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1860

Erste Aufzeichnungen über die Pflege des Turnwesens in Landshut

1861

Am 21. August Gründung des Turn-Vereins Landshut im Geisenhauserbräu
Gründungsvorstand: Franz Naager, kgl. Advokat

Gründungslokal des Turn-Vereins Landshut: Geisenhauserbräu, Altstadt 194, Aufnahme von 1984
Gründungslokal des Turn-Vereins Landshut: Geisenhauserbräu, Altstadt 194, Aufnahme von 1984

1862

Feier des 1-jährigen Bestehens; Fahnenweihe im Geisenhauserbräu (Buchskranzl)

Turnen wurde in einer im städtischen Eigentume stehenden Halle an der Fischergasse geübt. Als Sommerturnplatz diente eine Fläche hinter dem Heißgarten, nachdem der frühere Turnplatz im Hofgarten aufgegeben worden war.

Kgl. privil. Feuerschützengesellschaft von 1425: Teilnahme am deutschen Schützenfest in Frankfurt

Von 1864-1876 fand der Turnbetrieb des Turn-Vereins Landshut an der Stadtturnhalle in Fischergasse statt. Aufnahme 1984
Von 1864-1876 fand der Turnbetrieb des Turn-Vereins Landshut in der Stadtturnhalle an der Fischergasse statt. Aufnahme 1984

1863

Tischstandarte der Turngemeinde Landshut von 1861
Tischstandarte der Turngemeinde Landshut von 1861

Teilnahme des Turn-Vereins am Turnfest in München

Die hiesige kgl. privilegierte Feuerschützen Gesellschaft feiert ihre Fahnenweihe

1864

Ministerieller Erlass in Bayern: "In den Volksschulen ist Turnen Pflichtfach." Die Stadtverwaltung weist ein Gesuch des Herrn Gulielmo um Bewilligung zum Erteilen eines Privatturnunterrichtes mit Rücksicht darauf ab, dass Turnen in kurzer Zeit als obligatorischer Lehrgegenstand in den Schulen eingeführt wird. Mit den Rektoraten der Kgl. Studienanstalt und der Realschule soll ein gemeinsamer Turnlehrer gesucht werden.

Angesichts des Krieges in Schleswig-Holstein im Jahre 1864 bildet sich beim Turn-Verein Landshut ein Hilfsausschuss, der sich dann auch im Jahre 1866 durch den Transport von Verwundeten und Kranken und Aufrechterhaltung der Ordnung nützlich machte. Im letzteren Jahr wurden auch die Rechte eines anerkannten Vereines erworben.

Festscheibe FSG Landshut zur Weihe der neuen Fahne am 20. Juli 1863
Festscheibe FSG Landshut zur Weihe der neuen Fahne am 20. Juli 1863

1868

Kgl. privil. Feuerschützengesellschaft von 1425: Teilnahme am deutschen Bundesschießen in Wien

1869

Der städtische Sommerturnplatz wurde hinter die damalige Badeanstalt verlegt und dem Turn-Verein die Mitbenützung eingeräumt.
Fast dreihundert Jahre bestand die Schießstätte vor dem Hagrainertor. Nun gibt es Klagen von Insassen des Lorettoklosters sowie der Rektoren einer nahen Studienanstalt, dass Andacht und Studien gestört wurden durch das Knallen der Schüsse und das übermütige Schreien von Schützen in ihrer Begeisterung der Treffer.

Durch Ministerialentschließung vom 20. Dezember wurde angeordnet, dass wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit das ferne Schießen auf der Landshuter Schießstätte bei Loretto zu unterlassen und die Stätte zu schließen sei. Es wurde dann nach mehreren erfolglosen Projekten der Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft durch Beschluss vom 24. April 1874 die Bewilligung erteilt, eine neue Schießstätte herzustellen.

Der Wintersport bei den Erwachsenen beschränkte sich auf das Schlittschuhlaufen. Mehrere Eisbahnen standen zur Verfügung. Den Zeichnungen im Tagebuch des französischen Hauptmanns Cabrie zufolge gab es um 1870 mindestens drei Eisplätze; in der Freyung hinter dem Gymnasium, am Kohldorferweiher beim Frühlingsgarten und ein Weiher in der Nähe der Nikolakirche.

1872 ist von solchen in Achdorf am Abhang des Klausenberges neben der lsar und auf dem Viehmarktplatz die Rede.

Der Krieg von 1870/71 riss große Lücken in die Vereine und der Turn-Verein Landshut bestand nur mehr aus älteren Herren. Der Verein erholte sich aber rasch, das Vereinsleben pulsierte wieder.

