Stadt Landshut
RSS-FeedSchreibenSeite drucken
Hilfe
Startseite       Pfad:  / Natur-Umwelt / Umweltschutz / Lärm / Luftwärmepumpen

Luftwärmepumpen

Wärmepumpen werden derzeitig in zunehmenden Maße sowohl für Eigenheime als auch für Mehrfamilienhäuser und Betriebsgebäude eingesetzt. Man unterscheidet zwischen Luft-, Erd- und Grundwasserwärmepumpen. Erstere nutzen dabei die Wärme der Außenluft zu Heizwecken, zweite die des Erdreichs und letztere hingegen die des Grundwassers. 

Lärmaspekte von Luftwärmepumpen
Luftwärmepumpen verursachen sehr häufig Nachbarschaftsbeschwerden aufgrund störender - zum Teil tieffrequenter – Geräusche, die vor allem durch die in diesen Geräten verbauten großen Ventilatoren verursacht werden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Aggregate im Freien aufgestellt sind. Nachträgliche Lärmsanierungen von bereits aufgestellten Anlagen sind im Allgemeinen mit hohen Aufwendungen verbunden. Teilweise ist im Extremfall der Abbau der Geräte erforderlich. Aus diesen Gründen sollten bereits im Vorfeld der Anschaffung und Installation schalltechnische Überlegungen und Planungen angestellt werden. Oft lohnt es sich ein qualifiziertes Ingenieurbüro für Akustik heranzuziehen.

Als Hauptschallquellen der Luftwärmepumpen gelten der Ventilator, der Verdichter (Kompressor), Luftkanäle und Rohrleitungen sowie teilweise auch die durch den eigentlichen Betrieb der Anlage in Schwingung gesetzten Verkleidungsbleche. Bei einer Aufstellung im Freien ist in der Regel der abgestrahlte Luftschall von großer Bedeutung, im Inneren von Gebäuden muss neben der Luftschall- auch die Körperschallübertragung betrachtet werden. Luftwärmepumpen sind nicht genehmigungsbedürftige Anlagen, welche gemäß § 22 Nr. 1 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) errichtet und betrieben werden müssen. Die lärmtechnische Beurteilung der Geräte erfolgt anhand der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA-Lärm, Fassung vom 26.08.1998). Es ist daher unter anderem sicherzustellen, dass die Beurteilungspegel aller von der Wärmepumpe ausgehenden Geräusche an den nächstgelegenen maßgeblichen Immissionsorten die Immissionsrichtwerte der TA-Lärm (6.1 Immissionsrichtwerte außerhalb von Gebäuden / 6.2 Immissionsrichtwerte innerhalb von Gebäuden) nicht überschreiten. 

Folgende Schallschutzmaßnahmen können je nach Aggregattyp und den Gegebenheiten vor Ort zu einer Verbesserung der akustischen Situation beitragen:

  • Anschaffung von Geräten mit geringem Schallleistungspegel (< 50 dB(A))
  • ausreichende Abstände zu den nächsten Immissionsorten
  • Aufstellung der Geräte in abgeschirmten Bereichen (im Gebäudeinneren, ...)
  • Vermeidung von Mehrfachreflexionen (angrenzende Bauwerke, die den Schall reflektieren mit dem Effekt, dass dieser sogar verstärkt wird)
  • Kapselung von Aggregaten
  • Einsatz von Aggregaten mit langsam laufenden Ventilatoren
  • Entdröhnung der Luftkanäle
  • strömungstechnisch günstige Wetterschutzgitter
  • große Luftkanalquerschnitte mit entsprechend geringeren Strömungsgeschwindigkeit
  • Luftkanalumlenkungen
  • schallabsorbierende Auskleidung der Luftkanäle/Lichtschächte
  • strömungsoptimierten Luftkanalgestaltung (wirbelfreie – laminare Strömung)
  • Einsatz von Schalldämpfern in Luftkanälen (Kulissenschalldämpfer, ...)
  • körperschallisolierte Geräteaufstellung inklusive Befestigung von Rohren und Blechen

Weitere Dienste

Ansprechpartner

Fachbereich Umweltschutz / Immissionsschutz, Abfallwirtschaft

Katharina Bukenberger
Luitpoldstr. 29a
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 15 97
Fax: 0871 - 88 17 82
E-Mail