die steilen Hänge im unteren Teil sind von einem dichten Buchenmischwald bewachsen, der obere Teil ist parkartig angelegt mit Blumenbeeten, Zierbrunnen und Denkmälern. Hier sind die Wege auch relativ eben und leicht begehbar. Vom Schanzl an der Burgmauer und vom Stadtblick bietet sich eine schöne Aussicht auf die Stadt Landshut.

 

Einrichtungen im Hofgarten

Tiergehege

In historischen Urkunden wird der Hofgarten bereits 1452 als Wildgehege bezeichnet in dem die Landshuter Herzöge gejagt haben. Neben Wildschweinen und Rothirschen wurden dort auch "Döntler" (Damwild) und Kaninchen erwähnt.
Auch heute noch werden dieser Tradition folgend im Hofgarten Tiere gehalten. Wildschweine und Rotwild sind zwar nicht mehr vorhanden, es gibt aber nach wie vor ein Gehege mit Damhirschen, die sich gut beobachten und auch gerne füttern lassen. Außerdem befinden sich auf dem Gelände Volieren mit verschiedenen Fasanen- und Taubenarten, Meerschweinchen, Zwergziegen, Pfaue und zwei Ententeiche.
Bei den ebenfalls dort gehaltenen Eulen handelt es sich ausschließlich um Handaufzuchten oder um Tiere, die infolge einer Unfallverletzung in freier Natur nicht überleben könnten.

 

Kinderspielplatz

Im Hofgarten, gleich beim Eingang vom Parkplatz aus, befindet sich einer der schönsten Kinderspielplätze in Landshut. Neben einem Kletterturm mit zwei Rutschen, einem Labyrinth und einer Kletterpyramide sind viele Spielgeräte vorhanden, die die Neugier und Spielfreude der Kinder wecken.

 

Kräutergarten

Zwischen dem Hofgärtnerhaus und dem Ziegengehege ist ein Kräutergarten angelegt, in dem viele der bei uns kultivierten Küchen- und Heilkräuter wachsen.

 

Schauweingarten

Durch die Weinzierlbruderschaft Achdorf - Berg wurde 2016 ein Schauweingarten errichtet, in dem sowohl historische wie auch moderne Weinsorten vorgestellt werden. Der Schauweingarten befindet sich am Rand der großen Wiese neben dem Spielplatz Richtung Orgelmachergasse.

 

Naturdenkmäler

Als der Hofgarten von der Universität genutzt wurde, wurde begonnen, fremdländische Gehölze und besondere Varietäten von einheimischen Baumarten anzupflanzen. Von den im Laufe der Jahre angesiedelten Bäumen sind folgende Exemplare als Naturdenkmal unter Schutz gestellt worden:

Stieleiche (Quercus robur) im Dammwildgehege
Birnbaum (Pyrus pyraster) am Herzoggartenweg
Samtahorn (Acer velutinum) am Herzoggartenweg
5 Eiben (Taxus baccata) am Hauptweg nach dem Spielplatz
2 Virginische Sumpfzypressen (Taxodium districhum) am Entenweiher
2 Virginische Sumpfzypressen (Taxodium districhum) im früheren Schwanenteich
Blutbuche (Fagus sylvatica "Atropunicea") am Hofgärtnerhaus
Amurflieder (Syringa amurensis) Nähe Hofgärtnerhaus Richtung Schwanenteich
Mammutbaum (Sequoiadendron gigantea) am Nymphäenteich Nähe Hofgärtnerhaus
Platane (Platanus acerifolia) beim RAV-Kriegerdenkmal
Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) am Überreiterweg Nähe Denkmal Ludwig des Bayern
Rotbuche (Fagus sylvatica) und Hainbuche (Carpinus betulus) am früheren Schwanenteich
7 Eiben (Taxus baccata) vor dem Eingang am Prantlgarten

Daneben befinden sich in der Anlage zahlreiche weitere exotische Baumarten, die auch mit Bestimmungstafeln beschildert sind, sowie etliche markant gewachsene einheimische Bäume.

Herzoggarten

Mit Wilhelm von Birkenfeld-Gelnhausen residierte von 1780 bis 1800 zum letzten Male ein Herzog in Landshut. In dieser Zeit (ab 1782) wurde der Herzoggarten durch Friedrich Ludwig von Sckell als Landschaftsgarten geplant und durch dessen Bruder, dem späteren königlich-bayerischen Hofgärtner Matthäus Sckell, gebaut.

Das Herzogschlösschen wurde 1782 in klassizistischem Stil durch den Stadtbaumeister Thaddäus Leitner erbaut. Zur gleichen Zeit entstand der Torbogen als Einfahrt im östlichen Mauerbereich sowie der ebenfalls im klassizistischen Stil erbaute Freundschaftstempel. Am Torbogen ließ Herzog Wilhelm seinen beiden in Landshut geborenen Kindern gewidmete Marmortafeln anbringen.

Den Brüdern Sckell ließ Herzog Wilhelm 1784 ein Denkmal errichten, das heute jedoch nicht mehr an seinem ursprünglichen Standort steht.

Weitere Dienste

Öffnungszeiten

01.04. - 14.05.
von 06:00 - 21:00 Uhr

15.05. - 31.08.
von 06:00 - 22:00 Uhr

01.09. - 30.09.
von 06:00 - 21:00 Uhr

01.10. - 31.03.
von 06:00 - 19:00 Uhr

Ansprechpartner

Stadt Landshut - Stadtgartenamt

Amtsleitung Margit Urban
Äußere Parkstraße 1
84032 Altdorf
Tel.: 0871 - 88 12 80
Fax: 0871 - 88 18 62
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