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Neues aus Landshut

Stadt erweitert Kinderhort-Angebot

Grundschule Karl-Heiß: Oberbürgermeister Alexander Putz und Johanniter-Regionalvorstand unterzeichnen Kooperationsvertrag.

Vertragsunterzeichnung zwischen Oberbürgermeister Alexander Putz (Zweiter von rechts) und dem Johanniter-Regionalvorstand Martin Steinkirchner (Zweiter von links) im Beisein von Stadtjugendamtsleiter Stefan Volnhals (links) sowie Pressesprecher und Marketingleiter der Johanniter, Andreas Denk.

 

Oberbürgermeister Alexander Putz hat am Montag gemeinsam mit dem Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, Martin Steinkirchner, einen Vertrag unterzeichnet. Der Grund: Die Stadt Landshut hat an der Grundschule Karl-Heiß, zunächst im Rahmen eines Interimsbetriebes, einen Schülerhort mit vorerst zwei Gruppen errichtet. Die Trägerschaft für den Betrieb der Einrichtung übernimmt die Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Ostbayern. Gegenwärtig betreiben die Johanniter in Ostbayern insgesamt 120 Kindertageseinrichtungen; der Kinderhort in Landshut ist deren erste Einrichtung in Niederbayern.

"Wir freuen uns darüber, mit den Johannitern einen guten und zuverlässigen Kooperationspartner gefunden zu haben", sagte Oberbürgermeister Alexander Putz am Montag bei der Vertragsunterzeichnung. Gerade das Thema "Ganztagsbetreuung" habe in den vergangenen Jahren, auch vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels, enorm an Bedeutung gewonnen. Putz sprach angesichts des anhaltenden Zuzugs von einer großen Herausforderung, die die Stadt Landshut zu stemmen habe. Zwar sei es erfreulich, dass die Stadt in den letzten Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen habe, vor allem für junge Familien. Andererseits führten diese gesteigerten Einwohnerzahlen besonders im Bereich der Kindertageseinrichtungen zu großen Bedarfen. Diesen nachzukommen, habe für die Stadt Priorität, so Putz. In diesem Zusammenhang würdigte er den Stadtrat, in dem große Einigkeit darüber bestehe, dass bei allen vorgesehenen Investitionen der Bereich "Bildung" Vorrang habe. Was die Gesamt-Betreuungsquote an Schulen anbelangt: Hier liegt die Stadt Landshut bereits heute bei über 55 Prozent. Wie Putz sagte, würde konsequent erweitert: Ziel sei, auch laut Beschlusslage, 75 Prozent an bestehenden Schule und 85 Prozent an den neuen Schulen.

Umso mehr freue es ihn, gemeinsam mit den Johannitern nun einen Vertrag über die Trägerschaft des Kinderhortes an der Grundschule Karl-Heiß schließen zu können. Martin Steinkirchner bedankte sich beim Rathauschef für das Vertrauen, das die Stadt Landshut den Johannitern entgegenbringt. Der Verband kann in Sachen Kinderbetreuung auf eine 30-jährige Erfahrung zurückgreifen. Aktuell 120 Kinder- und Jugend-Einrichtungen aller Arten betreiben die Johanniter allein in Ostbayern. Vor 14 Jahren waren es gerade einmal elf Einrichtungen, so Steinkirchner. Dies verdeutliche den stark angestiegenen Bedarf an Betreuungsplätzen.

So auch an der Grundschule Karl-Heiß. Deshalb ist der Betrieb des vorerst zweigruppigen Hortes mit insgesamt 50 Plätzen bereits gestartet und ausgebucht. Wie der Leiter des Stadtjugendamts, Stefan Volnhals, informierte, sollen für den Hortbetrieb auf dem Gelände der Grundschule Modulbauten entstehen, die dann im Zuge von geplanten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an der Grundschule abgelöst werden. Wegen der großen Nachfrage allerdings, ergänzte Steinkirchner, habe man sich dazu entschieden, den Betrieb in den Schulräumen im Rahmen einer Interimslösung gleich zu Beginn des Schuljahres aufzunehmen. Montags bis freitags bis jeweils 17 Uhr und sogar auch in den Ferien werden die Kinder von insgesamt fünf Mitarbeiterinnen betreut. Es handelt sich um die erste niederbayerische Johanniter-Kindereinrichtung in der Stadt Landshut und, so hofft Steinkirchner, "vielleicht auch nicht die einzige. Wir sind auf jeden Fall bereit und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit."

 


17.10.2019

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