Stadt Landshut
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Sanierungsgebiet "Nikola" (Soziale Stadt)

Die Stadt Landshut wurde 1999 mit dem Stadtteil Nikola in das Bund-Länder-Städte-bauförderungsprogramm Teil II, Soziale Stadt aufgenommen.

Die Förderung im Programm "Soziale Stadt" teilt sich auf in 60% Regierung und 40% Stadt. Zuwendungsempfänger ist stets die Kommune. Sie beteiligt sich somit an sämtlichen Fördermaßnahmen mit einem Eigenanteil von 40%. Ziel der Städtebauförderung ist es insbesondere, städtebauliche Missstände und Mängel zu beheben, die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern sowie eine nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung zu verwirklichen.

1. Allgemeines zum Stadtteil Nikola
Der Stadtteil Nikola liegt im Norden der mittelalterlichen Kernstadt zwischen dem übergeordneten Grünzug Flutmulde, der Kleinen Isar und der Luitpoldstraße. Nikola ist ein altstadtnahes Stadterweiterungsgebiet des 19. und 20. Jahrhunderts mit guter Infrastrukturversorgung. Im Westteil und im Ostteil überwiegen Wohnbauflächen, die Mitte von Nikola ist als Mischgebiet ausgewiesen.

Die zahlreichen öffentlichen Einrichtungen im Nikolaviertel haben eine wichtige Funktion für die Gesamtstadt (Schulanlagen in Seligenthal, Nikolaschule, Berufsschule, Rathaus II, Arbeitsamt, Kirchen). Die Grünzüge von Flutmulde und Stadtpark werten das Quartier auf; ebenso seine gute Anbindung an Innenstadt, Bahnhof usw.

Städtebaulich stellt sich der Stadtteil Nikola heute als sehr heterogener Bereich dar. Es finden sich gründerzeitliche Stadtvillen und erhaltenswerte Denkmäler ebenso wie Geschosswohnungsbau und Flachdachbauten der 60er und 70er Jahre mit bis zu 9 Geschossen.

2. Nikola als Sanierungsgebiet
Der Stadtteil Nikola profitiert von seiner Lagegunst. Sowohl der Bahnhof als auch das Zentrum der Stadt kann bequem zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Eine zunehmende bauliche Verdichtung in der Vergangenheit und starke Durchgangsverkehre, insbesondere auf den großen Stadtachsen, waren mit ein Grund für den Sanierungsbedarf des Viertels. Hinzu kommen unzureichende Grün- und Freiflächen, sanierungsbedürftige Bausubstanz, ein über dem Durchschnitt liegender Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund sowie mangelnde Freizeit- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche (Der 2010 fertig gestellte Park und Spielplatz neben der sog. "Römervilla" wurde mit Städtebaufördermitteln vor diesem Hintergrund erstellt).
Die durchgeführten Vorbereitenden Untersuchungen für Nikola aus dem Jahr 1996 stellen eine wichtige stadtplanerische Grundlage dar.
2001 wurde der ganze Stadtteil Nikola als Sanierungsgebiet festgelegt. Man hat sich bewusst für die Ausweisung dieses sehr großen Gebietes (fast 150 Hektar) entschieden, da sich das Programm "Soziale Stadt" bis 2012 nicht nur auf bauliche und verkehrstechnische Missstände beschränkte, sondern auch soziale Maßnahmen förderte (z.B. Integrationskurse...).
Die Vorbereitenden Untersuchungen wurden 2002 durch soziale und wirtschaftliche Aspekte ergänzt. Zur erneuten Aktualisierung dieser Datenlage führte die Fachhochschule Landshut im Juli 2009 mit Studenten des Studiengangs Soziale Arbeit eine aktivierende Bürgerbefragung im Rahmen einer Projektgruppenarbeit durch. Auch wenn die Umfrage nicht als repräsentativ gewertet werden kann, stellten sich die Identifikation der befragten Bürger/innen mit ihrem Stadtteil und die Zufriedenheit mit der Wohn- und allgemeinen Lebenssituation insgesamt relativ hoch dar. An den Verkehrsverhältnissen, dem Zustand des öffentlichen Raums und den damit verbundenen negativen Umwelteinflüssen (Lärmbelästigung und Luftverschmutzung) wurde indes Kritik geübt.

