Stadt Landshut
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Buchsbaumzünsler – Entsorgung über Grüngutcontainer
Vorsorgeempfehlungen wurden aufgehoben

Vom Buchsbaumzünsler befallene Pflanzenteile können ab sofort in die Grüngutcontainer entsorgt werden. Auch die Grüngutannahmestelle auf der Reststoffdeponie Spitzlberg nimmt befallenes Grüngut (gegen Gebühr) an. In die Grüngutcontainer dürfen keine Säcke oder sonstige Verpackungsmaterialien entsorgt werden. Verpackte Pflanzenabfälle müssen daher in die Container entleert werden. Die Säcke stören massiv bei der Aufbereitung des Grüngutes zu gutem Kompost.

Bei einer durchgehenden Temperatur von 18 bis 30 °C hat der Zünsler optimale Bedingungen und die Larven benötigen für ihre Entwicklung nur 3 statt normal 10 Wochen. Aufgrund des sehr warmen Sommers hatte der Buchsbaumzünsler einen sehr kurzen Entwicklungszyklus und sich sehr schnell vermehrt. Um die Ausbreitung durch Grüngutcontainer nicht zu begünstigen, wurde rein vorsorglich empfohlen, befallene Pflanzenteile zu verpacken und über die Müllumladestation (MUS) in Wörth zu entsorgen. Durch die abnehmenden herbstlichen Temperaturen entwickelt sich der Zünsler wieder deutlich langsamer. Außerdem zeigt die Vorsorgemaßnahme keine Wirkung mehr, weil sich der Zünsler in diesem Sommer über das gesamte Stadtgebiet verbreitet hat. Die Verbreitung des Zünslers findet flächendeckend über die befallenen Buchsbäume in den Gärten statt. Die öffentlich aufgestellten Grüngutcontainer tragen daher faktisch nicht zur Verbreitung bei.

Daher wurden die Vorsorgeempfehlungen nach Rücksprache mit Fachleuten aufgehoben.

Aufgrund der Schnittzeit sind die Grüngutcontainer ohnehin stark beaufschlagt und werden schon nach kurzer Zeit entleert. Damit ist unwahrscheinlich, dass Puppen im Grüngutcontainer zu Faltern schlüpfen und sich verbreiten. Befallenen Pflanzenteile können wieder unverpackt über die Grüngutcontainer entsorgt werden. Auf der Kompostanlage wird das Grüngut nach der Anlieferung zerkleinert und zur Kompostierung auf sogenannte Mieten angehäuft. Schon nach kurzer Zeit erreichen die Kompostmieten so hohe Temperaturen, dass die verschiedenen Stadien des Buchsbaumzünslers sicher abgetötet werden. Auf den Kompostanlagen wird die Hygienisierung, also das Abtöten von Krankheitskeimen und Schädlingen streng kontrolliert und damit eine Verbreitung durch die Kompostanwendung sicher vermieden.

Auch für den Hackgutabholdienst sind keine besonderen Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Befallene Pflanzenteile können zusammen mit anderem Strauch- und Baumschnitt zur Abholung bereit gestellt werden. Damit wird auch die Annahme von verpackten Pflanzenteilen am Wertstoff- und Entsorgungszentrum eingestellt. An der MUS wird befallenes Pflanzenmaterial weiterhin nur in verpackter Form angenommen.

Gartenbesitzer mit Buchsbäumen sollten aber weiterhin die Pflanzen kontrollieren und den Zünsler mit biologischen Mitteln bekämpfen. Grundsätzlich ist der Zünsler ab 7°C aktiv, auch wenn nur langsam. Den Winter überlebt der Zünsler in eingesponnen Kokons. Schon nach drei warmen Tagen schlüpfen aus den Kokons wieder die Raupen aus den Eiern. Weil bei der Eigenkompostierung keine hohen Temperaturen entstehen und damit die Eier überleben, wird von der Eigenkompostierung befallener Pflanzenteile abgeraten.

Abfall (Müll)

Die moderne kommunale Abfallwirtschaft versteht sich nicht nur als Dienstleister für eine servicegerechte umweltfreundliche Entsorgung der privaten Haushalte und des Gewerbes, sondern sie hat ebenfalls die Aufgabe, Rohstoffe wieder dem Wirtschaftskreislauf zuzuführen.

In Bayern sind die Landkreise und kreisfreien Städte als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger (örE) für die Art und Weise, wie Abfälle erfasst und entsorgt werden, verantwortlich. Dies wird im Abfallwirtschaftskonzept festgehalten und beständig weiterentwickelt. Mit Hilfe unserer Bürgerinnen und Bürger ist es uns gelungen, eine Verwertungsquote von über 67% zu erreichen. Trotzdem enthält unser Restabfall noch viele Wertstoffe, die wir getrennt erfassen wollen und müssen. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz schreibt die getrennte Erfassung der Wertstoffe vor. Deshalb enthält auch die kommunale Abfallwirtschaftssatzung Trennvorschriften. Wertstoffe dürfen nicht in die Restabfalltonnen entsorgt werden. Es müssen noch mehr Wertstoffe als bisher getrennt erfasst und hochwertig verwertet werden.

Das schaffen wir nur gemeinsam. Wir bemühen uns um eine Balance zwischen dem Aufwand für die Bürgerinnen und Bürger und dem Ziel, Wertstoffe sauber und getrennt zu erfassen.

Es lohnt sich. Für zahlreiche Wertstoffe können Erlöse erzielt werden, die in den Abfallgebührenhaushalt einfließen und so für niedrige Abfallgebühren sorgen. Informieren und mitmachen lohnt sich, für den Geldbeutel, unsere Umwelt und die Zukunft unserer Kinder.

 

Download der Abfallwirtschaftssatzung der Stadt Landshut

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