Stadt Landshut
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Lärmaktionsplanung der Stadt Landshut

Am 25. Juni 2002 verabschiedeten das Europäische Parlament und der Rat die Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (EG-Umgebungslärm-Richtlinie - EG-ULR). Diese verpflichtet die Mitgliedstaaten, u.a. für Hauptverkehrsstraßen (= Bundesstraßen und Staatsstraßen) in einem vorgegebenen Zeitrahmen die Lärmbelastung anhand von Lärmkarten zu erfassen, die Öffentlichkeit zu informieren und Lärmaktionspläne unter Beteiligung der Öffentlichkeit zu erstellen.

Lärmkartierung

Aufgrund § 47c des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) sind für alle Hauptverkehrsstraßen (alle Bundes- und Landesstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von über 3 Mio. Kraftfahrzeugen pro Jahr) und Haupteisenbahnstrecken (Verkehrsaufkommen von über 30.000 Zügen pro Jahr) Lärmkarten zuerstellt. Für die Hauptverkehrsstraßen in Bayern sind die Lärmkarten durch das Bay. Landesamt für Umwelt zu erstellen. Für Haupteisenbahnstrecken erstellt die Lärmkarten zentral das Eisenbahn-Bundesamt.

In Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen der Straßen bzw. Eisenbahnstrecken mussten die Lärmkarten bis zum 30.06.2007 (Stufe 1) bzw. 30.06.2012 (Stufe 2) vorgelegt werden. 

Das Bay. Landesamt für Umwelt hat der Stadt Landshut Straßenlärmkarten für beide Stufen vorgelegt. 

Der Kartierung liegen keine Schallpegelmessungen, sondern EDV-gestützte Simulationsmodelle zugrunde. Mit grafischen Darstellungen der berechneten Geräuschpegel wird versucht, möglichst genau die Lärmbelastung in den vorgegebenen Zeiträumen "sichtbar" zu machen. Durch diese Darstellung lässt sich die Lärmsituation entlang der am stärksten belasteten Verkehrswege in Lärmkarten aufzeigen.

Die Straßenlärmkarten sind auch im Lärmbelastungskataster Bayern hinterlegt.

 

Lärmaktionsplan

Ein Lärmaktionsplan ist strategisches Planwerk mit dem Ziel, Strategien und Maßnahmen zur Lärmminderung und zum Schutz ruhiger Gebiete zu formulieren. Zu möglichen Maßnahmen zählen u.a.:

- Minderung bzw. Verlagerung des Verkehrsaufkommens

- Instandhaltung der Fahrbahnoberfläche (z.B. Beseitigung von Schlaglöchern)

- Bauliche Maßnahmen an der Straßenoberfläche (z.B. neuer Fahrbahnbelag)

- Aktive Schallschutzmaßnahmen, (z.B. Schallschutzwände und -wälle)

- Passive Schallschutzmaßnahmen (z.B. Lärmschutzfenster)

- Senkung des Geschwindigkeitsniveaus

In Bayern wird die Notwendigkeit zur Aufstellung von Lärmaktionsplänen von der Überschreitung von bestimmten Auslösewerten abhängig gemacht. Danach soll ein Lärmaktionsplan aufgestellt werden, wenn z.B. im Stadtgebiet Landshut mehr als 50 Personen von einem L DEN > 67 dB(A) oder einem L Night > 57 dB(A) betroffen sind.

Für die Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 6 Mio. Kfz pro Jahr hat die Stadt Landshut im Jahr 2012 einen Lärmaktionsplan Stufe 1 aufgestellt und beschlossen. Für die St 2045 soll im Jahr 2014 ein Lärmaktionsplan Stufe 2 aufgestellt werden. Zudem ist die Ausweisung ruhiger Gebiete vorgesehen.

 

Beteiligung der Bürger

Für der Erstellung eines Lärmaktionsplans sieht § 47d Abs. 3 BImSchG eine umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Die Bürger sollen rechtzeitig und effektiv die Möglichkeit erhalten, an der Ausarbeitung und Überprüfung der Lärmaktionspläne mitzuwirken. Das Ergebnis der Öffentlichkeitsbeteiligung wird auch in den Lärmaktionsplan mit aufgenommen.

 

Ausblick

Die Lärmaktionsplanung ist dauerhaft fortzuführen. Die Lärmkarten und Aktionspläne sind  alle 5 Jahre zu überprüfen und fortzuschreiben.

Weitere Informationen zur Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung finden Sie u.a. auf den Seiten des Bayerischen Umweltministeriums.

 

 

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