3. Ziele der Stadterneuerung in Nikola:
a) Bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse der Stadtteilbewohner
b) Soziale Maßnahmen (z.B. Teilnahme am Modellvorhaben "Kooperationen" von 2007 bis einschließlich 2012, Stadtteilfeste, Bürgerengagement)
c) Maßnahmen zur Imageverbesserung

4. Quartiersmanagement
Das Spezial-Programm "Soziale Stadt" erfordert die Installation eines sogenannten "Quartiersmanagements". Dieses soll sich vor Ort der Belange des Viertels annehmen und als Vermittler zwischen Quartiersbewohner und Verwaltung fungieren. Das Büro der Quartiersmanagerin Ele Schöfthaler liegt mittlerweile zentral in der Seligenthaler Straße 26 am Kennedyplatz und ist für alle Bewohner des Viertels Anlaufstelle und beliebter Treffpunkt. Als Bindeglied zwischen Bürger und Verwaltung/Politik kann sie durch ihren näheren und direkteren Kontakt mit den Bewohnern deren Bedürfnisse, Probleme usw. leichter erfassen und "nach oben" weitertragen. Die Öffentlichkeitsarbeit in den Medien über positive Veränderungen, Aktivitäten usw. aus dem Stadtteil gehört ebenfalls zu ihren Handlungsfeldern.

Frau Schöfthaler nimmt ihre Aufgabe freiberuflich im Auftrag der Stadt war. Sie führte mit dem Hinterhoftag und dem Projekt "Häuser erzählen" interessante Veranstaltungen ein, die schöne und ungewohnte Einblicke in das Nikola-Viertel ermöglichten. Ein gemeinsames Projekt des Quartiermanagements, der Mittelschule Nikola und dem Bund Naturschutz ist die generationenfreundliche Umgestaltung eines bisher wenig gepflegten Miniparks hinter der Klostermauer - "Träumen am Bach". Auch der Ausbau der flexiblen Kinderbetreuung am Kennedyplatz wird von der Quartiersmanagerin, die gleichzeitig ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins ZAK ist, unterstützt. Die Freifläche neben dem alten Gesundheitsamt in der Seligenthaler Straße dient als Spielfläche für die Kinder aus den "Kindernestern".

5. Arbeitsgruppen
Eine weitere Besonderheit des Programms "Soziale Stadt" ist die Förderung des Bürgerengagements. Ziel des Programms ist letztendlich eine Verstetigung; nach Aufhebung der Sanierungssatzung sollen sich gefestigte Strukturen aus der Bürgerschaft weiterhin selbstständig und in Eigeninitiative für die Belange ihres Stadtteils engagieren.
Es gibt aktuell zwei Arbeitsgruppen:

AG 1 "Verkehr, Freiflächen und Vegetation"
Sprecher: Wilhelm Forster, Opens window for sending emailfam.forster.la(at)freenet.de

AG 3 "Bildung, Kultur, Jugend"
Sprecher: Ulrich Theising, Opens window for sending emailulrich.theising(at)t-online.de
Vertreter: Christiane Vogel, Opens window for sending emailchristianevogel66(at)gmx.de

Die Arbeitsgruppen bieten auf einer eigenen Homepage (nikolaviertel.de/soziale-stadt-nikola) Einblicke in ihr Quartier "Nikola".

6. Quartiersbeirat
Im "Quartiersbeirat" treffen sich Vertreter aus Politik und Verwaltung mit den Arbeitsgruppensprechern und der Quartiersmanagerin zum Dialog über Arbeit, Ziele, laufende Prozesse etc. Das Gremium tagt etwa einmal pro Quartal.

 

Plan und Fotos des Sanierungsgebietes: 

Weitere Dienste

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
von 08.00 - 12.00 Uhr

Ansprechpartner

Sachgebiet Sanierungsstelle

Gertrud Friedrich
Luitpoldstraße 29
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 14 91
Fax: 0871 - 88 18 84
E-Mail
 

Quartiersbüro Nikola

Ele Schöfthaler
Seligenthaler Straße 26
84036 Landshut
Tel.: 0871 - 96 54 91 00
Fax: 0871 - 96 54 91 01
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