Stadt Landshut
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Neuordnung der Neustadt

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Nach einer Vergangenheit im Schatten der Altstadt präsentiert sich die Neustadt heute selbstbewusst und attraktiv. Im jahrelangen Diskussionsprozess um eine Anpassung des Straßenraums an zeitgemäße Bedürfnisse bot sich mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes und der Sanierung vorhandener Versorgungsleitungen eine gleichzeitige Umgestaltung der Neustadt an.

2014 begann im Auftrag der Stadtwerke Landshut die Leitungsverlegung in den Gassen, dann in der Neustadt. Archäologische Untersuchungen begleiteten die Maßnahme. Im Anschluss erfolgte unter Federführung des Baureferats/Tiefbauamt die Neuordnung von Querschnitt, Entwässerung und Oberfläche. Dabei wurden die Gehwege verbreitert und die Fahrbahn verschmälert. Eine beidseitig angelagerte Zone ermöglicht neben Parken auch gastronomische Nutzung oder die Aufstellung kommunikativer Sitzgruppen. Mobiles Grün grenzt Funktionsbereiche ab und setzt farbige Akzente. Bodenindikatoren und ein höhengleicher Straßenquerschnitt gewährleisten Barrierefreiheit, der neue Fahrbahnbelag aus geschnittenem Granit ist lärmmindernd und gut begeh- und befahrbar. Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit während der gesamten Bauzeit trug viel zur großen Akzeptanz der Maßnahme bei.

Die Neuordnung des Straßenraums Neustadt wurde mit Mitteln des Bund-Länder-Städtebauförderprogramms "Städtebaulicher Denkmalschutz" gefördert.

 

Die Neue Neustadt ist

- klimafreundlich

Zahlreiche Anlieger nahmen die Möglichkeit zum Anschluss an das Fernwärmenetz wahr. Die Investitionen der Stadtwerke in die örtliche Infrastruktur zugunsten der erneuerbaren Energie dienen dem Klimaschutz, der Nachhaltigkeit und der Versorgungssicherheit im Zentrum der historischen Stadt. Im Zuge der Fernwärmeverlegung wurden zusätzlich zahlreiche bestehende Leitungen saniert, um die Neustadt in naher Zukunft möglichst baustellenfrei zu halten.

- multifunktional

Das vom Baureferat der Stadt Landshut erarbeitete Zonierungskonzept zur Neustadt veränderte die alte Straßenraumaufteilung unter der Prämisse einer flexiblen Nutzbarkeit. Ausgehend von einer Reduzierung der Fahrbahnbreite auf ca. 7,0 m und beidseitig angelagerter Funktionsfläche in einer Tiefe von ca. 5,50 m, die sowohl Parken ermöglicht als auch gänzlich dem Fußgängerbereich zugeschlagen oder alternativ mit Freischankflächen belegt werden kann, resultiert eine Verbreiterung der Gehwege um bis zu 2,0 m. Ein höhengleicher Ausbau mittels Absenkung des Gehsteighochbords eröffnet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten des großzügigen Straßenzugs. Zusätzliche Unterfluranschlüsse ermöglichen eine Erweiterung des Marktes. Der Bereich um das Kriegerdenkmal wirkt durch die Beseitigung der Steinpoller und Auflösung von Parkplätzen großzügig und platzartig.

- barrierefrei

Neben dem weitgehend niveaugleichen Straßenraumprofil dienen Bodenindikatoren der Barrierefreiheit. Mit akustischen Signalen ausgestattete Lichtsignalanlagen und ein taktiles Leitsystem aus Rillensteinen und Aufmerksamkeitsfeldern im Bodenbelag erleichtern Sehbehinderten und Blinden die selbstständige Orientierung. Damit wird der Straßenraum der Neuen Neustadt den aktuellen Forderungen der Behinderten- und Seniorenverbände sowie der Zielsetzung der Bayerischen Staatsregierung auf Barrierefreiheit im öffentlichen Raum gerecht.

- einladend und kommunikativ

Die Gehsteigverbreiterung lädt ein zum Flanieren, führt zu einer Erhöhung der Attraktivität vor den Geschäftsbereichen und ermöglicht die Aufstellung von mobilem Grün und von Bänken zum Verweilen. Im Verbund mit der Multifunktionszone können Freischankflächen vor gastronomischen Betrieben in größerem Umfang und somit wirksamer für den Straßenzug angeordnet werden. Der Verkehrsfluss wird durch die Fahrbahnverengung gehemmt zur Verminderung des Durchgangsverkehrs.

- nutzerfreundlich

Als Fahrbahnbelag wurde anstelle des bisherigen Kopfsteinpflasters geschnittener Granitgroßstein aus dem Bayerischen Wald eingebaut. Neben der guten Begeh- und Befahrbarkeit werden die Abrollgeräusche des Verkehrs merklich gemindert. Optisch fügt sich die Sortierung mit Gelbanteilen und punktuell eingestreutem dunklem Stein harmonisch in das Gesamtgefüge ein. Die Parkstreifen als multifunktionale Flächen sind wie bisher in Granitkleinstein ausgeführt, die Gehwege in rotem Innenstadt-typischen Klinker. Die Fußgängerquerungen an den Einmündungen der Gassen in geschnittenem Granitkleinstein dokumentieren den gewünschten Vorrang der Passanten und fördern die Sicherheit. Die geschnittene Version des Kleinsteinpflasters dämpft zudem Verkehrsgeräusche.

- erhellt

Zweireihig angeordnete formschöne Iguzzini-Leuchten ersetzen die bisher mittig angebrachten wuchtigen Kofferleuchten und erhellen Straßenraum und Fassaden mit moderner LED-Technik. Bei der Anordnung wurde dem Aspekt der Vermeidung von Blendwirkung große Bedeutung beigemessen.

Stand: 26.06.2017

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Fax: 0871 - 88 18 46
E-Mail
 

Sachgebiet Sanierungsstelle

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Luitpoldstraße 29
84034 Landshut
Tel.: 0871 - 88 16 31
Fax: 0871 - 88 18 84
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