Schützenverein Treue Bayern Landshut Berg Gründungsmitglieder 1873 1. R. v.1. Schützenmeister Lehrer Anton Haindl - Pfarrer Johann Nepomuk Lengmüller - Reichsarchivsekretär Anton Kalcher 2. R. v.1. Wirt und Zieler Ludwig Söllner - Oberjäger Hans Bauer - Hofgärtner August Grill - Hilfslehrer Max Bauer - Otto Kalcher
Schützenverein Treue Bayern Landshut Berg Gründungsmitglieder 1873 1. R. v.1. Schützenmeister Lehrer Anton Haindl - Pfarrer Johann Nepomuk Lengmüller - Reichsarchivsekretär Anton Kalcher 2. R. v.1. Wirt und Zieler Ludwig Söllner - Oberjäger Hans Bauer - Hofgärtner August Grill - Hilfslehrer Max Bauer - Otto Kalcher
Aus dem Tagebuch des französischen Hauptmannes Cabrie 1870/71: Eislaufen in Landshut in der Freyung
Aus dem Tagebuch des französischen Hauptmannes Cabrie 1870/71: Eislaufen in Landshut in der Freyung
Ehrenkrug Deutsche Eintracht Landshut 1872
Ehrenkrug Deutsche Eintracht Landshut 1872

1872

Durch Beschluss des Stadtmagistrats vom 25. Juni wurde für die Martins- und die protestantische Schule der obligatorische Turnunterricht eingeführt, der im Sommer im Schulgarten, im Winter in den Parterreräumen der Hopfenhalle (Steckengasse Nr. 308 "Salzstadel") stattfand.

Gründung der Gesellschaft Deutsche Eintracht als Krankenunterstützungsverein: Aus dem Verein gingen 1952 die Eintracht-Schützen Landshut hervor.

1873

Gründung des Schützenvereins Treue Bayern Landshut

1874

Kgl. privil. Feuerschützengesellschaft von 1425
Fertigstellung der neuen Schießstätte an der Schützenstraße

1875

Gründung des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins Sektion Landshut

Turn-Verein Landshut mietet die Turnhalle des kgl. Gymnasiums, die ehemalige Mariahilf-Kapelle bei der Dominikanerkirche an; sie bleibt bis 1919 Vereinsturnhalle.

Turnhalle des Kgl. Gymnasiums, die ehemalige Mariahilfskapelle bei der Dominikanerkirche, Aufnahme 1984
Turnhalle des Kgl. Gymnasiums, die ehemalige Mariahilfskapelle bei der Dominikanerkirche, Aufnahme 1984
Von1877-1929 ist das Hotel "Bernlochner" mit dem Festsaal Vereinslokal des Turn-Vereins Landshut und dann der Turngemeinde Landshut
Von1877-1929 ist das Hotel "Bernlochner" mit dem Festsaal Vereinslokal des Turn-Vereins Landshut und dann der Turngemeinde Landshut
Die Altstadt 1875 mit eingerüstetem Turm der St. Martinskirche. Die schadhaften Fialen des Martinsturmes mußten erneuert werden. Der Zimmerermeister Vitzt(h)um hatte dazu seit August 1874 ein festes Gerüst erstellt. Beim Bau der Martinsschule kam er später ums Leben. Einige der alten Fialen wurden im Hofgarten aufgestellt.
Die Altstadt 1875 mit eingerüstetem Turm der St. Martinskirche. Die schadhaften Fialen des Martinsturmes mußten erneuert werden. Der Zimmerermeister Vitzt(h)um hatte dazu seit August 1874 ein festes Gerüst erstellt. Beim Bau der Martinsschule kam er später ums Leben. Einige der alten Fialen wurden im Hofgarten aufgestellt.

1877

Gründung des Rennvereins Landshut -Veranstalter von Pferderennen.

Erstes niederbayerisches Gauturnfest in Landshut. Die Stadt war festlich geschmückt. Festzug etwa 400 Turner von 9 Turnvereinen. Großes Schau- und Kürturnen auf dem Festplatz im Garten des Gasthauses "Neue Welt". Die Delegierten-Versammlung und der Festabend fanden im neuen Vereinslokal Hotel Bernlochner statt.

1878

Turn-Verein Landshut führt im Bernlochner einen großen Festball durch. Zum ersten Mal wurden auf einem Ball turnerische Vorführungen gezeigt und zwar Trapez- und Reckübungen sowie Barrenpyramiden. Sommerturnplatz wird im Garten des Gasthauses "Neue Welt" errichtet und verbleibt dort bis 1890.

Jahnfest: Der 100. Geburtstag von Turnvater Jahn wird mit einem Festzug vom Regierungsplatz zum Sommerturnplatz und dann mit einem Wett- und Preisturnen gefeiert.

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